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Suche Frieden und jage ihm nach

Januar 6, 2019 in Sunday Sermon von Jaana

Bild: Yücel Türkoğlu

Bild: Yücel Türkoğlu

„Suche Frieden und jage ihm nach.“

Dieser Vers aus dem aus dem 34. Psalm begleitet uns 2019 als Jahreslosung. Die Jahreslosung wird von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) für jedes Jahr drei Jahre im Voraus ausgewählt. Für viele Christen gilt sie als Leitvers für das Jahr. Ein Anlass auch für uns, hier einmal näher hinzuschauen!

Tobias Faix hat sich dazu einige Gedanken gemacht. Sein Blogpost trägt den bezeichnenden Titel: „Frieden stiften in einer Welt voller Konflikte. Über einen unmöglichen und unmissverständlichen Auftrag Gottes.“

Dabei beginnt er mit dem „Schalom Gottes“, dem ganzheitlichen Frieden im Alten Testament. Es folgt der Blick auf Jesus, den angekündigten Friedefürst. Doch wie können nun wir selbst diesem Frieden nachjagen, wie es der Vers beschreibt? Wie gelingt das inmitten der Mächte und Gewalten dieser Welt? Als Grundlage des Friedens sieht Tobias hier die Ausrichtung auf Gott. Gebet ist für ihn ein Akt spirituellen Widerstands, weshalb er uns u.a. zum Freitagsgebet für Syrien eingelädt. Zuletzt widmet er sich der Frage, inwieweit Gemeinde in unserer Gesellschaft friedensstiftend wirken kann.

Direktlink: http://tobiasfaix.de/2018/12/frieden-stiften-in-einer-welt-voller-konflikte-ueber-einen-unmoeglichen-und-unmissverstaendlichen-auftrag-gottes-meine-gedanken-zur-jahreslosung-2019-suche-frieden-und-jage-ihm-nach/

Bild: (c) by YÜCEL TÜRKOĞLU MEME

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Ein erfüllender Lohn

Dezember 31, 2018 in Impuls von bettina

Zwei Jungen veranstalten eine Kissenschlacht. Silvester feiern im Kinderheim ist ein besonderes Erlebnis.Vor 10 Jahren hätte ich wie die meisten, mit denen man sich über Pflege unterhält, geantwortet: „Ich habe ein Riesen-Respekt vor der Arbeit, aber ich könnte das nicht!“ Natürlich auch, weil man an den Feiertagen arbeiten muss, bei denen man sonst bei der Familie ist.

Über die ehrenamtliche Arbeit in einem Kinderheim für schwerst- und mehrfachbehinderte Kinder, wo ich nach und nach in die Pflege eingebunden wurde, kam ich dem Wunsch näher mein Geld in diesem Gebiet zu verdienen.

Ich verbrachte in dem Kinderheim ein wahnsinnig erfüllendes Silvester. Man muss sich nur vorstellen, dass hinter dem Ortsschild unserer Stadt für die Kinder die große weite Welt beginnt und so machte es einen Riesenspaß den Kids Bräuche wie Bleigießen zu erklären und den gesamten Wohnbereich zu verwüsten. Da ich „Nachtbereitschaft“ hatte, hatte ich viel Zeit allen Kindern ein unvergessliches Silvester zu bereiten. Eine verpasste Silvesterparty bei Freunden war dann bald kein Thema mehr.

Nach reiflicher Überlegung kam ich in die Altenpflege. Hier sind Personalmangel und körperliche Arbeit eine Begleiterscheinung, die an den Feiertagen nicht ausbleibt. Dennoch ist es so, dass über Weihnachten einige fittere Bewohner zu ihren Familien nach Hause gehen. So bleibt für das Personal etwas mehr Zeit, sich mit den Bewohnern zu unterhalten, die gerade an den Feiertagen ein höheres Redebedürfnis haben.

Sie erzählen alte Geschichten von Weihnachten vor Jahrzehnten und sind oft betroffen, wenn der Sohn oder die Tochter den Besuch zu Weihnachten absagt. Über die Feiertage herrscht eine ganz besondere Stimmung: Es ist deutlich ruhiger und selbst demente Bewohner spüren, dass es etwas besinnlicher zugeht und nehmen diese Stimmung auf.

Ein prägendes Erlebnis hatte ich in meiner Ausbildungszeit. Eine bettlägrige Dame, die aus einer Pfarrersfamilie stammte und deren Cousin ein Leipziger Pfarrer war, der in Leipzig zu den Montagsdemo während der Wendezeit aktiv war, hatte in einem lichten Moment mitbekommen, dass gerade im Haus der Weihnachtsgottesdienst stattgefunden hatte.

Sie war schwerst dement, aber sobald man einen Vers oder Psalm anstimmte, kam der Rest strophenweise aus ihr leise, aber textsicher raus gesprudelt. Ein echtes Phänomen, dass wir Pfleger erleben durften. Da sie am Weihnachtsgottesdienst nicht teilnehmen konnte, war sie merkbar traurig.

