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Die Korrekte Bande sagt Danke und verlost ein Abo

Dezember 17, 2018 in Korrekte Bande von Jaana

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Die aktuelle Ausgabe „Lebensstark“ ist jetzt verfügbar.

2018 war ein starkes Jahr für die Korrekte Bande. In diesem Video sagen wir „Danke“ und werfen einen Blick zurück auf fünf tolle Ausgaben. Als Chefredakteurin bin ich beschenkt mit vielen großartigen Menschen, die sich immer wieder mit ihren Ideen, Gedanken und ihrer Kreativität einbringen.

In diesem Adventskalender haben wir ein kleines Gewinnspiel für euch: Wir verschenken ein Einzelabo für 2019. Beantworte einfach unsere Schätzfrage, die ich im Video stelle.

Schick deine Antwort bis zum Heilig Abend (24.12.) an bande@jesusfreaks.de
Jaana für die Korrekte Bande

PS: Du kannst dir dein Abo ab 13 Euro im Jahr auch hier sichern: https://bande.jesusfreaks.de/bestellformular

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Embrace (you keep me safe)

Dezember 15, 2018 in Musik von bettina

Dieses Lied entstand innerhalb weniger Stunden auf dem Music Camp nach einem Jam mit Fabian, der eine herumstehende Klarinette gegriffen hatte (sowas spielt er sonst nicht) und Matthias, der seine Posaune dabei hatte. Tobse hat sich schließlich mit den backing vocals beteiligt und so als heimlicher Jack Johnson der Freaks geoutet. Was der schnell in einer Mittagspause aus dem Kopf geplätscherte Text für mich bedeutet, hat sich mir selber auch erst später erschlossen.

Hier schon mal das Lied und darunter meine Gedanken zum Text.

Sylvi

 Kein Jammern auf hohem Niveau

Mich beeindrucken Menschen sehr, die selbst in größter Bedrängnis, umgeben von widrigsten Bedingungen, konfrontiert mit Krankheit, Tod, Freiheitsentzug, Unrecht und Leid, in Gott ruhen und daraus eine tiefe Stärke mitbringen.
Es gibt diese Personen, die es schaffen, im Einsatz für andere auch im Angesicht schlimmster Umstände besonnen zu sein und nicht anfangen, sich um sich selbst zu drehen oder darum, wie schlimm und aussichtslos ja sowieso alles ist, sondern die am Glauben und am Einsatz für das Gute festhalten. Ja sogar sich selbst durch solch eine Haltung opfern können, die mich sprachlos und staunend macht.

Gleichzeitig ist es doch so, dass da, wo Menschen rein von den äußeren Umständen her eigentlich alles haben – finanzielle Sicherheit, Unversehrtheit, Gesundheit, Zugang zu allen möglichen Ressourcen und sogar Überfluss – sich oftmals Egozentrismus und ein ständiges Drehen um die eigenen Befindlichkeiten breit machen, die das spirituelle Leben nahezu abtöten können.

Wie passt das zusammen? Was ist los mit dem Salz dieser Erde? Was ist mit dem, der gekommen ist, die Gefangenen zu befreien? Findet er in der westlichen Welt vielleicht sogar unter seinen Nachfolgern häufig eher Leute vor, die in sich und ihrer eigenen Verkrümmtheit selber gefangen bleiben, anstatt andere in dieselbe Freiheit führen zu können, die sie für sich selbst schon (oder endlich) ergriffen haben? Muss man vielleicht wirklich in Krisengebiete gehen, um aus diesen Kreisläufen herauszufinden, die einen in diesem System sonst immer wieder einholen müssen?

Für mich ist das Lied eine Erinnerung an mich und Hommage an alle, die nicht nur da, wo es ihnen gut geht, nicht auf hohem Niveau jammern, sondern die es sogar bewerkstelligen, da wo es ihnen schlecht geht, in Gott zu ruhen und ihm Großes zuzutrauen. Die es schaffen weiterzumachen. Vielleicht neu, anders, wenn es sein muss. Aber tief im Inneren mit einem freudigen Herzen, weil sie wissen, dass das Loslassenmüssen keinen tödlichen Stachel mehr haben kann, wenn die Hand des Lebendigen uns auffängt und auf neuen, heiligen Boden stellt.

