Kategorie: Jesus Freaks Deutschland

z.B. Vereinsangelegenheiten, Leitung, Mitteilungen an alle JF

Willo 2020 – mit Abstand das Beste: “Frühstück mit dem BLT”

Wir – Hans, Gerd und Iwona – laden euch herzlich am Freitag den 22.05.2020 um 10 Uhr live bei Zoom zum „Frühstück mit dem Leitungsteam“ ein. Gerne möchten wir mit euch ins Gespräch kommen, über die Dinge, die euch beschäftigen und die ihr uns schon immer mal fragen wolltet. Die Fragen können hierbei verschiedene Bereiche betreffen, sei es Gedanken zu den Jesus Freaks, aber auch lebenspraktische und knifflige Fragen zu Glaubensthemen, Politik und Allgemeingeschehen sind hier möglich. Alles was euch beschäftigt und uns mit betrifft, hat hier seinen Platz. Schreibt uns doch schon vorab an leitungsteam@jesusfreaks.de eure Fragen. Natürlich behalten wir es uns vor, selbst zu entscheiden, inwieweit wir was beantworten können (gerade auch im privaten Bereich J). Aber fühlt euch frei alles zu fragen, was euch auf dem Herzen liegt. Unser Hauptanliegen ist es mit euch ins Gespräch zu kommen und darauf freuen wir uns!

Dieses Format dient dazu uns und unsere Gedanken besser kennen zu lernen. Dabei ist uns wichtig, dass es um unsere persönlichen Ansichten geht und nicht um die Meinung der Jesus Freaks als solchen. Deshalb wird das Ganze live stattfinden und nicht aufgezeichnet.

Hier gibt es schonmal  den Link, ihr findet ihn dann aber auch nochmal im offiziellen Programm.

Thema: Frühstück mit dem BLT
Uhrzeit: 22.Mai.2020 10:00 AM Paris

Zoom-Meeting beitreten
https://us02web.zoom.us/j/82685680666

Meeting-ID: 826 8568 0666
Passwort: 028398

 

Willo 2020 – mit Abstand das Beste

Inzwischen habt Ihr es wohl alle mitbekommen: Wegen der Coronasituation muss auch Willo, das jährliche Familientreffen der Jesus Freaks, in diesem Jahr abgesagt werden. Das ist für viele eine großer Verlust, denn wir sind eine Beziehungsbewegung. Wenn wir uns nicht treffen und gemeinsam unseren Glauben feiern können, fehlt uns etwas sehr Wichtiges.

Wir müssen aber nicht komplett darauf verzichten: Weil die Welcome Home Sessions zu Ostern so gut ankamen, möchten wir für Willo etwas Ähnliches an den Start bringen. Vom 21. bis 24.05.2020 möchten wir online viele Punkte des üblichen Willo-Programms anbieten. Schnipsel- und Zoomgodis sind in Planung. Es soll Lobpreis, Inputs, Workshops und Abendunterhaltung und vieles mehr geben. Und Ihr könnt dabei mitmachen. Willo lebt seit je her davon, dass wir alle es gemeinsam gestalten. Es war immer bereichernd, unseren Glauben dort zu teilen und die Vielfalt in der Bewegung zu feiern. Deshalb wünschen wir uns auch für dieses außergewöhnliche Format, dass sich viele beteiligen. Habt Ihr eine Idee für einen Schnipselgodi, einen musikalischen Beitrag, einen Workshop, ein Grußwort an die Bewegung, ein Interview, ein Abendmahl per Zoom oder irgendwas anderes? Dann meldet Euch gerne bis spätestens 14.05.20 unter schnipsel@jesusfreaks.de. Wir freuen uns, von Euch zu hören.

Außerdem freuen wir uns darüber, dass die Teams von Seelsorge und Gebet daran arbeiten, wie sie Euch auch auf die Distanz dienen können. Und vielleicht schaffen wir es sogar, dass der Wild Club online geht. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Passt gut auf Euch und die anderen auf!

Euer Online-Willo-Team Anna, Iwona, Alex, Gerd, Hans, Lokke und Mofa

PS: Das wird bestimmt nicht unsere letzte Schnipsel-Zoom-Online-Aktion gewesen sein. Wenn wir mehr tolle Beiträge bekommen als wir zu Willo senden können, bringen wir die einfach ein anderes Mal (nach Absprache).