So passte ich den Pfarrer auf dem Gang ab. Er schaute kurz auf seine Taschenuhr und nahm sich eine Viertelstunde Zeit für die Dame. Danach suchte er mich noch kurz auf, um sich bei mir zu bedanken. Ich konnte nur vermuten, was in diesen 15 Minuten passiert war, aber zum Abendbrot bedankte sich die Dame auch bei mir und lächelte, wie sie es nur selten tat.

Abschließend ist zu sagen, dass ich Familie habe, aber keine eigenen Kinder. Deshalb ist es an den Feiertagen für mich nicht schwer so wie dieses Jahr sechs Tage am Stück über Weihnachten zu arbeiten. Es gibt diese unglaublich erfüllenden Momente und Geschichten, die man nur zu Weihnachten in einer Pflegeeinrichtung erleben kann.

Dies klingt alles nicht spektakulär, aber wenn die Menschen, die einen manchmal zur Verzweiflung bringen, etwas zurückgeben, ist das der erfüllendste Lohn für soviel Stress im Alltag.

Mattes

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Rückblick auf ein Jahr „Sunday Sermons“

Dezember 30, 2018 in Sunday Sermon von bettina

Inspiration durch Sunday SermonsNun sage mal einer, gute Vorsätze sind zum Scheitern verurteilt. Anfang 2018 habe ich mir vorgenommen jeden Sonntag einen Impuls auf jesusfreaks.de zu veröffentlichen. Dank der großartigen Unterstützung von Matze, Bloggerinnen, Predigern und anderen konntest du Sonntag für Sonntag eine „Sunday Sermon“ lesen oder hören. Vielen Dank für Eure Beiträge, Fundstücke, Tipps und Verwendungserlaubnisse!

2019 wollen wir die „Sunday Sermons“ weiterführen. Dazu freuen wir uns über Unterstützung beim Schreiben, Posten, Suchen und Teilen. Thematisch wollen wir uns am Jahresthema (mehr dazu am 01.01.2019) und am Kirchenjahr orientieren. Wir sind interessiert an neuen Zugängen oder historischen Erklärungen zu Feiertagen und biblischen Geschichten, aber natürlich auch an inspirierenden Impulsen.

Melde dich bei Bettina [medien@jesusfreaks.de]

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Weihnachten intensiver erleben

Dezember 26, 2018 in Impuls von bettina

Ein Krankenwagen fährt durch eine nächtliche, menschenleere Straße. Weihnachten arbeiten nur sehr wenige Menschen.Als Krankenschwester auf einer Station im Krankenhaus bin ich es gewohnt an Feiertagen zu arbeiten. Das ist ja nicht nur Weihnachten so, sondern kann einen an jedem Feiertag treffen. Da meine Mutter auch Krankenschwester ist, habe ich es schon als Kind erlebt, dass die Familie an den Feiertagen nicht immer komplett beisammen ist.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, das man sich gerade bei den Dezemberfeiertagen oft aussuchen kann, ob man lieber die Weihnachtstage oder Silvester/Neujahr arbeiten möchte; niemand wird gezwungen an Weihnachten zu arbeiten.

Manche Jahre habe ich Weihnachten bewusst Nachtdienst gemacht, weil ich dann gar nicht viel davon mitbekommen habe, sondern es quasi verpennt habe. Nachts war ich arbeiten und tagsüber habe ich geschlafen. Ich habe aber unabhängig vom Dienstplan schon jedes Jahr versucht einmal an den Feiertagen in die Kirche zu gehen, habe mir was Leckeres zu essen gegönnt, die Weihnachtsgeschichte gelesen und Weihnachtslieder gehört.

Oft habe ich mich mit Freunden getroffen, bin noch mit den Kollegen unterwegs gewesen oder meine Eltern sind einen Weihnachtsfeiertag zu mir gekommen. Man arbeitet ja nicht die ganzen Feiertage durch, sondern hat trotzdem Zeit für sich und muss es sich halt alles für sich passend arrangieren, meistens ist mir das gut gelungen.

Teilweise bin ich zwischen den Jahren zu meinen Eltern und Brüdern gefahren und wir haben da einfach „nachgefeiert“. Als Erwachsene besteht man ja nicht unbedingt zwingend auf Geschenken oder darauf, die pünktlichst am 24.12 auspacken zu dürfen.

Da die Arbeit auf der Station meist ruhiger ist als sonst, versuche ich mir mehr Zeit für die Patienten zu nehmen, die über die Feiertage keinen Besuch erhalten, so dass diese sich nicht ganz so alleine fühlen. Es sind mehr, als ich es mir vorgestellt habe, und es macht mich immer traurig.