Wie lässt man seine Befindlichkeiten hinter sich?

Doch wie kommt man dahin? Wenn man nun mal bereits an sich selber scheitert … Ich glaube, es ist wichtig, immer wieder aus unseren Verkrümmtheiten aktiv auszusteigen, uns von Gott wirklich ganz ausfüllen zu lassen, seine Zusagen in unser Leben regnen zu lassen und zuzulassen, dass er uns wirklich frei und neu macht. Das kann weh tun und unangenehm sein – aber wenn wir durch dieses Tal durchgekommen sind, können wir ganz neu die Freiheit ergreifen, die uns von uns selbst befreit und auch für andere ansteckend und heilsam ist (siehe Galater 5).

Eigene Grenzen und den eigenen Platz zu kennen und Prinzipien zu haben, ist wertvoll, aber wir sollten das nicht verwechseln damit, vor unseren blinden Flecken, Befindlichkeiten, Ängsten und seelischen Verkrümmungen einzuknicken und diese schön zu reden als ein „Ist schon ok“. Es mag von außen ähnlich aussehen, aber das eine führt in die Freiheit und das andere in noch mehr Selbstbezogenheit und in das Abkapseln von einer Welt, die anders tickt als wir und mehr von uns verlangt, als so zu bleiben „wie wir nunmal eben sind“.

Bist du wirklich frei?

Hörst du Gottes Herzschlag dafür, dass wir uns neu überwinden, unser Leben denen zu widmen, die das wahre Leben wirklich dringend brauchen? Dazu müssen wir es immer wieder erstmal auch uns selbst schenken lassen, es selber wirklich kennen und ergriffen haben, das wahre Leben. Leben wir schon darin? Bist du wirklich frei?

Komm, lassen wir Jesus uns frei machen von uns selbst, unseren Bedrückungen und inneren Gefängnissen, damit wir frei sind, für andere unser Leben einzusetzen. Uns wird nichts mangeln, er wird uns alles geben. Und es ist ein Leben, das uns keiner mehr nehmen kann, wenn wir es erst wirklich leben!

Ich möchte mich anspornen lassen, meine eigene Auferstehungsfreiheit in Christus wirklich zu leben, indem ich mich immer weniger von meinen unbefreiten Befindlichkeiten einschränken lasse. Viel mehr möchte ich mich durch sie hindurch in die Freiheit zurückleben. Wir können viel mehr von dem, was uns aufhält, mit Gottes kettensprengender Herrlichkeit durchfluten lassen, als wir uns rein menschlich gesehen zutrauen. Es ist uns möglich – durch den, der uns innerlich aufrichtet und stärkt! (siehe Philipper 4,11b-13 ) Und es ist wichtig – für das, was es zu tun gibt in dieser Welt.

Das Leben von Menschen, die das tun, nimmt die abenteuerlichsten, kraftzehrendsten, manchmal irritierendsten, aber auch wunderschön-kuriosesten Wege, die man sich vorstellen kann. Das ist es, was die Welt braucht und wozu Jesus uns berufen hat.

Lässt du dich herausfordern?

Wie dankbar macht mich das gerade. Und wie herausfordernd ist es auch,  aber wie wertlos alles andere gegen so etwas Kraftvoll-schönes.

Und so spreche ich meinem Herzen zu, dass es gelassen alles umarmen möge, was kommt, wenn ich mich wieder einmal neu in dieses Abenteuer aufmache, auch und gerade die schrecklichen, dunklen und unzumutbaren Stellen will ich ansehen und beleuchten lassen. Denn dort kann Gottes Licht am hellsten leuchten, dort wird es gebraucht, dort möchte ich es hintragen. Weil ich erlebe, wie gut es sich anfühlt, wieder mit diesem Licht erfüllt zu sein.

