Kategorie: Jesus Freaks Deutschland

z.B. Vereinsangelegenheiten, Leitung, Mitteilungen an alle JF

Unterstützung für das Leitungsteam

Wir Jesus Freaks sind Menschen, die leidenschaftlich mit Gott unterwegs sind und uns dort einbringen, wo er uns hinstellt. Zum allergrößten Teil tun wir das ehrenamtlich.
Auch das Leitungsteam der Bewegung ist nicht angestellt, sondern investiert sich ehrenamtlich in die Bewegung.
Iwona aus Eberswalde, Gerd aus der Nähe von Celle und Hans aus Münster engagieren sich Monat für Monat viele Stunden für die Jesus Freaks und legen dafür unzählige Kilometer in Deutschland zurück.

Für ihren Aufwand und zur Deckung all der Unkosten, die ihnen durch ihren Dienst entstehen, wollen wir ihnen gerne eine Übungsleiterpauschale von monatlich 200 Euro auszahlen.
Um das Geld zusammen zu bekommen sind wir auf deine Unterstützung angewiesen. Für online Spenden haben wir bei Betterplace eine Projektseite erstellt, die hier zu finden ist. Wenn du die drei gerne in ihrem Dienst unterstützen möchtest, freuen wir uns über deine Spende!

Unterstütze das Leitungsteam der Jesus Freaks – www.betterplace.org/de/projects/69669

Kontakt: leitungsteam@jesusfreaks.de

Spendenbescheinigungen für 2018

Herzlichen Dank für Deine Unterstützung!

Die Spendenbescheinigungen für das letzte Jahr sind jetzt fast alle verschickt. Wenn Du noch keine E-Mail von spenden@jesusfreaks.de mit Deiner Bescheinigung bekommen hast, kann es zwei Gründe dafür geben.

1. Wir haben keine E-Mail oder Postadresse von Dir (oder sie ist irgendwo verschütt gegangen). Bitte melde Dich dann ganz schnell unter spenden@jesusfreaks.de!
2. Der Betrag den Du gespendet hast, liegt unter 200 Euro. Hier reicht für den Nachweis der Spende beim Finanzamt der Überweisungsbeleg deiner Bank (Kontoauszug). Unseren letzten Freistellungsbescheid findest Du hier oder hier. Wenn Du trotzdem zur Sicherheit eine Spendenbescheinigung haben möchtest, schreibe bitte an spenden@jesusfreaks.de.

Coaching für den Familienbereich der Jesus Freaks

Es gibt wieder Neuigkeiten vom Familienbereich der Jesus Freaks. Die Mädels und Jungs wollen das Angebot weiter entwickeln und lassen sich dafür coachen. Bei diesem Vorhaben freuen sie sich über Unterstützung. Sie schreiben dazu:

Seit 2015 widmen wir uns den Fragen, Bedürfnissen, Schätzen und Herausforderungen, welche die wachsende Zahl von Familien innerhalb unserer Bewegung mit sich bringt. Der Ruf nach Angeboten zu Elternthemen sowie altersangemessenen Angeboten für Kinder und Jugendliche ist auf allen großen und kleinen Freakstreffen zu hören.

Wir haben in den letzten Jahren schon einiges bewegt (Aufbau der JesusFreaks FamilienFreizeit, regionale und überregionale Workshopangebote, Präsenz und Mitgestaltung auf Willo und Freakstock). In unseren Köpfen sind noch viele weitere Ideen für Projekte, Veranstaltungen, Seminare und andere Abenteuer. Um das alles in geregelte Bahnen zu lenken, müssen wir die bisherigen Strukturen unseres Arbeitsbereichs überdenken und anpassen. Um dies anzugehen, treffen wir uns vom 22.-24. März 2019 zu einem CoachingWochenende.

