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Bereichsleitung Medien

Januar 10, 2019 in Jesus Freaks Deutschland von bettina

Bettina und Jaana, ehemalige Leiterinnen des Medienbereichs von JFDDie Bereichsleitung Medien ist ab sofort vakant.
Bisher haben Bettina und Jaana den Bereich zusammen geleitet.

„Aus strukturellen und persönlichen Gründen habe ich mich entschieden, die Verantwortung für den Medienbereich abzugeben und die damit verbundenen Aktivitäten einzustellen.
Ich habe 2004 angefangen „was mit Medien“ bei den Jesus Freaks zu machen. Dabei habe ich viele Menschen kennen und schätzen gelernt. Vielen Dank an alle Wegbegleiter*innen!
Nichtsdestotrotz bin und bleibe ich Jesus Freak und als solche aktiv mit der Bewegung verbunden.“
Bettina

„Seit Mai 2016 habe ich gemeinsam mit Bettina den Medienbereich geleitet. Da ich die Aufgaben und Verantwortung der Bereichsleitung aus Kapazitätsgründen alleine nicht übernehmen kann und will, gebe auch ich dieses Amt ab. In Zukunft werde ich mich ausschließlich der Chefredaktion der Korrekten Bande widmen.“
Jaana

Bald werden wir ein Stellenprofil sowie einen Überblick über den Medienbereich veröffentlichen. Wer sich vorstellen kann, zukünftig im Medienbereich aktiv zu werden, wende sich an: medien@jesusfreaks.de

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Suche Frieden und jage ihm nach

Januar 6, 2019 in Sunday Sermon von Jaana

Bild: Yücel Türkoğlu

Bild: Yücel Türkoğlu

„Suche Frieden und jage ihm nach.“

Dieser Vers aus dem aus dem 34. Psalm begleitet uns 2019 als Jahreslosung. Die Jahreslosung wird von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) für jedes Jahr drei Jahre im Voraus ausgewählt. Für viele Christen gilt sie als Leitvers für das Jahr. Ein Anlass auch für uns, hier einmal näher hinzuschauen!

Tobias Faix hat sich dazu einige Gedanken gemacht. Sein Blogpost trägt den bezeichnenden Titel: „Frieden stiften in einer Welt voller Konflikte. Über einen unmöglichen und unmissverständlichen Auftrag Gottes.“

Dabei beginnt er mit dem „Schalom Gottes“, dem ganzheitlichen Frieden im Alten Testament. Es folgt der Blick auf Jesus, den angekündigten Friedefürst. Doch wie können nun wir selbst diesem Frieden nachjagen, wie es der Vers beschreibt? Wie gelingt das inmitten der Mächte und Gewalten dieser Welt? Als Grundlage des Friedens sieht Tobias hier die Ausrichtung auf Gott. Gebet ist für ihn ein Akt spirituellen Widerstands, weshalb er uns u.a. zum Freitagsgebet für Syrien eingelädt. Zuletzt widmet er sich der Frage, inwieweit Gemeinde in unserer Gesellschaft friedensstiftend wirken kann.

Direktlink: http://tobiasfaix.de/2018/12/frieden-stiften-in-einer-welt-voller-konflikte-ueber-einen-unmoeglichen-und-unmissverstaendlichen-auftrag-gottes-meine-gedanken-zur-jahreslosung-2019-suche-frieden-und-jage-ihm-nach/

Bild: (c) by YÜCEL TÜRKOĞLU MEME

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Jahresthema 2019: Living hope*

Januar 1, 2019 in Jesus Freaks Deutschland von bettina

Ohne Jesus keine Jesus Freaks! Denn wir Jesus Freaks sind Menschen, die Jesus folgen. Deshalb beschäftigten wir uns 2018 mit dem Thema „Nachfolge“. Wir stellten fest, dass es ganz unterschiedliche Formen annehmen kann, Jesus im Alltag nachzufolgen, und dass es das eigene Leben manchmal umkrempelt. 2019 fragen wir uns, wie wir unseren Glauben weitergeben und mit anderen teilen können.