Im Wissen darum, dass ich erlebt habe, wie er mich freigemacht hat, mich sieht und erhält, kann ich losgehen und von mir selbst wegsehen, hin zu dem was kommt.

Lässt du dich auch herausfordern? Zu einer Auferstehungsfreiheit, die konkret wird, weil sie erlebte Gnade in die dunkle Lunge dieser Welt hineinatmet? Wie kann Gottes Licht strahlen, wenn wir das tun, welches Leben können Menschen ergreifen, welche Farben werden wir sehen, mitten in den Trümmern, mitten in der Tristesse?

Sylvi

Embrace (you keep me safe)

And on the long and winding road you keep me safe
no fear that starts a fight can win against your love
where ressurrection rules freedom starts to spread
your light makes every single color beautiful

with you there’s no need for lasting sorrow or grief
you get me through and every breath is filled with grace

you help my heart embrace whatever comes my way

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Unabhängig von anderen

Dezember 13, 2018 in Jesus Freaks Deutschland von bettina

spende_melissa-walker-hornHeute gibt es einen Impuls in eigener Sache. Denn: Ohne Moos, nix los! Auch wir als Jesus Freaks sind darauf angewiesen, genügend Geld für alles, was wir tun, zur Verfügung zu haben. Das ist einfach so. Und es ist immer wieder wunderbar, dass das bei uns funktioniert. Immerhin haben wir Freaks es bislang geschafft, unabhängig von staatlichen Förderungen usw. zu bleiben. Wir machen unser eigenes Ding und finanzieren uns zum allergrößten Teil selbst. Danke an jede*n, der*die dazu beigetragen hat!

Jesus Freaks Deutschland als gemeinnütziger Verein hat im Jahr ein allgemeines Budget von ca. 35.000 Euro. Das ist nicht viel, wenn wir alles bezahlen, was man als Verein tun muss. Dazu gehören langweilige, aber wichtige Dinge wie Buchhaltung, Mieten und Versicherungen, aber auch super Sachen, die ebenfalls wichtig sind:

Denn was wären die Jesus Freaks ohne Freakstock und Willo? Wie könnten wir die Kommunikation unter uns und mit anderen gestalten, ohne Menschen, die sich verbindlich darum kümmern? Wir bezahlen zum Beispiel mich im Büro für Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und Unterstützung des Leitungsteams und Jaana für die Redaktionsleitung der Korrekten Bande. Hinzu kommen die großen und kleinen Dinge, die es braucht, wie Webspace, Broschüren, Drucker usw.

Das machen wir, damit wir alle gemeinsam als Jesus Freaks unterwegs sein können und auch unsere Veranstaltungen wie Freakstock oder Willo stattfinden können. Wir wollen uns weiterhin unabhängig für unsere Vision und Werte einsetzen. Dafür brauchen wir deine Unterstützung.

Spenden bitte an: Jesus Freaks Deutschland e.V.
IBAN DE63 5206 0410 0003 5025 11
BIC GENODEF1EK1
Evangelische Bank

Gib deine Adresse an, dann erhältst du eine Spendenbescheinigung fürs Finanzamt.

Louise Schellenberg

PS: Jesus Freaks Deutschland ist übrigens bei Amazon Smile. Starte deine Online-Weihnachtseinkäufe dafür auf https://smile.amazon.de und wähle Jesus Freaks Deutschland e.V. als begünstigte Organisation aus.

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Arme weit

Dezember 8, 2018 in Musik von louise

IMG_8160Heute haben wir im Freaks-Adventskalender wieder ein Schmankerl aus dem Music Camp. Der Song stammt von Daniel, der auch den folgenden Text verfasst hat. Vielen Dank dafür!

„Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten. Der HERR ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen.“ (Psalm 27,1)

„HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz!“ (Psalm 18,2)

Das besondere an Taufversen ist, dass man sie eigentlich immer mal wieder im Kopf hat. Zumindest mir geht es so – ging es so an diesem Abend, zwei Tage vor dem Music Camp auf Schloss Röhrsdorf. Ich hatte diese Verse im Kopf und wollte daraus ein Lied machen. Wie kann man beschreiben, was und wer Gott für mich ist? Die beiden Psalmen bringen es für mich sehr anschaulich auf den Punkt. „Der Herr ist mein Licht und mein Heil“ „Der Herr ist meines Lebens Kraft“ „Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter“. Als sehr plastisch und allumfassend empfinde ich diese dem Herrn zugeschriebenen Attribute, die für mich elementar geworden sind.

