Profilbild von louise

von louise

Regio-Tag Nord

Mai 24, 2018 in Region, Regiotreffen von louise

Am Samstag, 02. Juni 2018, sind alle Freaks der Nordregion herzlich zu einem Regiotag nach Bremen eingeladen!2018-05-22 13.38.13

Wir wollen Gemeinschaft haben, Zeit mit Jesus verbringen und uns austauschen.

Infos und Anmeldung bei Jana: jana@jesusfreaks-bremen.de

Profilbild von bettina

von bettina

Was ist los mit den Jesus Freaks?

Mai 20, 2018 in Sunday Sermon von bettina

remix-jaanaWarum bist du ein Jesus Freak geworden? Was ist das Besondere an den Freaks? Manchmal sind diese Fragen gar nicht so leicht zu beantworten, wenn man schon lange mit den Freaks unterwegs ist. Ein Blick von außen kann dann hilfreich sein, um sich selbst zu hinterfragen, aber auch um festzustellen, was bei den Freaks für gute Dinge laufen.

Der Podcast Remix von Mosaik, einer Community in Düsseldorf, bietet dazu Gelegenheit. Saphira und Jason haben mit Jaana von der Korrekten Bande gesprochen über die Freaks gesprochen: die aktuellen Entwicklungen in der Bewegung, wie die Freaks mit Spannungen umgehen, was es für theologische Leerstellen gibt und vieles mehr. Hör mal rein! 75 Minuten, die sich lohnen.

Profilbild von louise

von louise

Regiotreffen Nahost

Mai 17, 2018 in Regiotreffen, Veranstaltungen von louise

Zu Pfingsten sind alle Jesus Freaks der Region Nahost und deren Gäste zu einem Regiotreffen in Mecklenburg-Vorpommern eingeladen.nahost-regio

Wir wollen miteinander Gemeinschaft haben, Gott anbeten und uns austauschen.

Daten: 18. bis 21. Mai 2018
Ort:  Zehna bei Güstrow

Details und Anmeldung bei Daniel: nahost@jesusfreaks.de

Ostern ist immer!

Mai 13, 2018 in Sunday Sermon von matzewilli

Auferstehung heißt mehr als das „Wiederlebendigwerden“ nach dem Strobert-nyman-442994-unsplasherben. Wir finden die Kraft der Auferstehung auch im Alltag. Lisa aus Münster setzt sich in ihrer inspirierenden Osterpredigt mit der Auferstehung Jesu als göttlichem Prinzip auseinander. Sie geht dabei auf den engen Zusammenhang zwischen Kreuz und Auferstehung ein.

So gibt es keine Auferstehung ohne das Kreuz. Auferstehung braucht einen Kontext. Es heißt immer: Auferstanden aus etwas anderem, aus der Tiefe. Unser Leben in der Nachfolge besteht in dem Spannungsfeld zwischen Trauer und Freude. Doch Jesu Verheißung lässt uns auf ein Ende in vollkommener Freude hoffen.                                                                                                                                                                                                                                                            Foto: Robert Nyman

Predigt zu Johannes 16, 19-24

Profilbild von bettina

von bettina

Willo für alle und alles, was du wissen musst

Mai 7, 2018 in Willo von bettina

willo_volleyNoch dreimal schlafen, dann fängt unser Lieblingswillo an. Und du bist eingeladen, ebenso wie deine Familie, dein Hauskreis, deine Freunde, deine Gemeinde, dein Hund und wen du sonst noch mitbringen magst. Sei vom 10. bis 13. Mai dabei und melde dich noch schnell hier an: willo.jesusfreaks.de/anmeldung

Für Last-Minute-Bucher, die sich bis heute, 07.05.2018, 22 Uhr anmelden, gibt es sogar noch einen Platz für die Isomatte in einer Hütte. Weitere Spätbucher müssen ihr eigenes Zelt, Auto oder einen Camper mitbringen. Aber bitte, bitte egal wie du nächtigst melde dich VORHER an!

Für die Turnbeutel… äh Handtuchvergesser unter uns gibt es wieder die ultimative Willo-Checkliste. Einfach zum Abhaken mit Listen für Hüttenschläfer, Camper und Eltern. Hier runterladen.

AblaufWillo2018Für die Planlosen hat das Willo-Team, das unermüdlich an der Orga schraubt, einen Ablaufplan verfasst (siehe linkes Bild).