Mit den Kollegen zelebrieren wir Weihnachten immer ein bisschen: Jeder bringt was zu essen mit für ein kleines Büfett. Deko ist auch immer irgendwie vorhanden. Wir machen alle zusammen Pause und feiern ein bisschen. An Weihnachten schaut die Klinikleitung auf Station vorbei und es gibt ein kleines Geschenk von der Geschäftsführung für alle, die an Weihnachten arbeiten. Die Klinikseelsorger*innen sind die letzten zwei Jahre auch auf allen Stationen vorbeigekommen und haben frohe Weihnachten gewünscht und den Mitarbeiter*innen einen kleinen Weihnachtsimpuls überreicht, z.B. ein Weihnachtsgedicht und einen Strohstern.

Ich finde es also nicht so schlimm an Weihnachten zu arbeiten. Manchmal denke ich mir, ob ich mich mit meiner begrenzten Zeit an Weihnachten nicht teilweise intensiver damit beschäftige als so mancher, der an Heiligabend um neun abends vollgefuttert und angetüdelt zum 10.000 Mal Sissi im Fernsehen glotzt.

Meike aus München

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Nicht stornierbare Auszeit

Dezember 23, 2018 in Sunday Sermon von bettina

Du möchtest dem Vorweihnachtsstress entkommen? Tine hat es dieses Jahr geschafft. Lies ihren etwas holprigen Weg dahin.

Ein Sessel steht mitten im Chaos.Inzwischen bin ich mir sicher, dass es eine dumme Idee war. Und zwar alles!

Ich quetsche mich in meinem kleinen Zimmer zwischen Minitrampolin und Wohnzimmertisch hindurch auf meinen Sessel. Mein Sessel. Neben der Küche die einzige Oase in unserer Wohnung, wo nicht das Chaos herrscht. (Ratet mal wer dieses Jahr nichts gebacken hat.) So hatte ich mir den Advent nicht vorgestellt.

Dieses Weihnachten sollte alles wunderschön sein und neu. Wunderbar dekoriert. Eine Wohnung voller Behaglichkeit und Wärme. Natürlich war es meinem Mann und mir klar gewesen, dass eine Renovierung im November einiges an zusätzlichen Kraftaufwand kosten würde – und das hatte es auch.

Aber nun ist längst Advent und die Wohnung ist bedeckt von Baustaub, der überhaupt nicht romantisch wirkt, schon gar nicht im unbarmherzigen Licht von Baustrahlern. Dabei wollten wir doch nur im Wohnzimmer ein klein wenig umräumen. Aber wenn wir schon dabei sind, könnte man ja auch das Schlafzimmer anders gestalten und endlich auch ein Arbeitszimmer einrichten … so nahm es seinen Lauf. Jetzt sind wir gerade dabei eine Wand aus Gipsplatten hochzuziehen. Es ist furchtbar.

Nur die Sitzfläche meines Sessels ist noch übrig, Insel der Glückseligkeit, auf der ich gerade hocke wie ein Affe auf dem Schleifstein. Aber dank meiner Aromalampe auf der Fensterbank riecht es in meinem vollgestopften Zimmer wenigstens nach Orange und Zimt. Besinnlichkeit … vielleicht wenn man die Augen zumacht und mit ein bisschen Fantasie …? … nein, nicht mal dann.

Und nun auch noch die Woche Ostseeurlaub. Ich könnte mich in den Hintern beißen, würde ich denn ran kommen. Mitte September war die Überlegung so logisch wie die Idee der längst überfälligen Renovierung: Bis Mitte Dezember durchpowern und dann eine gemeinsame Auszeit, bevor die Festtagsgottesdienste und die Familienbesuche (einmal Autobahn-Ping-Pong quer durch Deutschland) über einen hereinbrechen.

Die letzten Jahre ging mir kurz vor Weihnachten regelmäßig die Luft aus. Übermüdet und geschwächt zog ich mir eine Grippe zu, die sich teilweise bis Februar festsetzte und der nur mit härteren Medikamenten beizukommen war. Der Gatte kränkelte solidarisch mit, bzw. (wenn man mich fragt), schleppte die Keime teils schon länger mit sich herum, bevor sie dann bei mir ausbrachen.

Diesmal wollten wir klug sein. Motto: wenn man sich freie Zeit nicht einplant, passiert sie auch nicht. Also buchten wir kurzerhand ein Hotel für Mitte Dezember. Eine Woche nur mein Mann und ich, stürmische Strandspaziergänge, Bücher und Gespräche bei Kerzenschein. Eine Woche vor Weihnachten würden wird dann entspannt, immunsystemaktiv und gut gelaunt wieder zu Hause aufschlagen, um endlich einmal nicht überarbeitet und mit 39 Grad Fieber den Weihnachtgottesdienst besuchen. Soweit zur Theorie.

Doch jetzt sieht die Wohnung aus wie nach einem Bombeneinschlag. Eine Erkältung hat mich die letzten drei Tage mit Fieber flach liegen lassen (Gatte scheint diesmal unschuldig) und wenn ich daran denke, dass ich mich morgen ins Auto quetschen und eine Woche ans Meer fahren soll, könnte ich heulen – und nicht vor Glück. Dummerweise ist der Urlaub nicht kostenfrei stornierbar. Ich frage mich, ob ich sowas eigentlich mit Absicht mache.