Und nun kommt ihr ins Spiel liebe Jesus Freaks: Wir machen diese Arbeit total gern und stecken viel Zeit, Aufwand und tatsächlich auch Geld in den Bereich. Bitte unterstützt uns doch und helft uns dabei, dieses Wochenende zu finanzieren. Dabei geht es um ca. 2000€, die bisher ausschließlich von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Familienbereichs getragen werden müssen.

Wenn du nun denkst: Das klingt nach einem sinnvollen Plan, dann spende online über Betterplace dafür oder an folgendes Konto: Jesus Freaks Deutschland e.V.,  Betreff „Familien“ , IBAN DE05 200 505 50 1280 144 153 

Was ging beim Regionenkonvent?

Regiokonvent02_2019Am Samstag, den 16. Februar, haben sich das Bewegungsleitungsteam und die Regioleiter*innen bzw. Ansprechpersonen der Regionen in Kassel zu einem ersten Regionenkonvent getroffen. Dass die Regionen sich gemeinsam treffen und sich über aktuelle Entwicklungen in der Bewegung und in ihren Regionen austauschen, ist in der Form schon länger nicht passiert. Umso schöner war es, dass tatsächlich alle Regionen vertreten waren und sich gemeinsam sich auf weitere Regionenkonvente dieser Art freuen.
In einem ersten Teil haben sich die Regionen ausführlich auf den neuesten Stand gebracht. Es ging um die jeweiligen Situationen der Regioarbeit, der Gemeinden, aber auch Hauskreise bzw. Einzelpersonen in den Regionen. Dabei wurde nochmals sichtbar, wie unterschiedlich die Regionen aufgestellt sind. Während es in einigen Regionen eher größere stabile Gemeinden gibt, finden sich in anderen Regionen vor allem kleinere Grüppchen und Einzelpersonen. Dennoch wurde auch klar, dass trotz der Unterschiedlichkeiten, die Regioarbeit sich auch mit ähnlichen Fragen und Herausforderungen beschäftigt und es bereichernd ist, sich darüber auszutauschen. Die Regionen sind zudem vermehrt interessiert an den überregionalen Entwicklungen und wollen gerne mit JFD mehr in Austausch kommen.
In einem zweiten Teil wurden die Entwicklungen auf überregionaler Ebene beleuchtet. Das Bewegungsleitungsteam hat Schwerpunkte und visionäre Impulse seiner Arbeit erläutert und ist bezüglich der Umsetzung in der Bewegung auf die wichtige Rolle der Regiovertreter*innen eingegangen. Im Fokus stand das Jahresthema des letzten Jahres „Nachfolge“ und das diesen Jahres „Living hope – Glauben leben. Hoffnung wecken.“  Bei dem diesjährigen Thema geht es vor allem darum wie wir unseren Glauben mit anderen teilen können und das kann sehr unterschiedlich aussehen. Zusammen wurde dann überlegt, wie BLT und die Regionen gemeinsam an den Themen und Impulsen weiter arbeiten und sich dabei gegenseitig bereichern können.
Insgesamt war es ein sehr erfreuliches, gesegnetes und produktives Treffen mit spannenden Ansätzen und Ideen für die Zukunft. Es ist schön zu sehen, wie Gott wirkt und Bewegung in die überregionale Zusammenarbeit mit den Regionen bringt.
Iwona, Ferry, Sylvi und Gerd für den AK-Regionen

Offenes Angebot für alle Jesus Freaks

reden_ELLENMEYER-7642Vom 15. bis 17. März 2019 wird das 20. Educamp stattfinden. Zu diesem Jubiläum werden Mone und Corcken die Hauptverantwortung an Aiko abgeben. Vielen Dank an dieser Stelle für eure Gastfreundschaft und euer Engagement!

Als besonderes Angebot wird es ein Seminar mit Arne Skagen zum Thema »Menschen mit Gott in Berührung bringen« geben.

