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Vom Fedd, vom Dittschn und vom Heilischen Geisd

Dezember 5, 2018 in Impuls, Jesus Freaks Deutschland von louise

Christstollen

Heute, am 5. Dezember, gibt es eine köstliche Geschichte zur Weihnachtszeit von Björn (JF Halle und Projekt B):

Mit meiner Einheiratung in eine echte sächsische Familie begann eine sehr liebenswerte adventliche Tradition auch in meinem Leben Fuß zu fassen, die ich nicht mehr missen möchte.

Seit ich meine Frau kenne, fahre ich fast jedes Jahr, wenn es die Umstände zulassen, an dem Wochenende des Toten- oder Ewigkeitssonntags in ein kleines sächsisches Städtchen, um im Kreise meiner Schwiegerfamilie beim Stollenbacken zu helfen.

Das Stollenbacken nach einem uralten Rezept ist eine fest verankerte Tradition in der Familie meiner Frau. Und ich liebe diesen Brauch so, weil es immer in einem möglichst großen Rahmen zelebriert wird und unheimlich schöne Gefühle von Behaglichkeit, Gemütlichkeit und Familie in mir weckt. Wer an dem Samstag kommen kann, ist anwesend, denn Stollen backen ist sowohl anstrengend – wir reden hier von ca. 15 – 20 Kilogramm Stollenteig, die in einer großen Waschwanne zubereitet und v.a. von Hand geknetet werden müssen, und das um 05:00 Uhr morgens (ohne Frühstück) – als auch sehr gesellig und von viel Plausch begleitet. Nach dem Kneten wird der Teig dann früh morgens zum Bäcker gebracht, die die Stollen dann ausbacken. (Insgeheim besteht ein Wettbewerb, welcher Familie, der beste Stollenteig gelungen ist.) Meist wird an diesen Samstagen nach dem gemeinsamen Frühstück Plätzchen gebacken oder Wurst gemacht und nicht zuletzt endet der Tag bei Bier, Wein und Schnaps im Wohnzimmer.

Ich war nie der große Stollenesser (ich kannte nur gekaufte westdeutsche Marzipanstollen), aber seit dem liebe ich Stollen in der Adventszeit, wahrscheinlich auch weil ich weiß, welche Liebe und Mühe drin steckt. In jedem Jahr aufs Neue bin der festen Überzeugung, dass das der beste Christstollen ist, den man nicht kaufen kann.

Bis auf ein Mal und von dem möchte ich erzählen:

Wie bereits erwähnt ist das Rezept uralt und ist seit Großmutters Zeiten auf einem braunen, befleckten Zettel, in alter Handschrift festgehalten. Diese Reliquie wird jedes Jahr von der Großmeisterin (meiner Schwiegermutter) hervorgeholt und der Ritus beginnt nach festem Ablauf. Nur in einem Jahr, niemand weiß warum, kam meine liebe Schwiegermutter auf die Idee, die Menge an Fett zu reduzieren. Ob es einem spontanen Impuls folgend geschah, in einem Anflug von Diätwahn oder weil sie allen etwas Gutes tun wollte, oder weil sie in ihrer Erinnerung mit dem (tadellosen) Teig des letzten Jahres nicht zufrieden war – man weiß es nicht (sie übrigens auch nicht), vielleicht werden wir es dereinst erfahren, wenn wir bei Gott sind und er uns alle Geheimnisse enthüllt…

Ein Christollen ist keine Diätspeise, noch nie gewesen, eher das Gegenteil. Dafür kann aber der Stollen nichts! Ein Christstollen besteht nun mal im Großen und Ganzen vor allem aus Mehl, ganz viel Zucker und ganz viel Fett, plus Rosinen und so weiter. Ein Christstollen wurde wohl deshalb so gemacht, weil man sich und anderen in Zeiten des Mangels etwas Gutes tun wollte (übrigens, die mit Puderzucker bestäubte Form des Christstollens soll das Jesus-Kind darstellen). In unseren Zeiten des Überflusses an Kalorien und des Mangels an Bewegung sollte man vielleicht die Gesamtmenge an konsumiertem Christstollen auf ein hüft- und bauchfreundliches Maß reduzieren – bewusst genießen – aber um Gottes Willen, niemals sollte man an der Grundkonstruktion eines Christstollens herumschrauben!!! Wie dem auch sei, meine Schwiegermutter machte sich so der Häresie schuldig, wenn auch aus gutem Willen.