Mein Blick schweift über die Möbel, die in meinem Zimmerchen stehen und doch gar nicht hier her gehören. Ich schließe die Augen, atme den Duft von Orange und Zimt und versuche mich weihnachtlich zu entspannen … nein, klappt wirklich nicht.

Endlich durchatmen in einer verschneiten Landschaft.Das Meer klingt wild. Zumindest für die sonst eher zahme Ostsee. Es ist frisch und kalt und so dunkel, dass man die weißen Schaumkronen nur erahnen kann. Der Wind zerrt an meinem Anorak. Nach der langen Autofahrt dröhnt mein Kopf, aber die mit Salz und Sauerstoff angereicherte Luft tut gut. Ich wollte nicht her kommen. Doch nun merke ich, wie der Stress aus mir herausfließt. Ich atme, stemme mich gegen den Wind und setze einen Fuß vor den anderen.

Die Häuser hier sind schön geschmückt. Weihnachtlich. Nicht so wie meine Baustelle zu Hause. Am Ende der Woche wird der Weihnachtsmarkt eröffnen und Touristen anlocken, aber bis dahin dürfte es hier angenehm ruhig sein. Die Atmosphäre in den Lokalen ist fast familiär.

Jetzt kann ich nichts mehr tun. Ich bin einfach hier. Das Internet ist zu wackelig um viel damit anzufangen. Ich kann eure Kommentare lesen und freischalten aber damit endet es auch schon. Also akzeptiere ich die Passivität. Freue mich an euren Zeilen, freue mich an dem Adventskalender einer Freundin, der jeden Tag ein Bild und einen kleinen Satz beinhaltet. Freue mich an der Zeit, die ich plötzlich habe. An den Büchern, an den Gesprächen mit meinem Mann. An dem Adventsbibelleseplan, der mir zufällig vor die Füße geflattert ist.

Mein Leben ist so unperfekt wie dieser Advent. Aber gerade stört es mich nicht. Gerade greife ich nach dem was ich habe und muss erstaunt feststellen, wie viel das ist. Ich genieße diese Woche. Genieße es, dass ich atmen kann, meinen Gedanken nachhängen und mich dem leisen Suchen nach Gott im Advent zuwenden darf.

Der Text erschien zuerst auf Tines Blog: http://www.nurheute.net

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Was sind Irrwege?

Dezember 19, 2018 in Impuls von bettina

irrweg_richtung_gott_maksym-kaharlytskyiIch denke an die Schnitzeljagd zu unserer Gemeindefreizeit. Weggabelung. Ein Schnipsel wurde gefunden, sofort wird dieser Weg eingeschlagen. Schauen wir uns manchmal noch um, um andere Hinweise zu finden? Wagen wir den Blick in die andere Richtung?

Wir stehen da und fragen uns, was wir wollen, wo es hingehen soll oder was Gott will. Vielleicht stimmt das, was wir wollen, mit dem was Gott sich für uns wünscht überein. Gehen wir dem erstbesten Schnipsel oder Hinweis hinterher?

Sind Irrwege immer schlecht? Manche Irrwege enden als Sackgasse. Man kommt einfach nicht weiter, man bleibt auf der Stelle stehen. Andere setzen sich endlos fort und entweder man entscheidet sich umzukehren, auch wenn es mühselig und mit Arbeit verbunden ist, oder man lässt es einfach laufen. Entweder man findet wieder die Brücke zum „Hauptweg“ oder man verläuft sich. Orientierungslos. #IchhabemichverIRRT.

Irrweg: falsches, verkehrtes, nicht zum Ziel führendes Verfahren

Synonyme:

  1. Seitenpfad
  2. Irrtum/Täuschung
  3. Abweichung/Umweg

Wenn ich mir die Synonyme des Wortes anschaue, dann kann ich gar nicht mehr genau sagen, ob es tatsächlich nicht zum Ziel führen kann. Seitenpfad, Abweichung … Ich gehe den Weg, der ursprünglich nicht geplant war und doch komme ich irgendwann an. Wenn ich an mein Leben denke, oh je, so viele Umwege und Abweichungen. Und jetzt stehe ich trotzdem hier und kann rückblickend sagen: Es war scheiße, aber dadurch habe ich einen anderen Blick auf bestimmte Themen, Lebenssituationen und Menschen oder habe jene Fähigkeit erlernt oder oder oder. Vielleicht hast auch du jetzt etwas vor Augen, was du durch Irrwege oder Seitenpfade erreicht, erlernt oder entdeckt hast.

Vielleicht wäre es mir auf dem Hauptweg besser ergangen. Wo hab ich den Scheiß-Hinweis übersehen? Aber war der Seitenpfad (Irrweg) den ich gegangen bin (oder gehen musste) für die Katz´? Hab ich dadurch nicht doch irgendetwas besser verstanden oder mich entwickelt? Musste ich dadurch meine Antenne für Gottes Sprechen noch mehr ausfahren?