Petition “Kirchen positioniert Euch: Evakuierung von Refugee Camps”

Neulich wurde diese Petition an uns herangetragen. Sie trägt den Titel “Kirchen positioniert euch: Evakuierung von Refugee Camps”. Wir als Jesus Freaks möchten uns gern dazu positionieren.
Was auf den griechischen Inseln in überfüllten Camps wie Moria und auch im zentralen Mittelmeer vor sich geht, ist eine Verletzung der Würde von Menschen. Unabhängig von politischen Ansichten stellen wir uns hinter die Forderung, die Menschen aus den überfüllten Camps auf den Inseln zu evakuieren. Die Gefahr, dass der Corona Virus die überfüllten Camps mit ihren geschwächten Menschen erreicht, macht diese Forderung umso dringender und deutlicher. Wir möchten den Blick dafür nicht verlieren, dass es sich nicht um anonyme Massen handelt, die leiden. Es sind Brüder und Schwestern, Kinder, Eltern, Großeltern. Personen. Wir möchten aus unserer Geschichte lernen, wir möchten die Nächstenliebe, die uns Jesus an Herz legt, ernst nehmen und dafür unsere Stimme erheben. Denn was Dietrich Bonnhoeffer über die Kirche im Nationalsozialismus schreibt, fordert uns in dieser herausfordernden und komplexen Zeit heraus, heute aktiv zu werden: “Die Kirche war stumm, wo sie hätte schreien müssen (…). Die Kirche bekennt die willkürliche Anwendung brutaler Gewalt, das leibliche und seelische Leiden unzähliger Unschuldiger, Unterdrückung, Hass und Mord gesehen zu haben, ohne ihre Stimme für sie zu erheben, ohne Wege gefunden zu haben, ihnen zu Hilfe zu eilen. Sie ist schuldig geworen am Leben der schwächsten und wehrlosesten (Geschwister) Jesu Christi.”

Lasst uns füreinander einstehen. Lass uns für die einstehen, die nicht gehört und nicht gesehen werden. Lasst uns die Stimme erheben gegen das Unrecht – in unseren Familien, in unserer Nachbarschaft und auch an unseren europäischen Außengrenzen.

https://www.change.org/p/amtsträger-innen-der-christlichen-kirchen-deutschlands-kirchen-positioniert-euch-evakuierung-der-refugee-camps

Welcome Home Session Karsamstag

Heute geht es weiter mit den Welcome Home Sessions: Wir feiern den Karsamstag.

Die Playlist mit allen Sessions findet Ihr hier.

Auf Facebook gibt es übrigens jeden Tag die aktuelle Session als Watch Party. Um 10 Uhr, 16 Uhr und 19 Uhr könnt Ihr live mit anderen teilnehmen. Schaut doch mal rein und hinterlasst uns einen Kommentar als Gruß.

Falls Du Dir wünschst, dass jemand für Dich betet, oder Dich nach einem ermutigenden Gespräch sehnst, findest Du hier mehr Infos über verschiedene Angebote: https://jesusfreaks.de/seelsorge-prophetie-und-gebet/

 

Welcome Home Session Karfreitag

Die Welcome Home Sessions bringen die Ostergottesdienste der Jesusfreaks zu dir nach Hause. Sie sind als Mitmach-Gottesdienste ausgelegt. Trau dich vor dem Bildschirm mit zu singen, mit zu beten und zuzuhören. Lasst uns auf diese Weise Gemeinschaft haben. Um das ganze live in der Gemeinschaft zu erleben, nutzt gern die Kommentarfunktion um miteinander zu Chatten. Wir sind jeden Tag 10 Uhr, 16 Uhr und 19 Uhr für diese gemeinsamen Gottesdiensterlebnisse online. So kann jeder dabei sein, wenn es ihm am besten passt.

Auf Youtube gibt’s auch eine Playlist, in der die Sessions nach und nach veröffentlicht werden und auch später noch verfügbar sind.

 

Statement des BLT zur Corona-Situation

Liebe Jesus Freaks,

wie schnell sich unsere Welt ändern kann, wie sich Prioritäten verschieben können und auf einmal ganz andere Dinge wichtig sind als vorher, haben uns die letzten Wochen deutlich vor Augen geführt. Ganz egal, ob du das mit dem Coronavirus ernst nimmst oder nicht oder welchen Virologen du am glaubwürdigsten findest: Du wirst zugeben, dass schon jetzt vieles nicht mehr so ist, wie es noch vor kurzem war. Und noch weniger können wir uns gerade vorstellen, was die nächsten Monate uns noch bringen werden.