Die Folge war ein Stollen, den man auch mit ganz viel Dittschn (Dittschn bezeichnet im Sächsischen das Eintauchen, meist von Stollen, in jedwede Flüssigkeit – warum blieb mir bis zu diesem Jahr unklar…) nur mit ganz viel Mühe oder gar nicht runter bekam. Letzten Endes haben wir ihn schweren Herzens dem Kreislauf aus Werden und Vergehen in der heimischen Biomülltonne übergeben. Ich könnte mir vorstellen, er existiert nach wie vor in mumifizierter Form und wird dereinst von Archäologen ausgegraben, so trocken war er.

Nach erfolgter familiärer Revolution mit mehr gelebter Demokratie und neu eingesetzten Kontrollinstanzen über die Einhaltung der Rezeptur, konnte der Frieden und die Reinheit des Kultes übrigens wieder hergestellt werden.

Diese Geschichte verdeutlicht mir ein paar Dinge über meinen Glauben.

Unser Glaube, genauso wie Christstollen, existiert sowohl für uns, zur eigenen Auferbauung, als auch zum Teilen mit anderen, um unseren Nächsten „etwas Gutes zu tun“.

Der Christstollen verdeutlicht das in seiner Form, die dem Christkind in Windeln nachempfunden sein soll, als auch, dass er, wie bereits erwähnt, aus lauter kostbaren Köstlichkeiten besteht und vor allem in früheren Zeiten einen ganz anderen Wert besaß, als wir das heute nachvollziehen können.

Und damit steht er für mich für den Glauben an diesen Christus. Gott, der Mensch wurde, und in einem unscheinbaren Stall zur Welt kam, um sich selbst und sein Leben als Geschenk Gottes an uns Menschen hinzugeben, um uns die Gnade des ewigen Lebens in der Gemeinschaft mit ihm zu schenken. Der Christstollen versinnbildlicht die Botschaft von Weihnachten und verdeutlicht sowohl den Zweck des Glaubens (ein Stollen ist ja nicht nur etwas, das allein genossen wird, sondern immer auch geteilt werden soll), als auch dessen Wert und Kostbarkeit (er besteht aus lauter Dingen, die vor allem in früherer Zeit sehr kostbar waren und die auch noch zu DDR-Zeiten nicht immer in ausreichender Menge vorhanden waren) – schließlich sollte er auch helfen über einen entbehrungsreichen Winter zu kommen.

Manchmal kommt uns aber in den Sinn, wichtige Dinge wegzulassen, in dem Glauben, etwas Gutes zu tun oder aus Angst.

Genauso wie meine Schwiegermutter auf die Idee kam, das zu reduzieren, was einem Stollen Geschmeidigkeit und Geschmack gibt, als auch Feuchtigkeit bewahrt und ihn auch nach langer Lagerzeit leichter essbar macht, lassen wir – lasse ich – manchmal essentielle Dinge, die unseren Glauben ausmachen, außer Acht.

Allen voran die Liebe, die ja das Wesen Gottes ist und durch seinen Geist bewirkt wird, der in uns und durch uns leben will. Das Problem ist aber, wenn wir den Heiligen Geist außen vor lassen, wenn wir ihn in seinem Handeln reglementieren, wenn wir nicht in diese Liebe des Vaters, die Essenz unseres Glaubens, eintauchen, werden viele Dinge ungenießbar, trocken, tot.

Das merken wir zum Beispiel, wenn wir versuchen uns dem Glauben zu nähern indem wir die Bibel lesen oder beten. Wenn der Geschmacksträger, der Heilige Geist und die Liebe fehlt, die das Ganze aufschlüsselt, bleibt es bei einem toten Buch und bei hohlen Phrasen. Lassen wir aber zu, dass der Heilige Geist zu und durch uns spricht und uns in den göttlichen Liebesstrom hineinnimmt, wird es köstlich.