Glauben leben

Living hope* Glauben leben. Hoffnung wecken.Wir sind fasziniert und inspiriert von Jesus. Wir erleben in Jesus, wie Gott uns Menschen nahe kommt und sich ganz auf uns und unsere Welt einlässt. Jesus wendet sich gerade denen zu, die es scheinbar nicht geschafft haben, weil sie aufgrund von Armut, Krankheit oder Benachteiligung an den Rand gedrängt und sozial ausgegrenzt werden. Mit Jesus beginnt für sie ein neues Leben. Ein Leben in dem Bewusstsein, mit Gott in Verbindung zu stehen und zu Gottes Familie zu gehören – wie auch wir heute.

Hoffnung wecken

Unser Glaube gibt uns Kraft, unser Leben zu gestalten. Wir empfinden eine heilige Unzufriedenheit angesichts des Zustands, in dem sich unsere Welt befindet. Weil wir wissen, dass wir von Gott geliebt und angenommen sind, können wir uns mutig für Gerechtigkeit, Liebe und Versöhnung einsetzen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen:

Eine betet sehr viel, der zweite unterstützt Geflüchtete, die dritte pflanzt Bäume, der vierte kocht für Obdachlose, die fünfte erzählt ihrer Familie, wie die Begegnung mit Jesus ihr Leben verändert, der sechste engagiert sich politisch für soziale Gerechtigkeit, die siebte hilft dem Nachbarskind bei den Hausaufgaben, der achte legt einen Veggie-Tag pro Woche ein, die neunte spendet Geld an eine Hilfsorganisation.

Als Jesus Freaks wollen wir anderen Menschen dadurch etwas von der Hoffnung weitergeben, die wir selbst erleben. Wir wünschen uns, dass unsere Nächsten erleben, dass sie gesehen werden und von Gott genauso geliebt sind. Mit Offenheit und spielerischer Freude möchten wir 2019 Wege finden, Gottes Liebe und Hoffnung mit anderen zu teilen – in Worten und Taten.

Living Hope

Unsere Hoffnung gründet auf Jesus, der den Tod überwunden hat, auf Gott, der die Schöpfung vollenden will, und dem Heiligen Geist, der uns anregt und befähigt.

Diese lebendige Hoffnung führt zu einem Lebensstil, bei dem wir uns über unsere Akten- und Windelberge, über Um- und Widerstände erheben und sensibel werden für Gottes Wirken in unserer Welt. Wir selbst sind Teil davon, wie Gott diese Welt verändert. Auf diese Weise leben wir Hoffnung und inspirieren andere dazu, die Quelle dieser Hoffnung zu suchen.

Gerd (Bewegungsleitungsteam), Bettina und Jaana (Medien), Dörthe (Willo-Team)

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Ein erfüllender Lohn

Dezember 31, 2018 in Impuls von bettina

Zwei Jungen veranstalten eine Kissenschlacht. Silvester feiern im Kinderheim ist ein besonderes Erlebnis.Vor 10 Jahren hätte ich wie die meisten, mit denen man sich über Pflege unterhält, geantwortet: „Ich habe ein Riesen-Respekt vor der Arbeit, aber ich könnte das nicht!“ Natürlich auch, weil man an den Feiertagen arbeiten muss, bei denen man sonst bei der Familie ist.

Über die ehrenamtliche Arbeit in einem Kinderheim für schwerst- und mehrfachbehinderte Kinder, wo ich nach und nach in die Pflege eingebunden wurde, kam ich dem Wunsch näher mein Geld in diesem Gebiet zu verdienen.

Ich verbrachte in dem Kinderheim ein wahnsinnig erfüllendes Silvester. Man muss sich nur vorstellen, dass hinter dem Ortsschild unserer Stadt für die Kinder die große weite Welt beginnt und so machte es einen Riesenspaß den Kids Bräuche wie Bleigießen zu erklären und den gesamten Wohnbereich zu verwüsten. Da ich „Nachtbereitschaft“ hatte, hatte ich viel Zeit allen Kindern ein unvergessliches Silvester zu bereiten. Eine verpasste Silvesterparty bei Freunden war dann bald kein Thema mehr.