Was das mit uns macht, hat sich in den letzten Wochen schon abgezeichnet. Die erzwungene Entschleunigung, die zusätzliche freie Zeit zu Hause hat bei Manchem schon viele Ideen und Kreativität freigesetzt. Die wir seit Jahren darüber reden, dass wir unbedingt präsenter sein müssten in den sozialen Netzwerken, suchen jetzt die passenden Kanäle, über die wir Inhalte teilen. Es entstehen neue Formen von Gottesdienst, Kleingruppentreffen, gemeinsame Zeit. Und das alles ist gerade erst der Anfang… es gibt noch so viel mehr zu entdecken.

Und dann die Kehrseite des Ganzen: Menschen, die aufeinander hocken und an ihre Grenzen kommen. Menschen, die alleine sind und vereinsamen. Menschen, die Sorgen und Ängste haben, wenn sie an die Zukunft denken, an ihren Job, ihre wirtschaftliche Existenz. Einige von uns haben sich in den letzten Jahren etwas aufgebaut und fragen sich wahrscheinlich, ob das noch Bestand hat.

Freut euch über die Hoffnung, die ihr habt. Wenn Nöte kommen, haltet durch. Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen. Helft Gläubigen, die sich in einer Notlage befinden; lasst sie mit ihrer Not nicht allein. Macht es euch zur Aufgabe, gastfreundlich zu sein. (Römer 12,12-13 NGÜ 2011)

Dies Bibelwort aus dem Brief von Paulus an die Römer scheint in der aktuellen Situation so passend und unpassend zugleich zu sein. Wie sollen wir denn momentan gastfreundlich sein, wenn Social distance das Gebot der Stunde ist?

Andererseits kriegen wir gerade ein Gefühl dafür, was es bedeutet, dass Nöte kommen und wir durchhalten sollen. Nein, uns ist nicht die Zusage gegeben worden, dass wir ein Leben haben werden, in dem alles immer super läuft und wir gut gelaunt, gesund und wohlhabend von einem Erfolg zum nächsten rennen. Stattdessen steht hier, dass es Notlagen geben wird und dass Menschen alleine sein werden.

Unsere Aufgabe ist es, niemanden mit seiner Not allein zu lassen und Gastfreundschaft zu leben. Ich hab schon viel überwältigende Gastfreundschaft erleben dürfen. Und das Entscheidende war nicht unbedingt, wie gut der Kaffee geschmeckt hat oder wie gemütlich das Bett war, in dem ich übernachten durfte. Was hängen geblieben ist, ist die Herzlichkeit, mit der Menschen mich willkommen geheißen haben, mir zugehört haben, mit mir zusammen gelacht haben oder meine Sorgen ernst genommen haben. Wie ich etwas von ihrem Leben mitbekommen durfte, und sie etwas von meinem.

Das können wir auch in dieser Zeit leben und erfahren, mit allem, was uns an technischen Möglichkeiten zur Verfügung steht. Nur den Kaffee muss sich dann vorerst jeder selber kochen.

Unsere Jesus-Freaks-Welt mit ihren regelmäßigen Veranstaltungen und Angewohnheiten wird sich in diesem Jahr noch mal stark verändern. Ja, in den letzten Jahren hat sich sowieso einiges verändert, aber diesmal werden auf einmal alle unsere Pläne und Überlegungen durcheinander geworfen, in Frage gestellt oder aufgeschoben. Was tun wir mit dem Freiraum, der dadurch entsteht? Lasst uns mutig durch die Türen gehen, die sich gerade öffnen und die Möglichkeiten nutzen, die wir haben. Wir sind kein großartiger Gemeindeverband, wo jeder für sich vor Ort das irgendwie schon macht. Sondern wir sind eine Gemeinschaft unterschiedlichster Gruppen und Einzelpersonen, die sich aber zum Teil schon seit vielen Jahren und über große Distanz hinweg miteinander verbunden fühlen. Lasst uns diese Ressource nutzen in der Zeit, die vor uns liegt. Wir brauchen uns jetzt gegenseitig, vielleicht mehr als je zuvor.

Und die Welt um uns herum braucht uns auch. Unsere Aufgabe ist es, niemanden mit seiner Not allein zu lassen, egal woher jemand kommt und woran er glaubt. Das Angebot von Jesus steht: „Kommt her zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen!“ (Mt 11,28 NGÜ).