Genau so ist es auch, wenn wir Glauben wie Stollen teilen wollen. Geschieht das ohne Liebe, lassen wir den Heiligen Geist in seinem Wirken und in seiner unbändigen Kraft weg, lassen wir Teile des Ganzen weg, versuchen wir aus der Guten Botschaft ein Light-Produkt zu machen, wird es trocken und ungenießbar und auch ein Sachse wird nichts finden, worin man es Dittschn kann, so dass es essbar wird.

In diesem Jahr lagern stolze 10 Pfund Stollen, mit allem was dazu gehört, in meinem Keller – bereit von mir und meiner Familie genossen und mit Freunden, Kollegen und meinen Nächsten geteilt zu werden. Und bevor sie angeschnitten werden, werden sie zum Schluss noch mit flüssiger Butter bestrichen und dick mit Puderzucker bestäubt. Mein Weihnachtswunsch für mich und für Dich ist, dass es Dir mit deinem Glauben genauso gehen möge, egal ob Du ihn selbst genießen willst, oder ihn teilst, dass Du nichts weglässt, und er von Dir und deinen Nächsten in vollen Zügen genossen werden kann.

Björn aus Halle

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What would Jesus undo? Was würde Jesus abschaffen?

Dezember 3, 2018 in Jesus Freaks Deutschland von louise

WWJUDWas für eine spannende Frage! Hast Du Dich schon mal damit beschäftigt? Fallen Dir ganz spontan Antworten darauf ein? Jesus riss auf jeden Fall viele Barrieren ein, um eine persönliche Beziehung mit Menschen haben zu können.

Gerade in der Zeit vor Weihnachten lohnt es sich besonders darüber nachzudenken, was vielleicht überflüssig oder so gar nicht jesusmäßig in unserer Gesellschaft und unserem Leben ist. Immerhin geht es auch darum, wie eine jesusmäßige Vorbereitung auf seinen Geburtstag aussehen kann.

Das Buch „What would Jesus undo?“ von Michael Boggs liefert wertvolle Inspirationen zum Thema. Gemeinsam mit dem Kultshop verlosen wir ein Exemplar. Wer Interesse daran hat schreibt eine E-Mail an kontakt@kultshop.de und beantwortet folgende Frage: Wie lautete der alte Slogan des Kultshops?

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Die Geburt von Jesus wird angekündigt

Dezember 2, 2018 in Jesus Freaks Deutschland von louise

BibelCartoonVielleicht hast du in deinen Kindertagen in der Adventszeit ein Adventskalender-Hörbuch gehört oder hörst es jetzt mit deinen Kindern.
In meiner Familie hatten wir ein Adventskalender-Hörbuch, das von drei Kamelen und ihrer Reise zu dem neugeborenen König handelte. Es ist eine der schönsten Erinnerungen, die ich mit meiner Kindheit in der Adventszeit verbinde.
Heute haben wir etwas ähnliches im Freaks-Adventskalender: eine tolle Cartoonserie, die einzelne Kapitel der Weihnachtsgeschichte zeigt. Bereitgestellt werden sie von Simeon von den Jesus Freaks Dresden, jeweils an den Sonntagen im Advent. Heute erscheint die Folge Die Geburt von Jesus wird angekündigt.
Viel Freude damit!
Deine Nora
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Freaks im Advent

November 29, 2018 in Jesus Freaks Deutschland von louise

advent_makeristÜbermorgen ist es soweit: der JFD-Adventskalender startet hier auf www.jesusfreaks.de und bei Facebook. Vom 1. bis zum 24. Dezember erwartet euch jeden Tag eine kleine Überraschung aus der Jesus Freaks-Welt. Also seid gespannt und schaut vorbei! Alle Beiträge von www.jesusfreaks.de könnt ihr übrigens auch als Feed abonnieren.

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Was gibt’s Neues vom #JFD-Treffen?