Dazu sagt Gerd vom Leitungsteam: »Wir wünschen uns, dass aus jeder Gemeinde, jeder Gruppe, mindestens eine Person daran teilnimmt. Arne greift unser überregionales Jahresthema für die Jesus Freaks Living hope – Glauben leben. Hoffnung wecken. auf und beleuchtet es aus einer bestimmten Perspektive. Es geht darum wie Menschen mit Gott im Alltag in Verbindung gebracht werden können. Welche Auswirkungen hat unsere persönliche Nachfolge im Alltag und wie kommen Menschen dadurch mit Gott in Berührung? Wir sehen es als Chance für die Bewegung an, sich mit neuen Impulsen auseinanderzusetzen und zu schauen wie das Thema für unsere eigenen Kontexte ausgestaltet werden könnte.«

Arne war schon in Freak-Gemeinden und Regionen zu Besuch. Hier kannst du dir seine Predigt aus der Herzstück-Gemeinde anhören (englisch mit deutscher Übersetzung). Wenn ihr euch ins Thema einlesen möchtet, empfehlen wir sein Buch »Endlich Montag: Alltags-Evangelisation für normale Menschen.« Unprecedented Press 2017.

Überlegt gerne, wer in eurer Gruppe, in eurer Region, das Thema Nachfolge auf dem Herzen hat und zum Educamp fahren sollte.

Weitere Infos demnächst hier und unter: educamp.jesusfreaks.de

Das Finanzielle soll euch nicht hindern zu kommen und teilzunehmen. Falls ihr das Geld für das Seminar nicht aufbringen könnt, schreibt an Gerd und Hans vom Leitungsteam (leitungsteam@jesusfreaks.de) und sie finden gemeinsam mit euch eine gute Lösung.

Bereichsleitung Medien

Bettina und Jaana, ehemalige Leiterinnen des Medienbereichs von JFDDie Bereichsleitung Medien ist ab sofort vakant.
Bisher haben Bettina und Jaana den Bereich zusammen geleitet.

„Aus strukturellen und persönlichen Gründen habe ich mich entschieden, die Verantwortung für den Medienbereich abzugeben und die damit verbundenen Aktivitäten einzustellen.
Ich habe 2004 angefangen „was mit Medien“ bei den Jesus Freaks zu machen. Dabei habe ich viele Menschen kennen und schätzen gelernt. Vielen Dank an alle Wegbegleiter*innen!
Nichtsdestotrotz bin und bleibe ich Jesus Freak und als solche aktiv mit der Bewegung verbunden.“
Bettina

„Seit Mai 2016 habe ich gemeinsam mit Bettina den Medienbereich geleitet. Da ich die Aufgaben und Verantwortung der Bereichsleitung aus Kapazitätsgründen alleine nicht übernehmen kann und will, gebe auch ich dieses Amt ab. In Zukunft werde ich mich ausschließlich der Chefredaktion der Korrekten Bande widmen.“
Jaana

Bald werden wir ein Stellenprofil sowie einen Überblick über den Medienbereich veröffentlichen. Wer sich vorstellen kann, zukünftig im Medienbereich aktiv zu werden, wende sich an: medien@jesusfreaks.de

Jahresthema 2019: Living hope*

Ohne Jesus keine Jesus Freaks! Denn wir Jesus Freaks sind Menschen, die Jesus folgen. Deshalb beschäftigten wir uns 2018 mit dem Thema „Nachfolge“. Wir stellten fest, dass es ganz unterschiedliche Formen annehmen kann, Jesus im Alltag nachzufolgen, und dass es das eigene Leben manchmal umkrempelt. 2019 fragen wir uns, wie wir unseren Glauben weitergeben und mit anderen teilen können.

Glauben leben

Living hope* Glauben leben. Hoffnung wecken.Wir sind fasziniert und inspiriert von Jesus. Wir erleben in Jesus, wie Gott uns Menschen nahe kommt und sich ganz auf uns und unsere Welt einlässt. Jesus wendet sich gerade denen zu, die es scheinbar nicht geschafft haben, weil sie aufgrund von Armut, Krankheit oder Benachteiligung an den Rand gedrängt und sozial ausgegrenzt werden. Mit Jesus beginnt für sie ein neues Leben. Ein Leben in dem Bewusstsein, mit Gott in Verbindung zu stehen und zu Gottes Familie zu gehören – wie auch wir heute.

