Kategorie: Impuls

thematische Inhalte, Anregungen

*Sunday Sermon*: Hab keine Angst

elefantVor einer Woche war das Visionstreffen. Wieder kamen Jesus Freaks aus ganz Deutschland zusammen, wieder gab es Lobpreis, Impulse und Predigten … Für mich persönlich war es dennoch völlig anders. Ein Geist der Versöhnung und des Miteinanders herrschte. Vielen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben, indem sie das Treffen vorbereitet, gefastet und gebetet, Eindrückte geteilt, mitgedacht und mitgemacht haben.

Einen Vers möchte ich hier mit dir teilen. Sönke hat ihn mit der Bemerkung vorgelesen, dass wir uns als Bewegung darauf stellen können.

„Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der HERR, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst.“ (Josua 1,9)

Es geht bei der Bibelstelle darum, dass die Israeliten kurz davor stehen, in das ihnen von Gott versprochene Land einzuziehen. Sie haben Angst und wissen nicht was kommt. Da versichert Gott ihnen, dass er bei ihnen ist und dass sie keine Angst haben brauchen.

Und auch wir als Bewegung brauchen keine Angst davor haben, was kommt, weil Gott mit uns unterwegs ist. Selbst wenn wir keinen Plan haben, er hat einen. Wovor hast du Angst? Wo brauchst du Ermutigung? Wofür wünschst du dir Gottes Eingreifen?

Fun Fact (Danke Mittli): Die Wendung „Fürchte dich nicht“ kommt 98-mal in der Bibel vor (Luther 2017). Das heißt, es scheint Gott wirklich wichtig zu sein, dass wir keine Angst haben.

*Sunday Sermon*: Losungen lesen ist wie Lotto spielen

gluecksboutique_Alois.WüstLosungen lesen ist wie Lottospielen. Anstatt 6 Zahlen aus 49 auszuwählen, wählt man 1 Vers aus 365 Versen. Streng genommen aus 1824 Versen. Denn so viele Verse aus dem Alten Testament befinden sich in der Sammlung der Herrnhuter Brüdergemeine, welche die Losungen seit fast 300 Jahren jährlich herausgeben.

Um die Gewinnchance zu steigern, gibt es die Superzahl. Die gleiche Funktion hat der Lehrtext aus dem Neuen Testament, den Mitarbeiter der Brüdergemeine passend zum Vers auswählen. Er soll den Vers erklären und steigert so die Chance ihn zu verstehen.

Der Unterschied zwischen Lotto und Losung besteht darin, dass ein Lottogewinn sehr unwahrscheinlich ist. Während die Chance, dass ein Vers dich berührt, dich anregt und dich verändert, gut stehen.

Das Ergebnis vom Lottogewinn und dem Gewinn durch einen Losungsvers ist wiederum ähnlich: Dein Leben verändert sich.

Probier es aus. Die Losungen gibt es als Buch, als Kalender, als tägliche E-Mail oder online zum Nachlesen: www.losungen.de

Für den heutigen Sonntag lautet die Losung übrigens:

Gerechtigkeit und Recht sind die Säulen deiner Herrschaft; alles, was du tust, zeigt deine Gnade und Treue. (Psalm 89,15)

*Sunday Sermon*: 40 Tage mehr Zeit

Gestern hätte an dieser Stelle ein neuer Post der Reihe „Sunday Sermon“ erscheinen sollen. Ist es dir aufgefallen? Hättest du dich über einen Impuls gefreut? Oder hast du andere Quellen und Menschen, die für dein Glaubensleben wichtig sind, die Veränderungen anstoßen, die dich ermutigen oder inspirieren. Ich hoffe es sehr. Einen Ersatz für gestern habe ich dennoch. Lies selbst …

40 Tage mehr Zeit

zeit-mannAm Aschermittwoch, also letzten Mittwoch, begann die Fastenzeit oder auch Passionszeit. So werden jene 40 Tage vor Ostern, die Sonntag ausgenommen, bezeichnet, in denen Christen fasten.