November 28, 2018 in Jesus Freaks Deutschland, JFD-Treffen von louise

GruppenbildD-Treffen11_2018Bei sonnigem Herbstwetter kamen am ersten Novemberwochenende knapp 30 Jesus Freaks in Kirchvers zum JFD-Treffen zusammen. Dabei ging es schwerpunktmäßig um die Regioarbeit, aber auch um das Jahresthema 2019, die Einsegnung neuer Mitglieder in den Erweiterten Leitungskreis und den Informationsaustausch zwischen den Bereichen, Gemeinden und Regionen.

Neben Erweitertem Leitungskreis (EL) und Bewegungsleitungsteam (BLT) waren weitere Menschen, welche in der Bewegung gut vernetzt sind und über Erfahrung verfügen, dazu gekommen, um die Arbeit von JFD zu bereichern und sich einzubringen. Außerdem kamen Leute aus Regionen, welche zwischenzeitlich schon länger nicht mehr auf dem D-Treffen vertreten waren. Alle neuen Gesichter haben uns sehr gefreut und wir wünschen uns, dass sich das in Zukunft so einbürgert. Ein gemeinsamer Austausch, wobei alle kurz aus ihrem Bereich bzw. Dienst berichteten, gab einen Überblick, welche Entwicklungen momentan wo stattfinden.

Bei diesem Treffen ging es neben den konkreten Inhalten auch darum, eine veränderte Arbeitsweise zu etablieren, welche darauf ausgerichtet ist, mehr zu größeren bewegungsrelevanten Themen (z.B. die Jesus Freaks als Mehrgenerationenbewegung) gemeinsam zu arbeiten, neue Ideen und Ansätze zu entwickeln. Strukturelle Fragen sollen zukünftig schwerpunktmäßig eher außerhalb der D-Treffens bearbeitet werden.

In einem Update von Gerd und Hans (BLT), in welchem sie über ihre Arbeitsweise und letzte Entwicklungen sprachen, wurde Iwona, die sich bisher als Prozessbegleitende Mitarbeiterin (PM) einbringt, als Anwärterin für das BLT vorgestellt. Anschließend wurden Dörthe (PM), Ruben (Freakstock), Iwona (PM) und Louise (PM/Büro) in den EL eingesegnet.

Die gemeinsame Bearbeitung des Regiothemas hat gezeigt, dass auf der Ebene der Regionen grundlegende strukturelle Fragen zu klären sind. Regioarbeit muss neu sortiert, beschrieben, ausgerüstet und in die neue Struktur eingebunden werden, um in Zukunft der Bewegung sinnvoll und flächendeckend dienen zu können. Dann können Aufgaben von regionalen Leitern, wie Visionsvermittlung, Sicherung von Informationsflüssen und Angebote bzw. regelmäßige Kontakte mit Einzelpersonen und Gruppen vor Ort, wieder besser wahrgenommen werden. Hierfür müssen Ressourcen, auch finanzieller Art, erschlossen und sichergestellt werden.

Es wurde deutlich, dass Bedarfe in den Regionen vorhanden sind, die dafür sprechen, den weiteren Einsatz von regional arbeitendem Personal zu fördern und Angebote für sie zu schaffen sind, um sich theologisch wie pädagogisch weiterbilden zu können. Als Schnittstelle zwischen Gemeinden/Einzelpersonen und BLT/EL sowie verschiedenen Netzwerken und Bereichen eignen sich regionale Personen oder Teams nach wie vor sehr gut.

Gleichzeitig wurde sichtbar, dass durch veränderte Gegebenheiten und unterschiedliche Faktoren die Regioarbeit samt ihren Schnittstellen gezielt gestaltet, gefördert und angepasst werden muss, um weiterhin bzw. wieder neu wirksam sein zu können. Erste Vorschläge hinsichtlich der besseren Vernetzung von Regionen und Arbeitsbereichen sowie Unterstützungsangebote für Regioteams, wurden gemeinsam erarbeitet. Für regionale Leiter*innen und Kontaktpersonen wird es regelmäßig Austausch untereinander und mit dem BLT geben. Mit den Impulsen und Ergebnissen vom D-Treffen wird es auf einem extra Treffen mit Regio-Verantwortlichen und BLT in naher Zukunft weiter gehen.