Wir werden vielleicht nie vollkommen verstehen, weshalb wir manche Wege gegangen sind oder gehen mussten, wo wir einen Hinweis übersehen haben, oder wo ihn schon vorher einer abgeschnitten hat. Aber bei einer Sache bin ich mir ganz sicher: Irrwege, ob sie zum Ziel führen oder nicht, für Gott sind sie kein Grund zu sagen:

Geh du schon mal vor, bis du merkst, dass du dich verirrt hast. Ich warte hier bis du wieder angekrochen kommst und begrüße dich mit einem „Hättest du mal mehr auf mich gehört, dann …“

Gott geht mit dir. So spießig wie das für manche vielleicht klingt. Wenn wir die Richtung ändern, ist er der beste Wegbegleiter, den man sich vorstellen kann. Irrweg? Okay, kann passieren. Aber dann doch lieber mit Ihm als ohne Ihn.

Claudia aus Chemnitz

Begegnung mit dem König des Friedens

Dezember 16, 2018 in Sunday Sermon von matzewilli

Begegnung mit dem König des Friedens

Mehr als „zufrieden sein“

Foto: Robert Nyman

Foto: Robert Nyman

Frieden – ein Wort, das so geläufig und dennoch so groß und oft so weit weg zu sein scheint. Nicht nur so etwas wie Weltfrieden scheint angesichts der Geschehnisse in unserer Welt nahezu unerreichbar und unrealistisch zu sein. Auch der eigene, ganz persönliche Frieden wirkt nicht selten wie ein Traum. Und was heißt das überhaupt: Frieden? Heißt das einfach zufrieden sein mit dem, was man hat?

Wenn ich mir mein Leben so ansehe, dann muss ich zugeben, dass ich ganz, ganz viel Grund zum Danken habe. Ich habe eine liebevolle Familie, einen tollen Beruf und eine kleine, aber sehr herzliche Gemeinde. Es geht mir gesundheitlich, bis auf gelegentliche Kopf- und Rückenschmerzen gut und ich kann meine Energie sowohl in meine Familie, meinen Beruf, meine Gemeinde und unser Haus stecken, ohne dass ich beständig ans Limit komme. Und trotz all dieser großartigen Gaben, die ich genießen darf, fühle ich mich oft nicht zuFrieden. Ich merke das ganz besonders dann, wenn wir mal für eine längere Zeit kein Gemeindetreffen mehr hatten. Denn dann neige ich dazu, mich in meinen Alltagsaufgaben zu verlieren. Doch so sehr ich mich auch engagiere, ich komme darin nie wirklich zu der Ruhe, die ich eigentlich suche.

Nicht die Untadeligen

Immanuel Kant hat einmal sinngemäß geschrieben, dass nur ein Mensch, der alle seine Aufgaben und Pflichten erfüllt, dem glückseligen Frieden würdig sei. Bei aller Bewunderung für den Philosophen der Aufklärung, aber das kann und will ich nicht glauben (hat er vermutlich auch etwas anders gemeint…). Denn wenn ich in der Bibel blättere, erkenne ich ein anderes Muster. Es waren nie diejenigen, die alle ihre Pflichten erfüllten, die dann von Jesus auserwählt wurden. Es waren sogar im Gegenteil genau diejenigen, die ihre Pflichten untadelig erfüllten, die an Jesus jedoch Anstoß nahmen. Gerade die, die eine geradlinige Biographie vorzuweisen hatten, wie etwa Paulus, konnten mit Jesus und seinen Anhängern zunächst nicht viel anfangen. Als aufrichtiger Pharisäer, lebte Paulus in allen Tugenden, die das göttliche Gesetz forderte, „untadelig“, wie er selbst sagte. Und doch zerschlägt die Begegnung mit dem auferstandenen Herrn Jesus seinen ganzen Stolz in Stücke, so dass er etwas später sogar das, was er vor seinem Leben mit Christus für gut erachtete, als „Scheiße“ bezeichnete. Was war es, das Paulus zu dieser 180°-Wende brachte?

Als Jesus fragte, warum er ihn verfolge, muss Paulus wohl das ganze Ausmaß seines Irrtums erkannt haben. Dieser Schlag hat ihn so hart getroffen, dass er sein Augenlicht für ein paar Tage einbüßte. Auch wenn er gewiss noch nicht alles verstanden hatte, so muss ihm doch klar geworden sein, dass er am Wesentlichen vorbeigelebt hatte. Erst durch die Unterweisung anderer Nachfolger Jesu war er im Stande, mit seinem Verstand der Erkenntnis seines Herzens nachzukommen, so dass er den unermesslichen Frieden, diesen unerschöpflichen Lebensquell und Schatz der von allem befreienden Gnade Gottes ergreifen konnte.