Für alle, die Willo mögen: Die Schichten dauern nur 2,5 Stunden, d.h. auch Menschen mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit oder mit Kindern können gut mitarbeiten bzw. sich reinteilen.

jesus-erlebnisseFür alle, die Jesus kennen: Jesus soll auf der Website jesusfreaks.de viel präsenter werden. Was hast du mit Jesus erlebt? Wer ist Jesus für dich? Antworten auf diese Fragen nimmt Bettina auf dem Willo auf (Audio, Video oder Text). Mach mit und melde dich dazu am Infostand.

Profilbild von bettina

von bettina

Wert-Verlust? – Sunday Sermon

Mai 6, 2018 in Sunday Sermon von bettina

Der heutige Beitrag stammt vom Blog www.mamaabba.de. Lass dich nicht davon irritieren, dass es ein Blog von Mamas für Mamas ist, sondern lass dich von Luisa inspirieren und ermutigen.

isar-wieseFrüüühling!

Endlich bleibt es abends länger hell, die ersten Sonnenstrahlen locken aus dem Haus, das Erblühen farbenfroher Blumen hebt die Stimmung und meine Tochter fragt fast täglich, ob wir schon das Planschbecken aufstellen können.

Angeregt durch das Aufwachen der Natur ist der Frühling auch die perfekte Zeit für Entrümpelung, Entschlackung und Fasten – Reinigung für Haus, Körper und Seele.
Entrümpelung. Das ist heute mein Stichwort.

chaos_oleksii-hlembotskyiAls wir in unser Haus einzogen, war das Dachgeschoss noch nicht ausgebaut. Weder Decken noch Böden waren fertig. Allerdings brauchten wir den Platz als Abstellfläche, und so kam alles, was für die momentane Lebenssituation nicht unmittelbar notwendig war, dahin.

So stand jede Menge Zeug zwischen Bauschutt, Werkzeug und Baumaterial und staubte hoffnungslos ein. Nach Möglichkeit mied ich dieses Stockwerk. Musste ich aber doch mal da hoch, dachte ich manches Mal: „Am liebsten würde ich hier einfach eine Bombe krachen lassen. Dann wäre hier ganz schnell Ordnung!“ Und vielleicht dachte das auch der eine oder andere, der einen Blick in unser Chaos-Dachgeschoss wagte. Was hielt mich davon ab (abgesehen davon, dass ich nicht weiß, wo ich eine Bombe herbekomme 😉)?

Aus dem Durcheinander ragte unser Computer heraus: ein i-Mac von Apple. Und auch wenn es inmitten von Staub und Dreck nicht so aussah, aber dieses Gerät war wertvoll. Ich wusste das, denn ich kannte den Preis, den wir seinerzeit dafür bezahlt hatten!

Inzwischen ist einige Zeit vergangen. Unser Dachgeschoss ist nicht nur begehbar, sondern auch bewohnbar geworden. Decken wurden gemacht, Licht installiert, Böden verlegt, Wände gezogen, verputzt, tapeziert und gestrichen, Türen eingebaut, neue Möbel aufgebaut …. und der ganze Krimskrams wurde abgestaubt, abgewischt und wird jetzt nach und nach sortiert und eingeräumt. Und siehe da: aus dem ganzen Staub und Schutt kamen noch viel mehr Dinge mit materiellem oder ideellem Wert (z.B. Fotos) zum Vorschein.

Lebenslügen und Selbstanklagen, Versagen und Schuld, Verletzungen bis hin zu Traumata, Sorgen und Lebensumstände, der neidische Vergleich mit anderen und das Idealbild aus der Werbung – all das sind Dinge, die unseren Wert in Schutt und Staub zu legen drohen.

Auf diesen scheinbaren Wertverlust reagiert jeder anders. Der eine zieht sich in sein Schneckenhaus zurück, der andere wird zum Pausenclown. Der eine umgibt sich mit Statussymbolen, der andere versinkt in Selbstmitleid. Die eine verfällt in einen Schönheitswahn, die andere lässt sich gehen. Und so weiter.

Äußerlich ist es meistens gar nicht erkennbar, ob die Dinge, die wir tun oder auch nicht tun einem Empfinden von Wertverlust entspringen.