Der Gottesdienst, der am Sonntag rund um das neue Jahresthema 2019 stattfand, war angefüllt mit einer guten Lobpreiszeit und wertvollen Impulsen und Eindrücken dazu, welches Thema für die Bewegung im kommenden Jahr schwerpunktmäßig dran ist. Jana aus Bremen, Johanna aus Köln und Denise aus Stuttgart sprachen über Nachfolge um Alltag und erzählten sehr berührend davon, wie sie Gottes Handschrift in ihrem Leben sehen und sie ihren Glauben teilen. Die Impulse werden von einem Team in den kommenden Wochen zusammengefasst und ein Slogan für 2019 formuliert.

Sylvi (JF Sachsen), Dörthe (PM), Hans (BLT) und Louise (PM/Büro)

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Erstelle deine eigene Spendenaktion

November 23, 2018 in Jesus Freaks Deutschland von louise

SpendenaktionFacebook

Erstelle deine eigene Spendenaktion bei Facebook

Du findest die Jesus Freaks super und fändest es total schön, wenn es mehr davon gibt? Du kommst ins Schwärmen bei dem Gedanken an mehr Freaks-Projekte, mehr Freaks-Aktionen, mehr Freaks-Gruppen und du möchtest diese Entwicklung gerne fördern?

Dann hast du jetzt eine neue Möglichkeit dazu: Ab sofort kannst Du bei Facebook unkompliziert deine eigene Spendenaktion für die Jesus Freaks erstellen. Klicke auf unserer Facebook-Seite einfach auf „Spendenaktion erstellen“ und dir wird alles weitere erklärt. Um die Aktion mal auszuprobieren eignet sich das nahende Weihnachtsfest übrigens sehr gut ;).

 

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Beten in Zeiten abnehmenden Lichts

November 6, 2018 in Gebet, Jesus Freaks Deutschland von denise

Herbstwald

Foto: Pexels/pixabay.com

Weniger Tageslicht aufgrund der zunehmend kürzer werdenden Tage und ungemütliches, nasskaltes Wetter – der November rangiert in der Beliebtheitsskala unter den Monaten weit hinten. Nach dem Grünen, Blühen und Früchtetragen der letzten Monate bereitet sich die Natur nun langsam auf ihre Wintererholungspause vor.

Zur Ruhe kommen und die eigenen Akkus wieder aufladen (lassen). Das können wir uns von der Natur abschauen. Und diesen lebensnotwendigen und überlebenswichtigen Rhythmus, den Gott seiner Schöpfung gegeben hat, ein Stück weit auch für unser Leben in Anspruch nehmen.

So kannst du das heutige Dienstagsgebet (20 bis 21.30 Uhr) auch nutzen, um ganz bewusst zur Ruhe zu kommen, still zu werden vor Gott, einfach sein beim und mit dem himmlischen Papa. Wir wünschen dir & euch eine gesegnet Zeit,

denise für’s Gebetsnetzwerk & die Gebetskampagne

Weitere Infos zum Dienstagsgebet findest du hier.

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Freaks erhalten Förderung

November 5, 2018 in Educamp, Jesus Freaks Deutschland von louise

IMG_4320Wie cool ist das denn?! Bereits zum zweiten Mal erhalten wir als Jesus Freaks eine Förderung von der Stiftung Geistliches Leben. Ein riesen Dankeschön dafür, das ist wirklich eine feine Sache!

Diesmal unterstützt die Stiftung das Seminar mit Arne Skagen auf dem nächsten Educamp zum Thema Menschen mit Gott in Berührung bringen. Das Seminar wird offen für alle sein, die gerne dazu kommen möchten. Merkt euch also den Termin (15. bis 17. März 2019) schon mal vor.

Weitere Informationen zur Stiftung und ihrem Anliegen findet ihr unter: www.stiftung-geistliches-leben.de

 

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Ab geht die Post!

November 3, 2018 in Jesus Freaks Deutschland von louise

FamFreizeitBenDu hast Kinder, willst welche oder auch nicht…?!

Ist uns total egal, denn wir brauchen einfach nur dich!