Und die Konsequenzen, die der Psalmschreiber für sein Leben daraus zieht folgen auf dem Fuße: „vor wem sollte ich mich fürchten?“ „vor wem sollte mir grauen?“ Ich stelle mir das immer mit einem etwas rhetorischen Unterton vor – klar ist: wenn Gott mein Licht, mein Heil, meine Burg, mein Fels und meines Lebens Kraft ist, dann gibt es absolut nichts und niemanden, vor dem ich mich fürchten muss. Wenn ich mir diese Verse mehrmals vorsage, dann kehrt ein Gefühl von Frieden ein in mir. Weil diese Verse auf den Punkt bringen, wer Gott ist und welche Konsequenz das für mein Leben hat, haben kann, vielleicht haben sollte. Es lässt die alltäglichen Ängste, Sorgen, Nöte, Beklemmungen in einem anderen Licht erscheinen, erweitert die Perspektive. Wie wenn man mit einer Drohne schnell abhebt, geht der Blick weg vom alltäglichen Detail hin zum großen, ganzen Leben. Und das macht frei – frei, den Blick von seinem eigenen schnellen, vollen, manchmal erdrückend anstrengenden Leben zu nehmen und auf Gott zu schauen und darauf, wer Gott ist – klingt fromm, hat aber enorm positive Auswirkung auf mein Leben (für den Moment).

Deshalb ein Lied über Gott als Licht, als Fels, als Erretter über die Freiheit, die mir dadurch geschenkt wird und seinen Frieden, den ich suche, herbeisehne und den ich nur in Gott finden kann – im Glauben, dass ich von ihm geliebt bin. Immer, überall, grenzenlos. Viel Spaß beim Hören von „Arme weit“.

Daniel, Jesus Freaks Schaumburg-Lippe & Music Camp

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Vom Fedd, vom Dittschn und vom Heilischen Geisd

Dezember 5, 2018 in Impuls, Jesus Freaks Deutschland von louise

Christstollen

Heute, am 5. Dezember, gibt es eine köstliche Geschichte zur Weihnachtszeit von Björn (JF Halle und Projekt B):

Mit meiner Einheiratung in eine echte sächsische Familie begann eine sehr liebenswerte adventliche Tradition auch in meinem Leben Fuß zu fassen, die ich nicht mehr missen möchte.

Seit ich meine Frau kenne, fahre ich fast jedes Jahr, wenn es die Umstände zulassen, an dem Wochenende des Toten- oder Ewigkeitssonntags in ein kleines sächsisches Städtchen, um im Kreise meiner Schwiegerfamilie beim Stollenbacken zu helfen.

Das Stollenbacken nach einem uralten Rezept ist eine fest verankerte Tradition in der Familie meiner Frau. Und ich liebe diesen Brauch so, weil es immer in einem möglichst großen Rahmen zelebriert wird und unheimlich schöne Gefühle von Behaglichkeit, Gemütlichkeit und Familie in mir weckt. Wer an dem Samstag kommen kann, ist anwesend, denn Stollen backen ist sowohl anstrengend – wir reden hier von ca. 15 – 20 Kilogramm Stollenteig, die in einer großen Waschwanne zubereitet und v.a. von Hand geknetet werden müssen, und das um 05:00 Uhr morgens (ohne Frühstück) – als auch sehr gesellig und von viel Plausch begleitet. Nach dem Kneten wird der Teig dann früh morgens zum Bäcker gebracht, die die Stollen dann ausbacken. (Insgeheim besteht ein Wettbewerb, welcher Familie, der beste Stollenteig gelungen ist.) Meist wird an diesen Samstagen nach dem gemeinsamen Frühstück Plätzchen gebacken oder Wurst gemacht und nicht zuletzt endet der Tag bei Bier, Wein und Schnaps im Wohnzimmer.