Wir wünschen euch für die kommende Zeit viel Segen, Frieden und Hoffnung!

Hans für das Bewegungsleitungsteam der Jesus Freaks (mit Iwona und Gerd)

Mach mit beim Jesus-Freaks-Jahrbuch 2020!

Hallo an alle Jesus Freaks!

Wer regelmäßig auf dieser Website hier vorbeischaut, gehört vermutlich auch an irgendeiner Stelle zur Jesus-Freaks-Bewegung.
Dann bist Du jetzt aufgefordert, bei unserem Jesus-Freaks-Jahrbuch 2020 mitzumachen.

Was ist das Jahrbuch?
Das Jahrbuch ist wie ein Klassenbuch: Wir möchten alle Gruppen, Gemeinden, Bereiche, Pools, Hauskreise und auch Einzelpersonen oder Familien ohne Jesus-Freaks-Gruppe vor Ort darin über Steckbriefe abbilden. So können wir mal wieder sehen: Wer ist eigentlich noch so dabei? Was machen Jesus Freaks in einer anderen Region? Welche Themen beschäftigen uns gerade?

Wie kannst Du mitmachen?
Auf unserer Website haben wir hier eine Übersicht über die Steckbriefe erstellt.
Wenn Du zu einer Gruppe (egal ob Gemeinde, Hauskreis oder andere Konstellation), einem Bereich oder einer Region gehörst, sprich mal mit den anderen Leuten, die noch so dabei sind, und füllt gemeinsam den entsprechenden Steckbrief aus. Oder erinnert eure Leitung daran, das zu tun 😉
Wenn Du keine Gruppe vor Ort hast, füll den Steckbrief für Einzelpersonen aus. Er ist auch für Paare oder Familien geeignet. Foto nicht vergessen!

Einsendeschluss für Steckbriefe ist der 31.03.2020.

War’s das schon?
Neben den Steckbriefen wünschen wir uns für unser Heft Artikel zum Thema “Gemeinde und gemeinschaftliche Nachfolge”. Seit den Anfängen in den 90ern beschreiben wir uns mit dem Satz: “Wir Jesus Freaks sind Leute, die Jesus folgen!” Wohin hat uns diese Nachfolge seither gebracht? Wie und wohin bewegen wir uns als Jesus Freaks jetzt gerade? Wie sieht Gemeinde bei uns aus? Welche Gemeindeformen finden wir für unsere Nachfolge gerade besonders hilfreich?

Schick Deinen Artikel an bande@jesusfreaks.de.
Einsendeschluss für Artikel ist der 09.04.2020.

Bei Fragen einfach melden!

Jaana für die Redaktion

PS: Insbesondere an folgenden Orten fehlen uns noch Ansprechpersonen: Hamburg, Linz, Detmold, Frankfurt/Main, Schweiz: St. Gallen, Bern, Neuchâtel, Bayern: Landshut, Oberfranken, Region Wilder Süden. Danke für alle Hinweise!

Online-Gottesdienste & andere Angebote

Liebe Freunde,

im Moment sind die sozialen Netzwerke voll mit Postings und Nachrichten über die Coronaviruskrise. Das öffentliche Leben in Deutschland wurde stark eingeschränkt, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Auch die meisten Gottesdienste fallen aus. Das ist schade, aber eine wichtige Maßnahme, um uns gegenseitig zu schützen. Gottseidank gibt es viele schöne Angebote im Internet, bei denen man Predigten und Lobpreis hören oder sogar ganze Gottesdienste per Livestream verfolgen kann. Hier mal ein paar Vorschläge:

Auf Facebook, Instagram, Youtube gibt’s bestimmt noch mehr – teilt Eure Empfehlungen gerne in den Kommentaren.

Und noch mal zum Coronavirus: Seid aufmerksam und lasst Euch keine Angst machen. Passt gut auf Euch und die Menschen um Euch herum auf. Befolgt die Anweisungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html und achtet darauf, was Eure Stadtverwaltung, Euer Arbeitgeber etc. vorgeben. Verfolgt und teilt nur seriöse Quellen. Betet und vertraut auf Jesus. Er ist bei uns, alle Tage.