In der Begegnung mit Jesus

Mit einem lückenlosen und vorbildlichen Lebenslauf konnte er das nicht erlangen. Und selbst durch seinen ganzen Eifer für Gott konnte er diese Gabe nicht empfangen. Einzig der Entschluss Christi, sich Paulus als Werkzeug auszuwählen, zog ihn mit in den Heilsplan Gottes für die Welt hinein. Und diese Erfahrung einer völlig unverdienten Annahme brachte ihn dazu, fortan nichts anderes mehr wissen zu wollen als allein Christus den gekreuzigten, der auferstanden zur Rechten Gottes sitzt und den nichts als Liebe und Hingabe für ihn und jeden einzelnen Menschen bewegt.

Paulus nahm dann in den Folgejahren ein Leben voller Entbehrungen und Leiden auf sich, weil ihm alles andere mehr oder weniger unwichtig erschien. Sein unbändiges Verlangen danach, allen Menschen diese Erfahrung der befreienden, bedingungslosen Annahme durch Gott zu ermöglichen, hat uns neben vielen starken Gemeinden, die die Jahrhunderte überdauern sollten und den christlichen Glauben nicht mehr aus der Welt wegzudenken erlauben, auch gut die Hälfte des Neuen Testamentes beschert. Er sprach von einem Frieden, der alle Vernunft übersteigt, den wir also nie wirklich ganz verstehen können, aber der in der Begegnung mit Jesus erlebt wird.

Paulus‘ Leben ist für mich so ziemlich das inspirierende Zeugnis für die Nachfolge. Und wenn ich so über diesen Apostel Christi nachdenke, dann sehne ich mich noch viel mehr danach, mir von dem Frieden, den Paulus in seiner Verbundenheit mit Christus gefunden hat, meine Prioritäten noch einmal und immer wieder „durchschütteln“ zu lassen. Wenn meine Alltagsaktivitäten mich oder andere nicht mehr und mehr in diesen Frieden eintauchen lassen können, was haben sie dann für einen Sinn? Wenn sie den Frieden Gottes in meinem Herzen oder in den Herzen anderer hemmen, dann sind sie „Scheiße“. Es reicht wohl einfach nicht, wenn man im Leben viel Grund zum Danken hat, auch wenn ich das nicht missen will. Aber um im Frieden Gottes atmen, wandeln, tanzen zu können, braucht man nicht mehr und nicht weniger als eine Begegnung mit Jesus, dem König des Friedens, der nicht den Weltfrieden, aber den Frieden Gottes bringt.

Anstelle einer Frage:

„ Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. “ Philipper 4,7

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Verschenkte Hoffnung

Dezember 12, 2018 in Impuls von louise

Am RandHeute wird’s poetisch im Freaks-Adventskalender. Achim aus Halle hat extra ein Gedicht für uns verfasst. Viel Spaß euch beim Lesen und ein großes Dankeschön an Achim!

 

Verschenkte Hoffnung (ein Adventsgebet)

Wie besonnen, so zerronnen!

So ging es mir heute am zweiten Advent.

In meinem Kopf, in meinen Gedanken,

alles am schweben, schwimmen und schwanken …

Ruhe zu finden war ein Unterfangen,

wie Sushi zu essen mit Bohnenstangen

Den Kopf voll mit Dingen, die grad nicht so gelingen

oder noch anstehn, sich mahnend im Hirn drehn

ich möchte nur weggehen – nein, rennen!

Du fragst, was los ist, doch ich kann’s nicht benennen.

Es ist alles und nichts, was mir einfällt.

Hab heut Gott und die Welt

infrage gestellt – und somit auch dich

und hoffe, dich damit nicht völlig verprellt.

wundern würde es mich nicht …

 

Doch du bist erstaunlich gelassen,

während ich in Gedanken am Spülbecken steh,

grad kein Land mehr seh‘

versunken in meinem Ach und Weh

im Selbstmitleid von Kopf bis Zeh

und plötzlich vielleicht doch

noch etwas versteh:

Du warst auch Mensch!

Und du hast es geschafft,

mit dir selbst und der Erde

und Gott im Reinen

zu sein und die Dimensionen zu einen!

Die Last des Getrenntseins vom Ursprung zu wandeln

in Beziehung zu diesem, Menschsein zu verhandeln.

Ganz Mensch musstest du, genauso wie ich

den Weg auch erst finden, das war auch schwer für dich!

Doch du bist der Beweis, dass es möglich ist!

 

Friede sei mit euch!

Das erste Versprechen,

zu deiner Geburt an die Welt.

Im Leben, im Sterben, im Auferstehen.

Ein Versprechen, das ewig hält.

Ein Versprechen, das mein Herz in diesem Moment

ganz neu erkennt …

… und plötzlich ist doch noch Advent.

Du hast die Hoffnung verschenkt!

 

Achim, JF Halle

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Gebet für den Klimaschutz

Dezember 11, 2018 in Gebet von louise

wueste_Hembo.PagiViele von uns lieben es in der Natur spazieren zu gehen und dort inmitten Gottes Schöpfung dem Herrn zu begegnen. Oft ist die Natur ein Schlüssel zu Gottes Gegenwart; das Beten fällt leichter und Gott zu hören auch. Und auch Gott liebt seine Schöpfung – er schuf das Land, die Wälder, das Meer, die Luft, die Gebirge und alle Geschöpfe und sah, dass es gut war.