Ich war nie der große Stollenesser (ich kannte nur gekaufte westdeutsche Marzipanstollen), aber seit dem liebe ich Stollen in der Adventszeit, wahrscheinlich auch weil ich weiß, welche Liebe und Mühe drin steckt. In jedem Jahr aufs Neue bin der festen Überzeugung, dass das der beste Christstollen ist, den man nicht kaufen kann.

Bis auf ein Mal und von dem möchte ich erzählen:

Wie bereits erwähnt ist das Rezept uralt und ist seit Großmutters Zeiten auf einem braunen, befleckten Zettel, in alter Handschrift festgehalten. Diese Reliquie wird jedes Jahr von der Großmeisterin (meiner Schwiegermutter) hervorgeholt und der Ritus beginnt nach festem Ablauf. Nur in einem Jahr, niemand weiß warum, kam meine liebe Schwiegermutter auf die Idee, die Menge an Fett zu reduzieren. Ob es einem spontanen Impuls folgend geschah, in einem Anflug von Diätwahn oder weil sie allen etwas Gutes tun wollte, oder weil sie in ihrer Erinnerung mit dem (tadellosen) Teig des letzten Jahres nicht zufrieden war – man weiß es nicht (sie übrigens auch nicht), vielleicht werden wir es dereinst erfahren, wenn wir bei Gott sind und er uns alle Geheimnisse enthüllt…

Ein Christollen ist keine Diätspeise, noch nie gewesen, eher das Gegenteil. Dafür kann aber der Stollen nichts! Ein Christstollen besteht nun mal im Großen und Ganzen vor allem aus Mehl, ganz viel Zucker und ganz viel Fett, plus Rosinen und so weiter. Ein Christstollen wurde wohl deshalb so gemacht, weil man sich und anderen in Zeiten des Mangels etwas Gutes tun wollte (übrigens, die mit Puderzucker bestäubte Form des Christstollens soll das Jesus-Kind darstellen). In unseren Zeiten des Überflusses an Kalorien und des Mangels an Bewegung sollte man vielleicht die Gesamtmenge an konsumiertem Christstollen auf ein hüft- und bauchfreundliches Maß reduzieren – bewusst genießen – aber um Gottes Willen, niemals sollte man an der Grundkonstruktion eines Christstollens herumschrauben!!! Wie dem auch sei, meine Schwiegermutter machte sich so der Häresie schuldig, wenn auch aus gutem Willen.

Die Folge war ein Stollen, den man auch mit ganz viel Dittschn (Dittschn bezeichnet im Sächsischen das Eintauchen, meist von Stollen, in jedwede Flüssigkeit – warum blieb mir bis zu diesem Jahr unklar…) nur mit ganz viel Mühe oder gar nicht runter bekam. Letzten Endes haben wir ihn schweren Herzens dem Kreislauf aus Werden und Vergehen in der heimischen Biomülltonne übergeben. Ich könnte mir vorstellen, er existiert nach wie vor in mumifizierter Form und wird dereinst von Archäologen ausgegraben, so trocken war er.

Nach erfolgter familiärer Revolution mit mehr gelebter Demokratie und neu eingesetzten Kontrollinstanzen über die Einhaltung der Rezeptur, konnte der Frieden und die Reinheit des Kultes übrigens wieder hergestellt werden.

Diese Geschichte verdeutlicht mir ein paar Dinge über meinen Glauben.

Unser Glaube, genauso wie Christstollen, existiert sowohl für uns, zur eigenen Auferbauung, als auch zum Teilen mit anderen, um unseren Nächsten „etwas Gutes zu tun“.

Der Christstollen verdeutlicht das in seiner Form, die dem Christkind in Windeln nachempfunden sein soll, als auch, dass er, wie bereits erwähnt, aus lauter kostbaren Köstlichkeiten besteht und vor allem in früheren Zeiten einen ganz anderen Wert besaß, als wir das heute nachvollziehen können.