Hoffnung wecken

Unser Glaube gibt uns Kraft, unser Leben zu gestalten. Wir empfinden eine heilige Unzufriedenheit angesichts des Zustands, in dem sich unsere Welt befindet. Weil wir wissen, dass wir von Gott geliebt und angenommen sind, können wir uns mutig für Gerechtigkeit, Liebe und Versöhnung einsetzen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen:

Eine betet sehr viel, der zweite unterstützt Geflüchtete, die dritte pflanzt Bäume, der vierte kocht für Obdachlose, die fünfte erzählt ihrer Familie, wie die Begegnung mit Jesus ihr Leben verändert, der sechste engagiert sich politisch für soziale Gerechtigkeit, die siebte hilft dem Nachbarskind bei den Hausaufgaben, der achte legt einen Veggie-Tag pro Woche ein, die neunte spendet Geld an eine Hilfsorganisation.

Als Jesus Freaks wollen wir anderen Menschen dadurch etwas von der Hoffnung weitergeben, die wir selbst erleben. Wir wünschen uns, dass unsere Nächsten erleben, dass sie gesehen werden und von Gott genauso geliebt sind. Mit Offenheit und spielerischer Freude möchten wir 2019 Wege finden, Gottes Liebe und Hoffnung mit anderen zu teilen – in Worten und Taten.

Living Hope

Unsere Hoffnung gründet auf Jesus, der den Tod überwunden hat, auf Gott, der die Schöpfung vollenden will, und dem Heiligen Geist, der uns anregt und befähigt.

Diese lebendige Hoffnung führt zu einem Lebensstil, bei dem wir uns über unsere Akten- und Windelberge, über Um- und Widerstände erheben und sensibel werden für Gottes Wirken in unserer Welt. Wir selbst sind Teil davon, wie Gott diese Welt verändert. Auf diese Weise leben wir Hoffnung und inspirieren andere dazu, die Quelle dieser Hoffnung zu suchen.

Gerd (Bewegungsleitungsteam), Bettina und Jaana (Medien), Dörthe (Willo-Team)

Alle Jahre wieder

Kalender, JFD-VeranstaltungenIn Adventskalendern darfst du jeden Tag ein Türchen öffnen. Mal findest du die übliche Schokolade, mal etwas ganz Besonderes. Genauso verbergen sich auf dem Jahreskalender Ereignisse, die du schon kennst, weil sie jedes Jahr stattfinden. Trotzdem wage ich zu behaupten, dass sie auch für routinierte Besucher*innen von Freak-Veranstaltungen, etwas Besonderes enthalten.

So wird es zum 20. Educamp-Jubiläum im Frühjahr ein freies Angebot für diejenigen geben, die sich für das Thema Evangelisation im Alltag interessieren. Willo, das Treffen für alle Jesus Freaks, startet neu durch und setzt inhaltliche Schwerpunkte, mit denen wir uns gemeinsam beschäftigen können. Und was auf Freakstock Besonderes passiert, weiß man sowieso erst, wenn man dort war.

Hier gibt es den Jahreskalender als PDF zum Herunterladen. Aktuelle Veranstaltungen und Treffen findest du jeweils auf jesusfreaks.de und im Google-Kalender.