Es ist somit kein Wunder, dass wir uns dort, inmitten dessen was Gott – und nicht der Mensch – geschaffen hat, ihm so manches Mal besonders nah fühlen und ihm leichter begegnen können.

Was sich dabei allzu leicht vergessen lässt, ist die Verantwortung, die wir für die Schöpfung und für die Natur tragen (u.a. 1. Mose 1, 26, 1. Mose 2,15). Sie ist auch unsere Lebensgrundlage, die wir achten und bewahren sollten. Was wir aber gerade in dem industriellen, kapitalistischen Zeitalter sehen, ist, dass die Schöpfung den Bach runter geht und als Ware degradiert wird – Güter werden ohne Rücksicht auf ihren Eigenwert oder ihre Begrenztheit von uns Menschen ausgebeutet. Und was ist mit all den Generationen, die noch kommen?

Kaum etwas wird in den letzten Jahren so stark und drastisch medial von der Wissenschaft hervorgehoben und dennoch in unserer Lebensrealität und der Wichtigkeit für das alltägliche, praktische Leben so sehr vernachlässigt wie der Klimawandel. Es ist schon seit Jahren klar, dass die Temperatur deutlich steigen wird und dass es mehr Dürren, Stürme, Überflutungen und daraus resultierende Flucht und starke Sicherheitsprobleme geben wird. Wann genau das alles eintritt, kann man oftmals erst Tage oder Wochen zuvor vorhersagen. Aber klar ist, dass schon eine Erwärmung zwischen 1,5 und 2 Grad, die in etwa zwischen 2030 und 2050 erreicht werden dürfte, solche Folgen auslösen kann.

Um das zu verhindern, müsste man echt krasse und drastische Maßnahmen ergreifen: Verbrennungsmotoren verbieten, Fleischkonsum und Flugreisen reduzieren etc. Zum Teil wird davon ausgegangen, dass die nächsten Jahrzehnte die wichtigsten der Menschheitsgeschichte sind, in denen die Weichen gestellt werden. – Denn die gute Nachricht ist, dass theoretisch es noch möglich ist, einen Anstieg von mehr als 1,5 Grad zu verhindern. Allerdings bleiben dafür nur noch wenige Jahre. Laut dem Sonderbericht des Weltklimarats ICPP heißt es, dass dazu ein „schneller, weitreichender und beispielloser Wandel in allen gesellschaftlichen Bereichen notwendig ist“. (1)

Wow, in allen gesellschaftlichen Bereichen. Das klingt schon nach einer ganz schön großen Herausforderung! Gerade für uns, die wir damit aufgewachsen sind, viel und jederzeit konsumieren zu können. Natürlich konnte nicht jeder alles konsumieren. Es kam auch immer darauf an, wie viel Geld und Zeit wir hatten, aber so grundsätzlich hat uns keiner beigebracht mit Gütern und Konsum achtsam umzugehen. Ganz ehrlich – unsere Freiheit mit dem Auto oder gar noch mit dem Flieger mal hier und da hin zu reisen, ist doch auch eigentlich etwas, was wir nur schwer hinterfragen.

Die Klimafolgen sind ja gerade in Deutschland – abgesehen vom heißen Sommer – noch nicht so wirklich spürbar und wann soll das alles überhaupt passieren? Und wenn alle anderen noch in den Urlaub fliegen, warum sollte gerade ich da darüber nachdenken? Oder wenn alle Fleisch essen, warum sollte ich mich da beschränken? Aber im Herzen wissen wir, dass gerade Dinge, die Gott anstößt, sehr oft bei uns selbst und in unserem Gebet beginnen. Und oftmals wirkt Gott da bei jedem/jeder sehr unterschiedlich und zeigt, was wie bei wem wann dran ist. Das kann sehr verschieden aussehen. Gott segnet bereits unsere ehrliche Bereitschaft auf ihn und sein Wort zu hören und zu schauen, was er da für jeden von uns vorbereitet hat.

Zur Zeit findet die 24. Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Kattowice (Polen) statt. Diese Woche geht die Konferenz in die heiße Phase. 2015 einigte man sich auf der letzten Klimakonferenz darauf, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Jetzt in Kattowice soll es darum gehen, dass daraus völkerrechtlich verbindliche Maßnahmen entstehen. Das Problem ist insbesondere, dass die Staaten sich an die eigenen Zielvorgaben und Selbstverpflichtungen nicht halten bzw. hierfür einfach zu wenig tun. Verhalten sich Menschen und Staaten in der EU weiter so wie bisher, so ist mit einer Erwärmung zwischen 2 und 3 Grad zu rechnen. Sogar wenn die EU ihre Versprechen einhält, was sie derzeit nicht tut, wird das für eine Reduzierung auf die eigentlich erforderlichen unter 1,5 Grad nicht reichen.