Und damit steht er für mich für den Glauben an diesen Christus. Gott, der Mensch wurde, und in einem unscheinbaren Stall zur Welt kam, um sich selbst und sein Leben als Geschenk Gottes an uns Menschen hinzugeben, um uns die Gnade des ewigen Lebens in der Gemeinschaft mit ihm zu schenken. Der Christstollen versinnbildlicht die Botschaft von Weihnachten und verdeutlicht sowohl den Zweck des Glaubens (ein Stollen ist ja nicht nur etwas, das allein genossen wird, sondern immer auch geteilt werden soll), als auch dessen Wert und Kostbarkeit (er besteht aus lauter Dingen, die vor allem in früherer Zeit sehr kostbar waren und die auch noch zu DDR-Zeiten nicht immer in ausreichender Menge vorhanden waren) – schließlich sollte er auch helfen über einen entbehrungsreichen Winter zu kommen.

Manchmal kommt uns aber in den Sinn, wichtige Dinge wegzulassen, in dem Glauben, etwas Gutes zu tun oder aus Angst.

Genauso wie meine Schwiegermutter auf die Idee kam, das zu reduzieren, was einem Stollen Geschmeidigkeit und Geschmack gibt, als auch Feuchtigkeit bewahrt und ihn auch nach langer Lagerzeit leichter essbar macht, lassen wir – lasse ich – manchmal essentielle Dinge, die unseren Glauben ausmachen, außer Acht.

Allen voran die Liebe, die ja das Wesen Gottes ist und durch seinen Geist bewirkt wird, der in uns und durch uns leben will. Das Problem ist aber, wenn wir den Heiligen Geist außen vor lassen, wenn wir ihn in seinem Handeln reglementieren, wenn wir nicht in diese Liebe des Vaters, die Essenz unseres Glaubens, eintauchen, werden viele Dinge ungenießbar, trocken, tot.

Das merken wir zum Beispiel, wenn wir versuchen uns dem Glauben zu nähern indem wir die Bibel lesen oder beten. Wenn der Geschmacksträger, der Heilige Geist und die Liebe fehlt, die das Ganze aufschlüsselt, bleibt es bei einem toten Buch und bei hohlen Phrasen. Lassen wir aber zu, dass der Heilige Geist zu und durch uns spricht und uns in den göttlichen Liebesstrom hineinnimmt, wird es köstlich.

Genau so ist es auch, wenn wir Glauben wie Stollen teilen wollen. Geschieht das ohne Liebe, lassen wir den Heiligen Geist in seinem Wirken und in seiner unbändigen Kraft weg, lassen wir Teile des Ganzen weg, versuchen wir aus der Guten Botschaft ein Light-Produkt zu machen, wird es trocken und ungenießbar und auch ein Sachse wird nichts finden, worin man es Dittschn kann, so dass es essbar wird.

In diesem Jahr lagern stolze 10 Pfund Stollen, mit allem was dazu gehört, in meinem Keller – bereit von mir und meiner Familie genossen und mit Freunden, Kollegen und meinen Nächsten geteilt zu werden. Und bevor sie angeschnitten werden, werden sie zum Schluss noch mit flüssiger Butter bestrichen und dick mit Puderzucker bestäubt. Mein Weihnachtswunsch für mich und für Dich ist, dass es Dir mit deinem Glauben genauso gehen möge, egal ob Du ihn selbst genießen willst, oder ihn teilst, dass Du nichts weglässt, und er von Dir und deinen Nächsten in vollen Zügen genossen werden kann.

Björn aus Halle

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What would Jesus undo? Was würde Jesus abschaffen?

Dezember 3, 2018 in Jesus Freaks Deutschland von louise

WWJUDWas für eine spannende Frage! Hast Du Dich schon mal damit beschäftigt? Fallen Dir ganz spontan Antworten darauf ein? Jesus riss auf jeden Fall viele Barrieren ein, um eine persönliche Beziehung mit Menschen haben zu können.