Denn du hast total Bock ein tolles Kinderprogramm zu machen!

Du hast total Bock einfach nur mit Kindern abzuhängen und nicht nur mit Menschen in deinem Alter!

Du hast total Bock Familien mit Kindern zu unterstützen, damit die mal mit Menschen in ihrem Alter zusammen sein können!

Du hast einfach Zeit und Lust mal was neues auszuprobieren!

Du brauchst keine Vorkenntnisse oder musst das alles schon tausendmal gemacht haben, Spass an der Freude und ein bisschen Menschenverstand reichen aus. Wir suchen quasi händeringend tolle Mitarbeiter*innen (ja, dich!) für Educamp, Familienfreizeit, Willo und co. Du wärst dabei natürlich nicht alleine. Es gibt bereits Menschen, die gerne Angebote für Kinder gestalten, aber wir wollen das Team erweitern, damit es für alle entspannter wird.

Wenn das alles oder auch nur ein bisschen davon dich angesprochen hat, melde dich doch hurtig bei uns! Wir freuen uns dann wie Bolle, siehe Foto! Dich erwartet ein herzliches Team mit Leidenschaft für Jesus, Kinder und Familien.

Ilka vom Freaks-Familien-Netzwerk

Kontakt: familien@jesusfreaks.de

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Freak-Reformation

Oktober 31, 2018 in Impuls, Jesus Freaks Deutschland von bettina

reden_ELLENMEYER-7642Heute ist Reformationstag. Heute vor 501 Jahren schlug Martin Luther 95 Thesen an eine Kirchentür in Wittenberg. Er wollte damit Denk- und Handlungsweisen zur Diskussion zu stellen, die seiner Meinung nach nicht mit der Bibel vereinbar waren. Deswegen mag ich den Reformationstag:

Er dient mir als Anlass mich selbst und mein Glaubensleben zu hinterfragen. Heute möchte ich einen Schritt weitergehen und fragen, was läuft in der Jesus-Freaks-Bewegung? Gibt es Dinge, die wir ändern sollten? Sind unsere Gemeinde Orte, wo Menschen angenommen werden und Jesus kennenlernen können?

Ehe du weiter liest, möchte ich dir einen Artikel von Dörthe aus der aktuellen Korrekten Bande nahelegen. Grob zusammengefasst geht es darum, dass du das aus dem Text herauslesen sollst, was Gott dir sagen möchte und nicht das, was du dir sowieso schon immer sagst.

Die folgenden Thesen oder vielmehr Fragen beruhen auf eigener Wahrnehmung und Erzählungen von befreundeten (Ex-)Jesus Freaks. Es sind Aspekte, die mir wichtig geworden sind und über die ich gern mit dir reden würde. Vielleicht hast du noch ganz andere Dinge im Kopf, die dringend einer Diskussion bedürfen. Daher ermutige ich dich, weitere Thesen zu schreiben und Kommentare zu den vorgelegten zu schreiben.

1. Wir sind eine Gang, eine jesusmäßige Familie, in der verbindliche und liebevolle Beziehungen untereinander und zu Gott die größte Rolle spielen. (Charta) Warum schaffen wir es dann nicht diese Beziehungen gut zu pflegen? Warum verlassen Menschen unsere Gemeinden und unsere Bewegung, weil sie verletzt worden sind?

2. Was passiert mit Menschen, die sich nicht mehr der Jesus-Freaks-Bewegung zugehörig fühlen oder die nicht mehr in die Gemeinde, zum Willo o.ä. kommen? Sind sie heil in einer anderen Gemeinde angekommen oder hegen sie einen Groll gegen Gott und Menschen, ob der Verletzungen, die sie erlitten haben? Wer geht ihnen nach? Wer verbindet die Wunden?

3. Wir sind offen für alle Menschen. Alle dürfen so kommen, wie sie sind. Aber sobald es darum geht, dass eine Person predigen oder eine leitende Funktion ausüben möchte, werden Maßstäbe angelegt, an denen Menschen zerbrechen. Da wird in Frage gestellt, ob die Lebensweise, insbesondere sexuelle Präferenzen oder das unverheiretete Zusammenleben, mit dem Amt konform geht. Warum schaffen wir es nicht, auf die persönliche Eignung und Motivation zu schauen?