Nach reiflicher Überlegung kam ich in die Altenpflege. Hier sind Personalmangel und körperliche Arbeit eine Begleiterscheinung, die an den Feiertagen nicht ausbleibt. Dennoch ist es so, dass über Weihnachten einige fittere Bewohner zu ihren Familien nach Hause gehen. So bleibt für das Personal etwas mehr Zeit, sich mit den Bewohnern zu unterhalten, die gerade an den Feiertagen ein höheres Redebedürfnis haben.

Sie erzählen alte Geschichten von Weihnachten vor Jahrzehnten und sind oft betroffen, wenn der Sohn oder die Tochter den Besuch zu Weihnachten absagt. Über die Feiertage herrscht eine ganz besondere Stimmung: Es ist deutlich ruhiger und selbst demente Bewohner spüren, dass es etwas besinnlicher zugeht und nehmen diese Stimmung auf.

Ein prägendes Erlebnis hatte ich in meiner Ausbildungszeit. Eine bettlägrige Dame, die aus einer Pfarrersfamilie stammte und deren Cousin ein Leipziger Pfarrer war, der in Leipzig zu den Montagsdemo während der Wendezeit aktiv war, hatte in einem lichten Moment mitbekommen, dass gerade im Haus der Weihnachtsgottesdienst stattgefunden hatte.

Sie war schwerst dement, aber sobald man einen Vers oder Psalm anstimmte, kam der Rest strophenweise aus ihr leise, aber textsicher raus gesprudelt. Ein echtes Phänomen, dass wir Pfleger erleben durften. Da sie am Weihnachtsgottesdienst nicht teilnehmen konnte, war sie merkbar traurig.

So passte ich den Pfarrer auf dem Gang ab. Er schaute kurz auf seine Taschenuhr und nahm sich eine Viertelstunde Zeit für die Dame. Danach suchte er mich noch kurz auf, um sich bei mir zu bedanken. Ich konnte nur vermuten, was in diesen 15 Minuten passiert war, aber zum Abendbrot bedankte sich die Dame auch bei mir und lächelte, wie sie es nur selten tat.

Abschließend ist zu sagen, dass ich Familie habe, aber keine eigenen Kinder. Deshalb ist es an den Feiertagen für mich nicht schwer so wie dieses Jahr sechs Tage am Stück über Weihnachten zu arbeiten. Es gibt diese unglaublich erfüllenden Momente und Geschichten, die man nur zu Weihnachten in einer Pflegeeinrichtung erleben kann.

Dies klingt alles nicht spektakulär, aber wenn die Menschen, die einen manchmal zur Verzweiflung bringen, etwas zurückgeben, ist das der erfüllendste Lohn für soviel Stress im Alltag.

Mattes

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Rückblick auf ein Jahr „Sunday Sermons“

Dezember 30, 2018 in Sunday Sermon von bettina

Inspiration durch Sunday SermonsNun sage mal einer, gute Vorsätze sind zum Scheitern verurteilt. Anfang 2018 habe ich mir vorgenommen jeden Sonntag einen Impuls auf jesusfreaks.de zu veröffentlichen. Dank der großartigen Unterstützung von Matze, Bloggerinnen, Predigern und anderen konntest du Sonntag für Sonntag eine „Sunday Sermon“ lesen oder hören. Vielen Dank für Eure Beiträge, Fundstücke, Tipps und Verwendungserlaubnisse!

2019 wollen wir die „Sunday Sermons“ weiterführen. Dazu freuen wir uns über Unterstützung beim Schreiben, Posten, Suchen und Teilen. Thematisch wollen wir uns am Jahresthema (mehr dazu am 01.01.2019) und am Kirchenjahr orientieren. Wir sind interessiert an neuen Zugängen oder historischen Erklärungen zu Feiertagen und biblischen Geschichten, aber natürlich auch an inspirierenden Impulsen.