Wenn du für deine Region, deinen Bereich, deinen Pool usw. etwas bekanntgeben möchtest, schreib an:
Louise (buero@jesusfreaks.de)

Direktlink zum Jahreskalender: https://jesusfreaks.de/wp-content/uploads/2018/12/JFD-Kalender_2019.pdf

Unabhängig von anderen

spende_melissa-walker-hornHeute gibt es einen Impuls in eigener Sache. Denn: Ohne Moos, nix los! Auch wir als Jesus Freaks sind darauf angewiesen, genügend Geld für alles, was wir tun, zur Verfügung zu haben. Das ist einfach so. Und es ist immer wieder wunderbar, dass das bei uns funktioniert. Immerhin haben wir Freaks es bislang geschafft, unabhängig von staatlichen Förderungen usw. zu bleiben. Wir machen unser eigenes Ding und finanzieren uns zum allergrößten Teil selbst. Danke an jede*n, der*die dazu beigetragen hat!

Jesus Freaks Deutschland als gemeinnütziger Verein hat im Jahr ein allgemeines Budget von ca. 35.000 Euro. Das ist nicht viel, wenn wir alles bezahlen, was man als Verein tun muss. Dazu gehören langweilige, aber wichtige Dinge wie Buchhaltung, Mieten und Versicherungen, aber auch super Sachen, die ebenfalls wichtig sind:

Denn was wären die Jesus Freaks ohne Freakstock und Willo? Wie könnten wir die Kommunikation unter uns und mit anderen gestalten, ohne Menschen, die sich verbindlich darum kümmern? Wir bezahlen zum Beispiel mich im Büro für Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und Unterstützung des Leitungsteams und Jaana für die Redaktionsleitung der Korrekten Bande. Hinzu kommen die großen und kleinen Dinge, die es braucht, wie Webspace, Broschüren, Drucker usw.

Das machen wir, damit wir alle gemeinsam als Jesus Freaks unterwegs sein können und auch unsere Veranstaltungen wie Freakstock oder Willo stattfinden können. Wir wollen uns weiterhin unabhängig für unsere Vision und Werte einsetzen. Dafür brauchen wir deine Unterstützung.

Spenden bitte an: Jesus Freaks Deutschland e.V.
IBAN DE63 5206 0410 0003 5025 11
BIC GENODEF1EK1
Evangelische Bank

Gib deine Adresse an, dann erhältst du eine Spendenbescheinigung fürs Finanzamt.

Louise Schellenberg

PS: Jesus Freaks Deutschland ist übrigens bei Amazon Smile. Starte deine Online-Weihnachtseinkäufe dafür auf https://smile.amazon.de und wähle Jesus Freaks Deutschland e.V. als begünstigte Organisation aus.

Vom Fedd, vom Dittschn und vom Heilischen Geisd

Christstollen

Heute, am 5. Dezember, gibt es eine köstliche Geschichte zur Weihnachtszeit von Björn (JF Halle und Projekt B):

Mit meiner Einheiratung in eine echte sächsische Familie begann eine sehr liebenswerte adventliche Tradition auch in meinem Leben Fuß zu fassen, die ich nicht mehr missen möchte.

Seit ich meine Frau kenne, fahre ich fast jedes Jahr, wenn es die Umstände zulassen, an dem Wochenende des Toten- oder Ewigkeitssonntags in ein kleines sächsisches Städtchen, um im Kreise meiner Schwiegerfamilie beim Stollenbacken zu helfen.

Das Stollenbacken nach einem uralten Rezept ist eine fest verankerte Tradition in der Familie meiner Frau. Und ich liebe diesen Brauch so, weil es immer in einem möglichst großen Rahmen zelebriert wird und unheimlich schöne Gefühle von Behaglichkeit, Gemütlichkeit und Familie in mir weckt. Wer an dem Samstag kommen kann, ist anwesend, denn Stollen backen ist sowohl anstrengend – wir reden hier von ca. 15 – 20 Kilogramm Stollenteig, die in einer großen Waschwanne zubereitet und v.a. von Hand geknetet werden müssen, und das um 05:00 Uhr morgens (ohne Frühstück) – als auch sehr gesellig und von viel Plausch begleitet. Nach dem Kneten wird der Teig dann früh morgens zum Bäcker gebracht, die die Stollen dann ausbacken. (Insgeheim besteht ein Wettbewerb, welcher Familie, der beste Stollenteig gelungen ist.) Meist wird an diesen Samstagen nach dem gemeinsamen Frühstück Plätzchen gebacken oder Wurst gemacht und nicht zuletzt endet der Tag bei Bier, Wein und Schnaps im Wohnzimmer.