Aber Tatsache ist, egal, was wir empfinden oder nicht, was wir über uns glauben oder nicht, was andere uns einreden oder ausreden: DU und ICH – WIR sind nach Gottes Ebenbild geschaffen! Und Gott selbst bezahlte einen hohen Preis, als er seinen Sohn hier in den Schutt und Staub dieser Welt schickte, damit er SEIN Leben dafür gab, dass Menschenherzen entrümpelt werden und ihr unvergänglicher Wert zum Vorschein kommt!

Wertverlust? – Fehlanzeige!

Im Grunde ist das, was ich hier schreibe, nichts Neues und gehört zum „ABC“ des christlichen Glaubens. Aber mich beschäftigt seit einiger Zeit die Frage, ob dieses Wissen bloße Theorie ist oder praktische Auswirkungen auf meinen Alltag hat. Und ich ahne, dass ich da in meinem Herzen vielleicht auch so ein „Dachstübchen“ habe, das entrümpelt werden muss.

stolz-auf-euchWenn ich mir meines Wertes in Christus bewusst bin, …

… darf ich ICH sein. Ich brauche mich nicht zu inszenieren, muss mich aber gleichzeitig auch nicht verstecken.

… darf ich ohne Erwartungen gütig und aufopfernd für andere sein, und darf gleichzeitig gesunde Grenzen setzen.

… darf ich die Spielzeit mit meinem Kind auf dem Boden genießen (auch wenn mir dabei die Staubschicht unter dem Sofa ins Auge sticht), und zu anderer Zeit mein blitzblank geputztes Haus.

– hier könnt ihr die Liste an Beispielen einfach selber weiter denken –

Vielleicht lässt sich das am besten so in eine Formel packen: Wenn ich mir meines Wertes in Christus bewusst bin, lebe ich bewusst – gegenüber Gott, dem Nächsten und mir selbst!

Kann man das so sagen? Was denkst du dazu?

Luisa genießt ihren Alltag als „Vollzeitmama“. Ansonsten spielt sie gerne Klavier, bekocht Leute, denkt viel zu viel über alles Mögliche nach und übt sich darin, die Balance zwischen Spontanität und Struktur zu finden.

Profilbild von louise

von louise

Jesus Freaks aus Weimar räumen ab

Mai 4, 2018 in Allgemein, Auszeichnung, Presse, Region von louise

Einfach genial! Die Jesus Freaks aus Weimar haben beim Verkündigungspreis der Bergmoser + Höller Stiftung den zweiten Platz belegt. Damit verbunden war ein Preisgeld von 3000 Euro. Beworben hatten sie sich mit ihrem Projekt Soli-Café.

PreisWeimar

Den ersten Preis holte die katholische WhatsApp-Gebetsgruppe „Einfach gemeinsam BETEN“ und den dritten Platz belegte ein evangelischer „Pastor to go“, ein Pastor, den man mieten kann.
Die Jesus Freaks aus Weimar freuen sich total über die Auszeichnung: „Wir sind dankbar für diese Wertschätzung und fühlen uns ermutigt und bestätigt. Vielen Dank auch an alle Unterstützer und Unterstützerinnen für das Ganze!: Sönke Stiller, Louise Schellenberg, die Jesus Freaks Deutschland und die EFG Weimar.“

Soli-Café Weimar
Mit dem Soli-Café sind die Weimarer Freaks einmal im Monat in Weimar und Umgebung an einem ausgesuchten Ort „mobil“ unterwegs, packen von Siebträgermaschine und Kaffee-Produkten über Freaks-Flagge und Flyer hin zu Tischdecke und Teelichtern alles zusammen und gehen hin zu den Leuten, da wo Begegnung stattfinden kann; bieten ihnen fairen Kaffee- und Tee-Spezialitäten, Kuchen und sonstiges (wenn’s geht regional und bio, das ist ihnen wichtig) auf Soli-Basis an, also jeder gibt soviel er mag und kann. „Es ist immer ein buntes Treiben, ob Spielen mit Kids, Gespräche über was auch immer, Musik machen oder einfach nur ein Käffchen und Chillen … Das ist unser Gottesdienst!“ meint die ca. 10-köpfige Freaksgruppe. „Das Ganze endet oft mit einem Abendessen an einer langen Tafel draußen oder drinnen, unserem Abendmahl quasi“. Ihr Herz schlägt dafür, Begegnungen zwischen den Leuten zu schaffen, die so vielleicht nie stattfinden würden. Barrieren des Kennenlernens zu verringern und den Menschen so zu zeigen, dass Gott etwas mit ihnen zu tun haben will und sie ihm nicht egal sind.
Hier könnt ihr mal rein schauen, wie so ein Soli-Café aussieht: https://youtu.be/pJdYCTx15P8