Gerade in der Zeit vor Weihnachten lohnt es sich besonders darüber nachzudenken, was vielleicht überflüssig oder so gar nicht jesusmäßig in unserer Gesellschaft und unserem Leben ist. Immerhin geht es auch darum, wie eine jesusmäßige Vorbereitung auf seinen Geburtstag aussehen kann.

Das Buch „What would Jesus undo?“ von Michael Boggs liefert wertvolle Inspirationen zum Thema. Gemeinsam mit dem Kultshop verlosen wir ein Exemplar. Wer Interesse daran hat schreibt eine E-Mail an kontakt@kultshop.de und beantwortet folgende Frage: Wie lautete der alte Slogan des Kultshops?

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Die Geburt von Jesus wird angekündigt

Dezember 2, 2018 in Jesus Freaks Deutschland von louise

BibelCartoonVielleicht hast du in deinen Kindertagen in der Adventszeit ein Adventskalender-Hörbuch gehört oder hörst es jetzt mit deinen Kindern.
In meiner Familie hatten wir ein Adventskalender-Hörbuch, das von drei Kamelen und ihrer Reise zu dem neugeborenen König handelte. Es ist eine der schönsten Erinnerungen, die ich mit meiner Kindheit in der Adventszeit verbinde.
Heute haben wir etwas ähnliches im Freaks-Adventskalender: eine tolle Cartoonserie, die einzelne Kapitel der Weihnachtsgeschichte zeigt. Bereitgestellt werden sie von Simeon von den Jesus Freaks Dresden, jeweils an den Sonntagen im Advent. Heute erscheint die Folge Die Geburt von Jesus wird angekündigt.
Viel Freude damit!
Deine Nora
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Cool Krass

Dezember 1, 2018 in Musik von louise

AljoschaDen Auftakt zum Jesus Freaks-Adventskalender beschert uns eine besondere Aufnahme vom Music Camp. Ein herzliches Dankeschön an die Freaks vom Music Camp dafür! Doch wie ist das Lied eigentlich entstanden?:

Auf dem Music Camp der Jesus Freaks in Röhrsdorf trällert der 4 jährige Aljoscha einen Refrain vor sich hin, den es noch gar nicht gibt. Und schon entsteht mit mehreren Kindern die Idee zu einem Lied, mit Inhalten die uns eigentlich alle wichtig sind. Familie Abbing aus Münster, ein paar spielwütige Musiker Freunde und eine ganze Rasselbande haben es im Studio ordentlich krachen lassen. Hört rein, singt mit, habt Spaß und lasst euch beschenken.

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Freaks im Advent

November 29, 2018 in Jesus Freaks Deutschland von louise

advent_makeristÜbermorgen ist es soweit: der JFD-Adventskalender startet hier auf www.jesusfreaks.de und bei Facebook. Vom 1. bis zum 24. Dezember erwartet euch jeden Tag eine kleine Überraschung aus der Jesus Freaks-Welt. Also seid gespannt und schaut vorbei! Alle Beiträge von www.jesusfreaks.de könnt ihr übrigens auch als Feed abonnieren.

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Was gibt’s Neues vom #JFD-Treffen?

November 28, 2018 in Jesus Freaks Deutschland, JFD-Treffen von louise

GruppenbildD-Treffen11_2018Bei sonnigem Herbstwetter kamen am ersten Novemberwochenende knapp 30 Jesus Freaks in Kirchvers zum JFD-Treffen zusammen. Dabei ging es schwerpunktmäßig um die Regioarbeit, aber auch um das Jahresthema 2019, die Einsegnung neuer Mitglieder in den Erweiterten Leitungskreis und den Informationsaustausch zwischen den Bereichen, Gemeinden und Regionen.

Neben Erweitertem Leitungskreis (EL) und Bewegungsleitungsteam (BLT) waren weitere Menschen, welche in der Bewegung gut vernetzt sind und über Erfahrung verfügen, dazu gekommen, um die Arbeit von JFD zu bereichern und sich einzubringen. Außerdem kamen Leute aus Regionen, welche zwischenzeitlich schon länger nicht mehr auf dem D-Treffen vertreten waren. Alle neuen Gesichter haben uns sehr gefreut und wir wünschen uns, dass sich das in Zukunft so einbürgert. Ein gemeinsamer Austausch, wobei alle kurz aus ihrem Bereich bzw. Dienst berichteten, gab einen Überblick, welche Entwicklungen momentan wo stattfinden.