Ich war nie der große Stollenesser (ich kannte nur gekaufte westdeutsche Marzipanstollen), aber seit dem liebe ich Stollen in der Adventszeit, wahrscheinlich auch weil ich weiß, welche Liebe und Mühe drin steckt. In jedem Jahr aufs Neue bin der festen Überzeugung, dass das der beste Christstollen ist, den man nicht kaufen kann.

Bis auf ein Mal und von dem möchte ich erzählen:

Wie bereits erwähnt ist das Rezept uralt und ist seit Großmutters Zeiten auf einem braunen, befleckten Zettel, in alter Handschrift festgehalten. Diese Reliquie wird jedes Jahr von der Großmeisterin (meiner Schwiegermutter) hervorgeholt und der Ritus beginnt nach festem Ablauf. Nur in einem Jahr, niemand weiß warum, kam meine liebe Schwiegermutter auf die Idee, die Menge an Fett zu reduzieren. Ob es einem spontanen Impuls folgend geschah, in einem Anflug von Diätwahn oder weil sie allen etwas Gutes tun wollte, oder weil sie in ihrer Erinnerung mit dem (tadellosen) Teig des letzten Jahres nicht zufrieden war – man weiß es nicht (sie übrigens auch nicht), vielleicht werden wir es dereinst erfahren, wenn wir bei Gott sind und er uns alle Geheimnisse enthüllt…

Ein Christollen ist keine Diätspeise, noch nie gewesen, eher das Gegenteil. Dafür kann aber der Stollen nichts! Ein Christstollen besteht nun mal im Großen und Ganzen vor allem aus Mehl, ganz viel Zucker und ganz viel Fett, plus Rosinen und so weiter. Ein Christstollen wurde wohl deshalb so gemacht, weil man sich und anderen in Zeiten des Mangels etwas Gutes tun wollte (übrigens, die mit Puderzucker bestäubte Form des Christstollens soll das Jesus-Kind darstellen). In unseren Zeiten des Überflusses an Kalorien und des Mangels an Bewegung sollte man vielleicht die Gesamtmenge an konsumiertem Christstollen auf ein hüft- und bauchfreundliches Maß reduzieren – bewusst genießen – aber um Gottes Willen, niemals sollte man an der Grundkonstruktion eines Christstollens herumschrauben!!! Wie dem auch sei, meine Schwiegermutter machte sich so der Häresie schuldig, wenn auch aus gutem Willen.

Die Folge war ein Stollen, den man auch mit ganz viel Dittschn (Dittschn bezeichnet im Sächsischen das Eintauchen, meist von Stollen, in jedwede Flüssigkeit – warum blieb mir bis zu diesem Jahr unklar…) nur mit ganz viel Mühe oder gar nicht runter bekam. Letzten Endes haben wir ihn schweren Herzens dem Kreislauf aus Werden und Vergehen in der heimischen Biomülltonne übergeben. Ich könnte mir vorstellen, er existiert nach wie vor in mumifizierter Form und wird dereinst von Archäologen ausgegraben, so trocken war er.

Nach erfolgter familiärer Revolution mit mehr gelebter Demokratie und neu eingesetzten Kontrollinstanzen über die Einhaltung der Rezeptur, konnte der Frieden und die Reinheit des Kultes übrigens wieder hergestellt werden.

Diese Geschichte verdeutlicht mir ein paar Dinge über meinen Glauben.

Unser Glaube, genauso wie Christstollen, existiert sowohl für uns, zur eigenen Auferbauung, als auch zum Teilen mit anderen, um unseren Nächsten „etwas Gutes zu tun“.