Es gibt eine Online-Gebetskampagne für die Klimakonferenz (www.klimakonferenzgebet.gebetonline.ch). Gebet für die Konferenz, aber auch für die Staaten in der Umsetzung ist sehr wichtig, dass ein Umdenken geschieht und über realistische Maßnahmen entschieden wird. Wichtig ist aber auch das Gebet für uns alle, dass Gott im Denken unserer Generationen wirkt und uns allen ein neues Bewusstsein schenkt, was seine Schöpfung anbetrifft.

Iwona, JF Eberswalde und Vorstand JFD

(1): Vgl. https://www.faz.net/asv/un-klimakonferenz/von-paris-nach-kattowitz-15882567.html

Weitere Quellen:

Haberkorn, Tobias: Die Sinflut kommt, in: Zeit online, 4. November 2018

Kirchner, Sandra: Deutschland beim Klimaschutz nur noch Mittelmaß, in: Klimareporter, 10. Dezember 2018

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von louise

Fake Weihnachten?

Dezember 10, 2018 in Impuls von louise

herz-ausgiessenHalleluja, es weihnachtet sehr. Ich kenne so viele zynische Texte. Üble Geschichten von grenzenlosen Besäufnissen, Übergriffen des Onkels, Geschenkorgien ohne Sinn und Verstand, bis hin zu Prügeleien und kaputten Geschirr.

Was ist bloß los mit diesem Fest? Warum ergötzen wir uns in Lebkuchen und Kerzenschein? Warum die Millionen Tannen, die jedes Jahr gefällt werden? Warum 100 Milliarden Euro für Geschenke? Ganz ehrlich, so ganz komme ich nicht dahinter. Die Antworten der Westentaschen-Psychologen sind klar: Es geht um Sehnsucht nach Harmonie, darum Familienbande aufleben zu lassen. Wir wollen die Einsamkeit vergessen, wenigstens an einem Tag.

Ich stelle fest, dass ich in zunehmenden Alter mehr auf der Suche nach dem Echten bin. „Fake“, das Unwort des Jahres. Ich habe keinen Bock mehr auf das Unechte.

Fake umgibt mich überall. Fake Werbung. Fake Sicherheit, die mir von der Politik versprochen wird. Fake Liebe. Ich sehne mich nach dem Echten.

Auch das Christentum ist voller Fake. Fake Churches, Fake-religiöses-Getue, Fake-Lobpreis. Da muss man nur einmal richtig auf den Busch klopfen und unten rieselt nur hohles Zeug heraus.

Wir wissen heute: Jesus wurde nicht am 24.12. geboren. Historiker vermuten eher den März oder Mai. Esel waren auch nicht in seinem Stall. Und, dass die ganze Welt eigentlich seinen Geburtstag feiert, und dabei alles andere feiert, nur nicht seinen Geburtstag. Auch das ist ein Fake.

Was nun, mit Weihnachten? Warum feiern, warum freuen? Was ist echt an diesem Tag? Was kann für mich echt werden?

Zuerst fällt mir ein, dass es einfach gut tut, Geschenke zu bekommen. Geschenke als Ausdruck der Zuneigung, der Wertschätzung, der Liebe. Geschenke sind immer ein Zeichen der Liebe. Meine Mutter sagte zu uns, die größten Geschenke sind die, welchen einem besonders schwerfallen. Also geschenkt, nicht aus einem Überfluss, in Klarsichtfolie verpackt, aber eben auch unnötig. Sondern Weihrauch, Myrrhe, Gold. Wir üben uns in Großzügigkeit, das ist toll.

Und wenn wir als Christen etwas tiefer gehen, können wir aus der Weihnachtsgeschichte noch etwas erkennen: Gott kommt als Mensch zu uns. Nirgendwo wird das so deutlich, wie an der Geburtsgeschichte Jesu. Gott muss als Baby kommen, aus dem Bauch einer Frau. Es braucht Milch, wärme und ein Bettchen. Die Engel kündigen Jospeh den Gottessohn mit genau diesem Namen an: Immanuel. Das heißt übersetzt: Gott ist mit uns! Oder volxbibelisch: Gott kommt auf unsere Ebene runter. In unsere Kälte, in unseren Kack. Das fasziniert mich an Jesus. Gott, der größer ist als das Universum, kommt in meine kleine Welt, in meinen kleinen Kopf, in mein Herz. Darum feier ich Weihnachten. Trotz allem Fake, üblen Geschichten und unerfüllter Sehnsucht. Darum tut Jesus gut. Der Glaube an ihn. Seine Worte und seine Liebe. Ich will Weihnachten feiern, weil ich die Liebe feier. Gott wird einer von uns. Halleluja.

Martin wohnt mit seiner Familie in Berlin und freut sich immer wieder, den Geburtstag von Jesus feiern zu dürfen.

JesusMartinHeute hast du die Gelegenheit sein aktuelles Buch „Der vergessene Jesus“ zu gewinnen. Schreibe dazu einfach eine E-Mail an martin@volxbibel.de und beantworte folgende Frage: In welchem Jahr wurden die Jesus Freaks gegründet? Viel Erfolg!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.