Melde dich bei Bettina [medien@jesusfreaks.de]

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Weihnachten intensiver erleben

Dezember 26, 2018 in Impuls von bettina

Ein Krankenwagen fährt durch eine nächtliche, menschenleere Straße. Weihnachten arbeiten nur sehr wenige Menschen.Als Krankenschwester auf einer Station im Krankenhaus bin ich es gewohnt an Feiertagen zu arbeiten. Das ist ja nicht nur Weihnachten so, sondern kann einen an jedem Feiertag treffen. Da meine Mutter auch Krankenschwester ist, habe ich es schon als Kind erlebt, dass die Familie an den Feiertagen nicht immer komplett beisammen ist.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, das man sich gerade bei den Dezemberfeiertagen oft aussuchen kann, ob man lieber die Weihnachtstage oder Silvester/Neujahr arbeiten möchte; niemand wird gezwungen an Weihnachten zu arbeiten.

Manche Jahre habe ich Weihnachten bewusst Nachtdienst gemacht, weil ich dann gar nicht viel davon mitbekommen habe, sondern es quasi verpennt habe. Nachts war ich arbeiten und tagsüber habe ich geschlafen. Ich habe aber unabhängig vom Dienstplan schon jedes Jahr versucht einmal an den Feiertagen in die Kirche zu gehen, habe mir was Leckeres zu essen gegönnt, die Weihnachtsgeschichte gelesen und Weihnachtslieder gehört.

Oft habe ich mich mit Freunden getroffen, bin noch mit den Kollegen unterwegs gewesen oder meine Eltern sind einen Weihnachtsfeiertag zu mir gekommen. Man arbeitet ja nicht die ganzen Feiertage durch, sondern hat trotzdem Zeit für sich und muss es sich halt alles für sich passend arrangieren, meistens ist mir das gut gelungen.

Teilweise bin ich zwischen den Jahren zu meinen Eltern und Brüdern gefahren und wir haben da einfach „nachgefeiert“. Als Erwachsene besteht man ja nicht unbedingt zwingend auf Geschenken oder darauf, die pünktlichst am 24.12 auspacken zu dürfen.

Da die Arbeit auf der Station meist ruhiger ist als sonst, versuche ich mir mehr Zeit für die Patienten zu nehmen, die über die Feiertage keinen Besuch erhalten, so dass diese sich nicht ganz so alleine fühlen. Es sind mehr, als ich es mir vorgestellt habe, und es macht mich immer traurig.

Mit den Kollegen zelebrieren wir Weihnachten immer ein bisschen: Jeder bringt was zu essen mit für ein kleines Büfett. Deko ist auch immer irgendwie vorhanden. Wir machen alle zusammen Pause und feiern ein bisschen. An Weihnachten schaut die Klinikleitung auf Station vorbei und es gibt ein kleines Geschenk von der Geschäftsführung für alle, die an Weihnachten arbeiten. Die Klinikseelsorger*innen sind die letzten zwei Jahre auch auf allen Stationen vorbeigekommen und haben frohe Weihnachten gewünscht und den Mitarbeiter*innen einen kleinen Weihnachtsimpuls überreicht, z.B. ein Weihnachtsgedicht und einen Strohstern.

Ich finde es also nicht so schlimm an Weihnachten zu arbeiten. Manchmal denke ich mir, ob ich mich mit meiner begrenzten Zeit an Weihnachten nicht teilweise intensiver damit beschäftige als so mancher, der an Heiligabend um neun abends vollgefuttert und angetüdelt zum 10.000 Mal Sissi im Fernsehen glotzt.

Meike aus München

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Freiheit schenken

Dezember 24, 2018 in Allgemein von bettina

Aktion "Du bist #frei" von IJM vor dem Brandenburger Tor in Berlin.Heute, am Heiligabend, wird der Überfluss, den wir haben sichtbar. Denn selbst wenn wir uns nichts schenken (und uns auch dran halten), haben wir allein durch die Gnade der Geburt in einem westeuropäischen Lang ziemlich viel: Wir werden versorgt, können uns kleiden, bilden und tätig sein. Wir verfügen über legale Mittel und Wege unsere Stimme zu erheben, wenn uns jemand einschränkt, beleidigt, bedroht oder verhaftet. Diese Möglichkeit wird vielen Menschen auf der Welt verwehrt.