Update aus Lesbos

Heute meldet sich nochmal Thea von den Jesus Freaks Leipzig mit einem kleinen Update aus Lesbos.
Ich bin nun seit guter eine Woche hier und die Ereignisse haben sich seitdem und schon davor überschlagen.
Nach wie vor hängen mittlerweile ca. 20.000 Menschen monate, eher jahrelang in Lagern wie Moria fest. Ein Ort, der von Amnesty International als “KZ-ähnlich” beschrieben wird. Ein Ort der Gewalt, der Unterversorgung. Ein Ort, an dem sich Kinder nicht selten versuchen das Leben zu nehmen.

Die Öffnung der Grenzen von Seiten der Türkei hat dazu geführt, dass der griechische Grenzschutz plötzlich freigedreht ist. So gibt es Bilder und Berichte von massivem Einsatz von Tränengas, auch gegen Kinder. Es wird geschossen, als Abschreckung. Dabei soll jedoch mindestens ein Mensch gestorben sein. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, liegt am Hafen von Mytilene/Lesbos ein großes Militärschiff – vollgepackt mit mehreren hundert Geflüchteten, denen bei ihrer Ankunft der Anspruch auf einen Asylantrag verwehrt wird. Eine Familie davon hat letzte Woche ihr Baby verloren – es ist auf dem Weg im Meer ertrunken.

Hinzu kommt, dass seit zwei Wochen ein rechtsradikaler, gewaltvoller Mob an Griech*innen und internationalen Rechtsextremen durch die Straßen zieht. Sie blockieren die Straße nach Moria, und errichten Checkpoints. Sie ziehen durch die Straßen und zerstören Häuser und Autos von Hilfsorganisationen vor Ort. Sie verprügeln Geflüchtete und haben auch Helfer*innen den Kampf angesagt. Obendrein wurde nun alle Behörden für Geflüchtete für 4 Wochen lang wegen des Corona Virus lahm gelegt.
Was wir hier erleben ist die Schande Europas. Die Lage ist verfahren, viele Organisationen haben ihre Arbeit niedergelegt und die Insel verlassen. Dadurch wird die Situation für die Menschen aus Moria umso schlimmer. Obwohl sie viel schlimmer gar nicht werden konnte. Letzte Woche wurde ein großes Bildungs-und Freizeitzentrum angezündet. Ein riesiges Feuer entstand.
Ein riesiges Feuer, das uns alle fassungslos machte. Ein weiterer Vorfall, der die Frage groß werden lässt:
WAS SOLL NOCH PASSIEREN?

Viele Menschen fragen mich, was wir jetzt brauchen. Und ich habe gerade keine Antwort. Denn wir brauchen gerade kein Geld, keine guten Worte von den Leuten “da oben”. Wir brauchen keinen Hass und keine Gewalt. Was wir brauchen ist eine politische Lösung!
Wenn die EU keine politische Lösung herbeiführt, wird diese humanitäre Katastrophe weitergehen und sich noch mehr zuspitzen.Was ihr machen könnt? Druck ausüben, auf die Straße gehen, Petitionen unterschreiben, Menschen informieren.

ES GIBT HOFFNUNG
Pikpa ist das Camp, in dem ich arbeite. Dort ist es noch immer friedlich. Glücklicherweise liegen wir 5 km geografisch von den Hauptschauplätzen entfernt. Dennoch organisieren wir Nachtschichten um sicherzugehen, dass die Leute geschützt sind und Hilfe gerufen wird sobald es dort einen Übergriff gibt.
In all dem Elend, in aller Gewalt, in all der Bedrohung erleben wir überall Funken voller Hoffnung. Letzte Woche gab es auf dem zentralen Sappho-Platz eine Versammlung für die Freiheit und für die Hoffnung. Ein Chor aus Griech*innen, Geflüchteten und Freiwilligen hat Friedenslieder gesungen – der selbe Chor, der vor ein paar Wochen auf einer Demo gegen die Umstände in Moria inmitten der Demonstrierenden gesungen hat. Und während sie unter Hunderten musizierten und ihrem friedlichen Protest Ausdruck verliehen, fiel eine Tränengasbombe neben der Chorleiterin mit ihrem Akkordeon. Aber sie sangen weiter. Und sie zeigten ihr Gesicht. Während sich die Chorleiterin vom Tränengas übergab, sangen die Menschen weiter und halten noch immer an der Hoffnung auf Veränderung fest.

✌️We shall overcome. We are not afraid. We shall live in peace.✌️

Für Infos per Newsletter: Mail an kontakt@jesusfreaksleipzig.de

Alle Fotos von Knut Bry