Im Kirchenjahr ist es eine Zeit der Buße, des bewussten Verzichts und der Vorbereitung auf den Tod und die Auferstehung von Jesus. Früher waren es vor allem Fleisch, Eier und andere Lebensmittel auf die mensch verzichtete. Heute sind es eher Rauchen, Süßigkeiten, Fernsehen oder die Smartphone-Nutzung. Manche verzichten sogar für eine bestimmte Zeit auf alle feste Nahrung (bitte nur nach ärztlicher Rücksprache).

Warum fasten Christen?

Als Grund wird in der Kirche auf das vierzigtägige Fasten Jesu in der Wüste verwiesen oder auf die 40 Tage der Sintflut oder die 40 Jahren, die die Isrealiten durch die Wüste zogen. Alles Zeiten, die überstanden werden mussten, und an deren Ende etwas Neues begann. Deshalb sehen einige das Fasten generell als gute Methode, um Gott näher zu kommen und fasten deswegen vor wichtigen Entscheidungen. Wichtig ist, dass es nicht darum geht, sich vor anderen hervorzutun oder damit zu prahlen, worauf du verzichtest.

Was bewirkt das Fasten?

Fasten kann körperliche und psychische Auswirkungen haben. Nicht alle reagieren gleich und es hängt natürlich auch stark davon ab, was genau du fastest. Alles Fasten sollte jedoch bewirken, dass du mehr Zeit hast. Zeit für Gott, für dich, für deine Familie, für dein Engagement, für dein Umfeld – wem auch immer du deine Fastenzeit widmen möchtest. Fasten kann dir außerdem helfen lästige Gewohnheiten loszuwerden und dich auf das Wesentliche in deinem Leben zu konzentrieren.

Was hilft beim Fasten?

Inzwischen gibt es etliche Fastenkalender und Initiativen, die dich inspirieren oder dich beim Fasten unterstützen können. Eine der bekanntesten ist die Aktion der Evangelischen Kirche Deutschland, die jedes Jahr ein neues Thema vorgibt. Dieses Jahr lautet es „7 Wochen ohne Kneifen“.

Daraus macht die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche „7 Wochen mit“, also 7 Wochen mit dem Wort Gottes, mit dem Gebet und mit anderen in Gemeinschaft.

Der christliche Verein „Andere Zeiten“ spricht von „7 Wochen anders leben“ und bringt dazu einen Fastenwegweiser heraus und versendet Briefe.

In der Katholischen Kirche gibt es verschiedene Rituale und Traditionen. Neue Anstöße bringen diese Tipps von Papst Franziskus.

Und du?

Gibt es etwas, worauf du verzichten möchtest? Oder etwas, worauf besonders achten möchtest? Du hast es in der Hand, wie du die verbleibende Zeit vor Ostern nutzt. Es ist aller Bezeichnung zum Trotz ein Angebot ohne Zwang und Ablaufdatum. Denn Jesus ist gestorben und auferstanden, unabhängig von unserem Reden und Handeln.

In diesem Sinne wünsche ich Dir, ganz egal, ob du fastest oder nicht, eine Passionszeit, in der dir Jesus begegnet.
Bettina

*Sunday Sermon*: Wir sind nicht von dieser Welt

sternibarAls Jesus Freaks werden wir wie alle Christen in die Welt gesendet. Das ist unser gemeinsamer Auftrag, was nicht heißt, das es für alle gleich aussieht. Jede*r muss seinen eigenen Weg finden. Iwona erzählt in ihrer Predigt, wie ihr Weg mit Gott aussieht – an der Sternibar oder in Frankfurt/Oder. Eine Bibelstelle, die ihr dabei wichtig ist, lautet:

Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Wie du mich gesandt hast in die Welt, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. (Johannes 17, 16 bis 18)

Direktlink zur Predigt (33 min): https://jesusfreaks.de/medien/predigten/?sermon_id=149

*Mittendrin Mittwoch*: Willkommenspaket

einladung_paket_JF-muenchenEine kleine Inspiration von den Jesus Freaks München: Sie begrüßen Neulinge in der Gemeinde bzw. im Hauskreis mit einem kleinen Willkommenspaket. Darin enthalten sind zum Beispiel:

  • Gemeinde-Flyer
  • Charta-Extrakt (Falt-Flyer mit Basics aus der Charta)
  • Willkommen in deiner Gemeinde-Karte
  • Flyer der Gebetskampagne
  • ggf. ein Exemplar der Korrekten Bande