International Justice Mission e.V. (IJM) setzt sich für die Rechte armer Menschen ein, die von Gewalt betroffen sind. Diese internationale, christlich geprägte Menschenrechtsorganisation hat die Vision: „Tausende retten. Millionen schützen. Recht für Arme durchsetzen. Wir helfen bedingungslos.“ Dabei gehen sie besonders gegen Menschenhandel und moderne Sklaverei vor. Mit Anwälten und lokalen Partnern sorgt der Verein weltweit dafür, dass Menschen, die keine Stimme haben, eine bekommen.

Schenke anderen die Freiheit, indem du IJM mit einer Spende unterstützt.

Bankverbindung
IJM Deutschland e. V.
IBAN: DE69 1009 0000 2555 1110 05
BIC: BEVODEBB (Volksbank Berlin)

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Nicht stornierbare Auszeit

Dezember 23, 2018 in Sunday Sermon von bettina

Du möchtest dem Vorweihnachtsstress entkommen? Tine hat es dieses Jahr geschafft. Lies ihren etwas holprigen Weg dahin.

Ein Sessel steht mitten im Chaos.Inzwischen bin ich mir sicher, dass es eine dumme Idee war. Und zwar alles!

Ich quetsche mich in meinem kleinen Zimmer zwischen Minitrampolin und Wohnzimmertisch hindurch auf meinen Sessel. Mein Sessel. Neben der Küche die einzige Oase in unserer Wohnung, wo nicht das Chaos herrscht. (Ratet mal wer dieses Jahr nichts gebacken hat.) So hatte ich mir den Advent nicht vorgestellt.

Dieses Weihnachten sollte alles wunderschön sein und neu. Wunderbar dekoriert. Eine Wohnung voller Behaglichkeit und Wärme. Natürlich war es meinem Mann und mir klar gewesen, dass eine Renovierung im November einiges an zusätzlichen Kraftaufwand kosten würde – und das hatte es auch.

Aber nun ist längst Advent und die Wohnung ist bedeckt von Baustaub, der überhaupt nicht romantisch wirkt, schon gar nicht im unbarmherzigen Licht von Baustrahlern. Dabei wollten wir doch nur im Wohnzimmer ein klein wenig umräumen. Aber wenn wir schon dabei sind, könnte man ja auch das Schlafzimmer anders gestalten und endlich auch ein Arbeitszimmer einrichten … so nahm es seinen Lauf. Jetzt sind wir gerade dabei eine Wand aus Gipsplatten hochzuziehen. Es ist furchtbar.

Nur die Sitzfläche meines Sessels ist noch übrig, Insel der Glückseligkeit, auf der ich gerade hocke wie ein Affe auf dem Schleifstein. Aber dank meiner Aromalampe auf der Fensterbank riecht es in meinem vollgestopften Zimmer wenigstens nach Orange und Zimt. Besinnlichkeit … vielleicht wenn man die Augen zumacht und mit ein bisschen Fantasie …? … nein, nicht mal dann.

Und nun auch noch die Woche Ostseeurlaub. Ich könnte mich in den Hintern beißen, würde ich denn ran kommen. Mitte September war die Überlegung so logisch wie die Idee der längst überfälligen Renovierung: Bis Mitte Dezember durchpowern und dann eine gemeinsame Auszeit, bevor die Festtagsgottesdienste und die Familienbesuche (einmal Autobahn-Ping-Pong quer durch Deutschland) über einen hereinbrechen.

Die letzten Jahre ging mir kurz vor Weihnachten regelmäßig die Luft aus. Übermüdet und geschwächt zog ich mir eine Grippe zu, die sich teilweise bis Februar festsetzte und der nur mit härteren Medikamenten beizukommen war. Der Gatte kränkelte solidarisch mit, bzw. (wenn man mich fragt), schleppte die Keime teils schon länger mit sich herum, bevor sie dann bei mir ausbrachen.