Bei diesem Treffen ging es neben den konkreten Inhalten auch darum, eine veränderte Arbeitsweise zu etablieren, welche darauf ausgerichtet ist, mehr zu größeren bewegungsrelevanten Themen (z.B. die Jesus Freaks als Mehrgenerationenbewegung) gemeinsam zu arbeiten, neue Ideen und Ansätze zu entwickeln. Strukturelle Fragen sollen zukünftig schwerpunktmäßig eher außerhalb der D-Treffens bearbeitet werden.

In einem Update von Gerd und Hans (BLT), in welchem sie über ihre Arbeitsweise und letzte Entwicklungen sprachen, wurde Iwona, die sich bisher als Prozessbegleitende Mitarbeiterin (PM) einbringt, als Anwärterin für das BLT vorgestellt. Anschließend wurden Dörthe (PM), Ruben (Freakstock), Iwona (PM) und Louise (PM/Büro) in den EL eingesegnet.

Die gemeinsame Bearbeitung des Regiothemas hat gezeigt, dass auf der Ebene der Regionen grundlegende strukturelle Fragen zu klären sind. Regioarbeit muss neu sortiert, beschrieben, ausgerüstet und in die neue Struktur eingebunden werden, um in Zukunft der Bewegung sinnvoll und flächendeckend dienen zu können. Dann können Aufgaben von regionalen Leitern, wie Visionsvermittlung, Sicherung von Informationsflüssen und Angebote bzw. regelmäßige Kontakte mit Einzelpersonen und Gruppen vor Ort, wieder besser wahrgenommen werden. Hierfür müssen Ressourcen, auch finanzieller Art, erschlossen und sichergestellt werden.

Es wurde deutlich, dass Bedarfe in den Regionen vorhanden sind, die dafür sprechen, den weiteren Einsatz von regional arbeitendem Personal zu fördern und Angebote für sie zu schaffen sind, um sich theologisch wie pädagogisch weiterbilden zu können. Als Schnittstelle zwischen Gemeinden/Einzelpersonen und BLT/EL sowie verschiedenen Netzwerken und Bereichen eignen sich regionale Personen oder Teams nach wie vor sehr gut.

Gleichzeitig wurde sichtbar, dass durch veränderte Gegebenheiten und unterschiedliche Faktoren die Regioarbeit samt ihren Schnittstellen gezielt gestaltet, gefördert und angepasst werden muss, um weiterhin bzw. wieder neu wirksam sein zu können. Erste Vorschläge hinsichtlich der besseren Vernetzung von Regionen und Arbeitsbereichen sowie Unterstützungsangebote für Regioteams, wurden gemeinsam erarbeitet. Für regionale Leiter*innen und Kontaktpersonen wird es regelmäßig Austausch untereinander und mit dem BLT geben. Mit den Impulsen und Ergebnissen vom D-Treffen wird es auf einem extra Treffen mit Regio-Verantwortlichen und BLT in naher Zukunft weiter gehen.

Der Gottesdienst, der am Sonntag rund um das neue Jahresthema 2019 stattfand, war angefüllt mit einer guten Lobpreiszeit und wertvollen Impulsen und Eindrücken dazu, welches Thema für die Bewegung im kommenden Jahr schwerpunktmäßig dran ist. Jana aus Bremen, Johanna aus Köln und Denise aus Stuttgart sprachen über Nachfolge um Alltag und erzählten sehr berührend davon, wie sie Gottes Handschrift in ihrem Leben sehen und sie ihren Glauben teilen. Die Impulse werden von einem Team in den kommenden Wochen zusammengefasst und ein Slogan für 2019 formuliert.

Sylvi (JF Sachsen), Dörthe (PM), Hans (BLT) und Louise (PM/Büro)