Der Christstollen verdeutlicht das in seiner Form, die dem Christkind in Windeln nachempfunden sein soll, als auch, dass er, wie bereits erwähnt, aus lauter kostbaren Köstlichkeiten besteht und vor allem in früheren Zeiten einen ganz anderen Wert besaß, als wir das heute nachvollziehen können.

Und damit steht er für mich für den Glauben an diesen Christus. Gott, der Mensch wurde, und in einem unscheinbaren Stall zur Welt kam, um sich selbst und sein Leben als Geschenk Gottes an uns Menschen hinzugeben, um uns die Gnade des ewigen Lebens in der Gemeinschaft mit ihm zu schenken. Der Christstollen versinnbildlicht die Botschaft von Weihnachten und verdeutlicht sowohl den Zweck des Glaubens (ein Stollen ist ja nicht nur etwas, das allein genossen wird, sondern immer auch geteilt werden soll), als auch dessen Wert und Kostbarkeit (er besteht aus lauter Dingen, die vor allem in früherer Zeit sehr kostbar waren und die auch noch zu DDR-Zeiten nicht immer in ausreichender Menge vorhanden waren) – schließlich sollte er auch helfen über einen entbehrungsreichen Winter zu kommen.

Manchmal kommt uns aber in den Sinn, wichtige Dinge wegzulassen, in dem Glauben, etwas Gutes zu tun oder aus Angst.

Genauso wie meine Schwiegermutter auf die Idee kam, das zu reduzieren, was einem Stollen Geschmeidigkeit und Geschmack gibt, als auch Feuchtigkeit bewahrt und ihn auch nach langer Lagerzeit leichter essbar macht, lassen wir – lasse ich – manchmal essentielle Dinge, die unseren Glauben ausmachen, außer Acht.

Allen voran die Liebe, die ja das Wesen Gottes ist und durch seinen Geist bewirkt wird, der in uns und durch uns leben will. Das Problem ist aber, wenn wir den Heiligen Geist außen vor lassen, wenn wir ihn in seinem Handeln reglementieren, wenn wir nicht in diese Liebe des Vaters, die Essenz unseres Glaubens, eintauchen, werden viele Dinge ungenießbar, trocken, tot.

Das merken wir zum Beispiel, wenn wir versuchen uns dem Glauben zu nähern indem wir die Bibel lesen oder beten. Wenn der Geschmacksträger, der Heilige Geist und die Liebe fehlt, die das Ganze aufschlüsselt, bleibt es bei einem toten Buch und bei hohlen Phrasen. Lassen wir aber zu, dass der Heilige Geist zu und durch uns spricht und uns in den göttlichen Liebesstrom hineinnimmt, wird es köstlich.

Genau so ist es auch, wenn wir Glauben wie Stollen teilen wollen. Geschieht das ohne Liebe, lassen wir den Heiligen Geist in seinem Wirken und in seiner unbändigen Kraft weg, lassen wir Teile des Ganzen weg, versuchen wir aus der Guten Botschaft ein Light-Produkt zu machen, wird es trocken und ungenießbar und auch ein Sachse wird nichts finden, worin man es Dittschn kann, so dass es essbar wird.

In diesem Jahr lagern stolze 10 Pfund Stollen, mit allem was dazu gehört, in meinem Keller – bereit von mir und meiner Familie genossen und mit Freunden, Kollegen und meinen Nächsten geteilt zu werden. Und bevor sie angeschnitten werden, werden sie zum Schluss noch mit flüssiger Butter bestrichen und dick mit Puderzucker bestäubt. Mein Weihnachtswunsch für mich und für Dich ist, dass es Dir mit deinem Glauben genauso gehen möge, egal ob Du ihn selbst genießen willst, oder ihn teilst, dass Du nichts weglässt, und er von Dir und deinen Nächsten in vollen Zügen genossen werden kann.

Björn aus Halle