Diesmal wollten wir klug sein. Motto: wenn man sich freie Zeit nicht einplant, passiert sie auch nicht. Also buchten wir kurzerhand ein Hotel für Mitte Dezember. Eine Woche nur mein Mann und ich, stürmische Strandspaziergänge, Bücher und Gespräche bei Kerzenschein. Eine Woche vor Weihnachten würden wird dann entspannt, immunsystemaktiv und gut gelaunt wieder zu Hause aufschlagen, um endlich einmal nicht überarbeitet und mit 39 Grad Fieber den Weihnachtgottesdienst besuchen. Soweit zur Theorie.

Doch jetzt sieht die Wohnung aus wie nach einem Bombeneinschlag. Eine Erkältung hat mich die letzten drei Tage mit Fieber flach liegen lassen (Gatte scheint diesmal unschuldig) und wenn ich daran denke, dass ich mich morgen ins Auto quetschen und eine Woche ans Meer fahren soll, könnte ich heulen – und nicht vor Glück. Dummerweise ist der Urlaub nicht kostenfrei stornierbar. Ich frage mich, ob ich sowas eigentlich mit Absicht mache.

Mein Blick schweift über die Möbel, die in meinem Zimmerchen stehen und doch gar nicht hier her gehören. Ich schließe die Augen, atme den Duft von Orange und Zimt und versuche mich weihnachtlich zu entspannen … nein, klappt wirklich nicht.

Endlich durchatmen in einer verschneiten Landschaft.Das Meer klingt wild. Zumindest für die sonst eher zahme Ostsee. Es ist frisch und kalt und so dunkel, dass man die weißen Schaumkronen nur erahnen kann. Der Wind zerrt an meinem Anorak. Nach der langen Autofahrt dröhnt mein Kopf, aber die mit Salz und Sauerstoff angereicherte Luft tut gut. Ich wollte nicht her kommen. Doch nun merke ich, wie der Stress aus mir herausfließt. Ich atme, stemme mich gegen den Wind und setze einen Fuß vor den anderen.

Die Häuser hier sind schön geschmückt. Weihnachtlich. Nicht so wie meine Baustelle zu Hause. Am Ende der Woche wird der Weihnachtsmarkt eröffnen und Touristen anlocken, aber bis dahin dürfte es hier angenehm ruhig sein. Die Atmosphäre in den Lokalen ist fast familiär.

Jetzt kann ich nichts mehr tun. Ich bin einfach hier. Das Internet ist zu wackelig um viel damit anzufangen. Ich kann eure Kommentare lesen und freischalten aber damit endet es auch schon. Also akzeptiere ich die Passivität. Freue mich an euren Zeilen, freue mich an dem Adventskalender einer Freundin, der jeden Tag ein Bild und einen kleinen Satz beinhaltet. Freue mich an der Zeit, die ich plötzlich habe. An den Büchern, an den Gesprächen mit meinem Mann. An dem Adventsbibelleseplan, der mir zufällig vor die Füße geflattert ist.

Mein Leben ist so unperfekt wie dieser Advent. Aber gerade stört es mich nicht. Gerade greife ich nach dem was ich habe und muss erstaunt feststellen, wie viel das ist. Ich genieße diese Woche. Genieße es, dass ich atmen kann, meinen Gedanken nachhängen und mich dem leisen Suchen nach Gott im Advent zuwenden darf.

Der Text erschien zuerst auf Tines Blog: http://www.nurheute.net

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Frische Schrummelmukke

Dezember 22, 2018 in Musik von bettina

Heute gibt es als musikalische Perle nochmal etwas Härteres auf die Ohren. Zum Music Camp gab es eine gelungene Fusion von Menschen, die zuvor noch nie miteinander Musik gemacht haben. Und heraus kam eine richtig geile Gesamt-Komposition.