Profilbild von bettina

von bettina

Freakstock weiß, wo der Hammer hängt

Mai 1, 2018 in Freakstock von bettina

FS_Hammer-EimerHeute ist der 1. Mai, der Tag der Arbeit. Daher wird heute nicht gearbeitet. Stattdessen hast du Zeit, deine bisherige Arbeit rückblickend zu würdigen oder vielleicht zu überlegen, was du prinzipiell im Leben tun möchtest. Und vielleicht schweifen deine Gedanken ja in Richtung Sommer …

Dort wartet das Freakstock-Festival auf dich und bietet dir neue Herausforderungen. Die Freakstock-Crew freut sich, wenn du Freakstock durch deine Mitarbeit bereichern möchtest.

Als Mitarbeiter*in bekommst du einen ganz eigenen Einblick ins Festival, lernst neue Leute kennen und wirst dreimal am Tag verpflegt. Dieses Jahr in den Varianten: fleischlich, vegetarisch und vegan. Setze deine Gaben ein oder eigne dir neue Fähigkeiten an: Als Ordner*in, Putzmensch, Küchenhilfe und mehr hältst du das Festival am Laufen.

Anmeldung und Übersicht über die Bereiche: mitarbeit.freakstock.de

Profilbild von bettina

von bettina

Lass beten – Gemeinsam beim Dienstagsgebet

April 30, 2018 in Allgemein von bettina

lass-betenDu willst mehr Gemeinschaft erleben? Du willst dich mit anderen Jesus Freaks verbinden? Du willst die Bewegung unterstützen? Dann nimm dir morgen Abend die Zeit zu beten. Lade ruhig Leute ein, triff dich in der Gemeinde oder finde Gleichgesinnte über die Facebook-Veranstaltung.

Morgen, 01.05.2018, findet wie jeden ersten Dienstag im Monat das Dienstagsgebet statt. Überall in Deutschland und darüber hinaus beten Jesus Freaks zwischen 20 und 21.30 Uhr für die Jesus-Freaks-Bewegung, für die Leitungskreismitglieder, für die Verantwortlichen in den Bereichen, Regionen, Gemeinden usw. Mach mit und lass beten!

Das Dienstagsgebet findet im Rahmen der Gebetskampagne statt. Mehr Infos dazu findest du hier. Flyer und Plakate kannst du hier bestellen.

Du hast Eindrücke und Erlebnisse für die Jesus Freaks? Das Gebetsnetzwerk und der Prophetiepool freuen sich davon zu erfahren. Schreib an: gebet@jesusfreaks.de oder prophetie@jesusfreaks.de

Ein Arsch im Maulbeerfeigenbaum – *Sunday Sermon*

April 29, 2018 in Sunday Sermon von matzewilli

Am RandDer griechische Begriff für nachfolgen ist das Verb „akolouthein“. Dieser Begriff wurde nicht nur im Kontext des Neuen Testaments gebraucht, sondern hatte auch in der nicht-christlichen religiösen Umwelt eine Bedeutung. Dort wird das Nachfolgen oft als Nachahmung oder Imitation einer Gottheit verstanden, die zu Weisheit und Erkenntnis und oft zum persönlichen Heil führen sollte. Es ist interessant, dass die Autoren des Neuen Testaments eben diesen Begriff gewählt haben, um den Anhängern Jesu Orientierung für ihre Lebensgestaltung zu geben.  Die folgende Geschichte aus dem Leben Jesu gibt ein Beispiel dafür, wie wir ihn konkret nachahmen können.

Dann kam er nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste.

Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: „Er ist bei einem Sünder eingekehrt.“

Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: „Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück.“
Da sagte Jesus zu ihm: „Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“

Der Ruf des Heilands

Da haben wir nun Zacchäus, den kleinen Zöllner, der es recht offensichtlich mit seinem Job übertreibt. Ich stelle ihn mir als einen Mann mit relativ geringem gesellschaftlichen Ansehen vor und wenig Freunden und das höchst wahrscheinlich nicht ohne Grund. Wahrscheinlich war er ein geldgieriger kleiner Pfennigfuchser, mit dem nicht gut Kirschen essen war. Kurz gesagt: Er war wohl ‚n Arsch! Doch wie uns der Evangelist mitteilen möchte, bewegte diesen kleinen Mann irgendetwas dazu, Jesus sehen zu wollen.