4. Als „Jesus Bewegung“ wollen wir wachsen … (Charta) Warum gelingt es uns aber oft nicht oder nur sehr schwer, dass neue Menschen in unseren Gemeinden Fuß fassen oder in das Beziehungsgeflecht der Bewegung aufgenommen werden?

5. Jesus Freaks bieten jeder und jedem, die Möglichkeit sich zu entfalten. Dennoch engagieren sich scheinbar nur ein Bruchteil in Gemeinden, Regionen und Bereichen. Die Lasten scheinen sehr ungleich verteilt zu sein. Warum brennen einige fast aus, während andere entspannt in der letzten Reihe sitzen?

6. Wir wollen dazu ermutigen, Neues auszuprobieren und Kreativität in allen Lebensbereichen zu leben. Dazu wollen wir Freiräume schaffen, Experimentierfelder bereitstellen und uns Zeit für Wachstum und Lernprozesse einräumen. (Charta) Warum klappt es dann so selten mit der Nachwuchsförderung? Wo entstehen neue Lobpreisbands? Wer entdeckt und fördert angehende Prediger*innen, Beter*innen, Organisator*innen usw.?

7. Unser Körper ist ein Tempel. Wir sollten ihn pflegen. Einige kämpfen mit Drogen- und Alkoholproblemen. Auf Freakstock stürzen regelmäßig Leute ab. Andere werden schief angeguckt, wenn sie kein Bier trinken. Wie sorgen wir für uns selbst? Wie weit reicht unsere Fürsorgepflicht für andere? Dürfen wir jemandem ein Bier verweigern? Können wir füreinander auf etwas verzichten?

8. Wir glauben, dass ein liebender Gott es radikal ablehnt, dass Menschen sich gegenseitig unterdrücken und zerstören, also permanent gegen sein Gebot der Liebe verstoßen. (Charta) Wie können wir Konflikte lösen? Wie gehen wir mit Krisen in Gemeinden um?

9. Wir wollen das Evangelium der vergebenden und versöhnenden Liebe Gottes ganz praktisch sichtbar werden lassen … (Charta) Wo erleben wir Versöhnung? Wer macht den ersten Schritt? Wer spricht mit Menschen, die im Streit gegangen sind?

10. Wir sind Gott dankbar für alles, was er getan hat und tun wird. Warum bringen sich viele Menschen über Jahre ein und fühlen sich nicht gewertschätzt? Wie zeigen wir einander unsere Dankbarkeit? Wie wollen wir Menschen ermutigen und wertschätzen, für das was sie sind und tun?

11. Wir wollen uns nicht mit halben Sachen zufrieden geben, sondern immer danach streben, das Beste für Gott und für die Anderen zu verwirklichen – solange, bis das Ziel, das Gott uns gesteckt hat, erreicht ist. (Charta) Wer bestimmt was das Beste ist? Wessen Ansprüchen müssen wir genügen? Was tun wir, um nicht daran zu zerbrechen? Warum kritisieren wir mehr als wir loben?

12. Wir haben tausend Ideen und wollen gute Projekte starten. Doch für die Umsetzung braucht es Ressourcen – Menschen, Zeit und Geld. Wer gibt seinen Zehnt an seine Gemeinde, an die Region, an Jesus Freaks Deutschland? Was ist mit denen, die nichts geben, obwohl sie ein regelmäßiges Einkommen haben?

Auf ein konstruktives Streitgespräch und gute Ideen, wie wir die Jesus-Freaks-Bewegung reformieren können.
Bettina

PS: Ich maße mir an diese Fragen zu schreiben, weil mir die Jesus Freaks wichtig sind und weil ich in der Bewegung zuhause bin. Und egal, was passiert, ob dieser Text ignoriert wird oder Menschen sich empören, mein Jesus-Freaks-Sein kann mir keiner absprechen. In diesem Sinne geht es mir besser als Luther: Ein Jesus Freak kann nicht exkommuniziert werden!