Direktlink: https://soundcloud.com/jfmusiccamp/jfmc-leben

Wie aus Textteilen ein Song wird

 

Mir hat es in den Fingan gekribbelt, als ich den geilen Schrummelmukke-Raum bei Arno gesehen hab. Da musste ich ran, und es hat einfach soo viel Spaß gemacht, einen frischen Text von Tobi zu vertonen. Ich liebe Kyuss und stoner Zeug und dachte, so muss Worship doch ma wieder. So hab ich halt 4 verschiedene Riffs aneinander gebabbt und bin schnell im Schloß rumgerannt, wer bass und drums reinscheppern kann. Und Hans hatte Bock ne Lead Guitte draufzuschrubbeln. Das ganze ohne Probe, einmal kurz zusammen durchgezogen und schon wars aufgenommen. Live kommt es lustig. Ich glaube hätten wir den Song im Studio A richtig aufgenommen, dann wäre der Sound zwar Mega fett, aber der Spirit und die Dynamic, die die ganze Woche dort so genial war, hätte nicht so lustig eingefangen werden können.
Danke Arno für alles!!

Frede

Zur Entstehung des Textes, den Tobi W mitgebracht hat, schreibt dieser folgendes:

 

Ich sitze im Zug. „War das alles?“, frage ich mich. Ich hör Musik. Mir kommen die Gedanken: „Es ist keine Lüge! Ich glaube alles! Ich will deine Wunder sehen! Glaube alles, was du sagst!“

Ich denke an das Freakstock, wie Gott wirkt und etwas begehrt in mir auf. Ein tiefer Schrei in mir, der weiß, dass es mehr gibt von Gott – für mich und für die Jesus Freaks. Die Zweifel sollen mich nicht bestimmen, mein kleines Leben, mit den vielen Verletzungen und Kränkungen, den unerfüllten Träumen und Hoffnungen, den großen Verlusten und Sehnsüchten. Ich will auf Gottes Plan gucken, weil er mir Kraft gibt! Ich will Gottes Worte für mich rausschreien, aber ich sitze im Zug. Also schreibe ich sie auf.

Der ganze Text zu den Textteilen im Zug ist auf dem Musikercamp entstanden, als ich auf der Terrasse, mit einem Kaffee, Zeit mit Gott verbracht habe.

Gott wird dich-mich-die Jesus Freaks- zum Ziel bringen! Er ist ein guter Gott und hat das letzte Wort in unserem Leben, auch über den Tod hinaus! Er will uns überschütten mit seiner Liebe, seiner Freude und seinem Leben! In dieser Gewissheit können wir auch schwierige Zeiten überstehen, denn Er hat bereits alles getan!

Ich wünsche mir, dass du durch dieses Lied gesegnet wirst!

Tobi W

Leben

Stürme mögen kommen! Welten vergehen!
Hinauf auf die Mauer! Die Zukunft schon seh’n!
Bin bei dir an der Hand! Voller Zuversicht im Leid!
Die Stürme vergeh’n! Deine Liebe bleibt!

Ich leb‘ ganz mit Dir! In Deiner Freude und Freiheit!
Unendlich weit! Du hast alles getan!

Meine Unsicherheit fängst du auf in Deiner Hand!
Deine Worte geben Halt! Weisen in die Ewigkeit!
Deine Wunder werd‘ ich seh’n! Glaube alles, was Du sagst!
Du stürmst mein Universum! Spritzt Farbe in den Tod!

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Regionen-Konvent: Versammlung aller Regio-Leute

Dezember 21, 2018 in Region von bettina

Regio-Vertreter*innen tauschen sich ausAm 16.2.2019 treffen sich die Regionen, das heißt Regioleiter*innen bzw. Vernetzungspersonen und Vertreter*innen der Regionen, in Kassel. Wir wollen uns einen Tag lang über die Regioarbeit austauschen, an für diesen Arbeitsbereich relevanten Themen arbeiten und grundsätzlichen Fragen zur Zusammenarbeit und Ausrichtung von regionaler Arbeit nachgehen.

Jede Region soll bitte ermöglichen, dass sie bei diesem Treffen durch mindestens eine Person vertreten ist, da es um wichtige und grundsätzliche Fragen geht, die uns alle betreffen. Danke, dass ihr das schafft!

Wir freuen uns auf eine inspirierende und produktive Zeit mit euch!

Sylvi, Ferry, Gerd und Iwona

Nähere Infos erhaltet ihr bei sylvi@sachsen.jesusfreaks.de