Warum Zacchäus Jesus sehen wollte, bleibt für uns im Dunkeln. Spannend jedoch ist, dass es im Endeffekt gar nicht so wichtig ist, welches Motiv dahinter steckte, dass Zacchäus auf den Maulbeerfeigenbaum stieg, um Jesus zu sehen. Denn egal wie edel die Motivation auch gewesen sein mag, es war der Ruf Jesu, der den weiteren Verlauf in seinem Leben veränderte: „Zacchäus, komm schnell herunter. Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein!“ Aus der ganzen Menschenmenge wählte Jesus diesen kleinen am Rande stehenden Zöllner aus. Und dies war der Ruf des Christus, der Ruf des menschgewordenen Gottes, der zu einem Leben in Gemeinschaft einlädt.

Wir alle sind Zacchäus

Niemand von uns ist Christ geworden, weil er sich von seinen Sünden freigemacht hat. Wir alle haben den Vorschuss der Liebe Gottes genießen dürfen, die uns dann im Folgenden freigemacht hat.

„Denn Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.“ (Römer 5,6)

Darum sind wir alle in uns selbst Sünder wie auch Zacchäus. Aber derjenige, der dich ruft, interessiert sich nicht zuerst dafür, welchen Beruf du hast, wie viele Gaunereien und wie viel Mist du gebaut hast! Er interessiert sich nicht so sehr dafür, was andere eventuell von dir halten, was du anhast, wie du so drauf bist, oder ob du n‘ Arsch bist!

Derjenige, der hier ruft, interessiert sich vor allem für eins: Für Dich! Und zwar für dich, so wie du in seinen barmherzigen, verständnisvollen und gütigen Augen bist! Und derjenige, der hier ruft, strahlt Wärme und Licht aus, die dein Leben umfangen sollen und dich vom Rand wieder zurück in die Mitte des Lebens holen wollen. Derjenige, der hier ruft, ruft dich von deinem Maulbeerfeigenbaum, aus deinem Schneckenhaus heraus, damit du wieder am Leben teilnehmen kannst!

Wir alle sind Jesus

Zum Thema Nachfolge gehört aber nun auch die andere Seite. Wir sind dazu aufgerufen, Christus nachzueifern, es Jesus gleich zu tun, ihn zu imitieren. Viele missverstehen Nachfolge als ein striktes Halten von Geboten und Verboten, damit sie Gott gefallen und dann später im Himmel, je nachdem wie gut sie es geschafft haben, entsprechende Belohnungen erhalten. Das ist so eine Art Sparbuchglauben. Natürlich gibt es auch den Gedanken des Lohns der Nachfolger im Neuen Testament, aber was mich immer an diesem Sparbuchglauben stört ist, dass es dem Sparbuchinhaber vor allem um sich selbst zu gehen scheint. Im Handeln Jesu sehe ich aber eine andere Tendenz.

Jesus ist nicht so sehr an sich selbst interessiert, an einem Lohn im Himmel oder an seinem Ansehen in der Welt. Er ruft hauptsächlich die Randgestalten, die Kleinen und nur wenige „Große“ in seine Gemeinschaft. Er bevorzugt das Schwache, Schlechte und Hässliche dieser Welt und nicht das Prachtvolle und Vollkommene und tritt mit dem Unbedeutenden in Beziehung.

Das bedeutet Nachfolge! Das heißt es, Jesus zu imitieren: Menschen einzuladen, ihnen nachgehen, sie rufen, um mit Ihnen Gemeinschaft zu haben, ihr Leid teilen, ihre Nöte als die eigenen Nöte annehmen und ihr Außenseiterdasein als das eigene am Randestehen wahrnehmen!


Fragen zum Nachdenken

Gibt es einen „Zacchäus“ in deinem Umfeld?

Was könnte deiner Meinung nach ein Besuch von dir bei ihm bewirken?

Was setzt du dabei aufs Spiel, wenn du dich mit diesem Menschen abgibst?

Welche Randgruppen würde Jesus wohl heute in seine Gemeinschaft rufen?