„Das ist eine super Idee“, findet Bettina vom JFD-Büro. Sie unterstützt dich und deine Gruppe gerne bei der Nachahmung, indem sie dich mit Material versorgt. Hier kannst du es gegen Spende bestellen: https://jesusfreaks.de/medien/bestellung-von-infomaterial/

 

*Sunday Sermon*: Jesus macht das schon

sesselEs ist Sonntag morgens, 6 Uhr. Ich sitze mit Bibel und Kaffee bewaffnet auf meinem Sessel und versuche mich selbst davon zu überzeugen, wie unglaublich entspannt ich bin. Im Predigerseminar hat man uns schließlich auf so eine Situation vorbereitet: wenn man mit predigen dran ist, aber keine Predigt hat. Weil trotz aller Anstrengung kein ausreichendes Zeitfenster da war, in dem man sie hätte schreiben können. Gott sieht das und hilft einem dann, hieß es. Man solle die verbleibende Zeit ins Gebet investieren und anschließend das Wenige weitergeben, das man hat. Gott mache dann den Rest. Hm … okay … also eigentlich alles wie immer.

Zugegeben, damals, aus der Sicherheit des Seminars heraus gedacht, fühlte sich dieses Szenario sogar recht attraktiv an. Denn es schwang eine Mischung aus Nervenkitzel und Vertrauen mit. Abenteuer. Jesus übernimmt für einen die Predigt. Wie cool.

Doch nun, nur wenige Stunden bevor diese Situation Realität werden wird, fühlt es sich nicht mehr so attraktiv an und auch nicht mehr gut. Abenteuer? Ja, und wie. Ich glaub ich mag keine Abenteuer. Im gleichen Moment verlassen mich dann auch schon die Nerven. Die Gebete sind bruchstückhaft und bestehen eigentlich nur noch aus „Jesus … Jesus …  Jesus“.

Verzweifelt starre ich auf meine Bibel. Jesus, nun sag doch was. Aber aktuell würde sagen nichts mehr bringen. Er müsste schon schreien, um gegen den Sturm meiner Gedanken anzukommen. Ich entwickle hektisch ein grobes Predigtkonzept, angelehnt an eine Auslegung, die ich vor kurzem geschrieben habe. So. Beten und jetzt macht Jesus den Rest.

Doch es will nicht so recht klappen. Immer wieder versuche ich den Faden zu finden, versuche es durchzusprechen. Und immer wieder verliere ich mich in Details und Randthemen. Buchstäblich stundenlang.

Es klappt nicht.

Inzwischen ist es kurz nach zwölf Uhr. Eine Freundin hat angerufen und für mich gebetet. Sie wird die Gottesdienstleitung machen und freut sich schon sehr. Sie hat mich beruhigt und gleichzeitig fühle ich mich schuldig, weil ich immer noch nichts vorzuweisen habe.

bibel_aaron-burden-113284Dann fällt mir ein Spruch von Augustinus ein. In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst. Ich horche in mich hinein und suche nach etwas, das brennt. Außer meinem Magen. Und schließlich finde ich es: Die private Zeit mit Jesus. Das Anlehnen an ihn, das Atmen und sein dürfen. Und dann mit Jesus zusammen in die Bibel zu gehen, einen Vers heraus zu suchen und diesen durchzugehen. Fragen zu stellen, Antworten aufzuschreiben. So lange zu graben und zu buddeln, bis man auf einen Schatz stößt. Das liebe ich. Es gibt eine Methode, die mir dabei besonders hilft: Bibelmeditation.

Darf ich diese Leidenschaft des Buddelns und Grabens teilen? Nicht als Predigt, sondern als Workshop. Die Menschen, die ich liebe mit hinein nehmen in das, was mich so fasziniert. Ich bin unsicher, denn ich weiß, dass meine Faszination für die Bibel längst nicht von jedem geteilt wird; dass einige es sogar als Druck empfinden. Und diesen Druck will ich auf keinen Fall verstärken. Ich will locken, nicht drängen.Für Zweifel bleibt keine Zeit mehr. Ich schaffe es gerade noch unter die Dusche zu springen, die Sachen für den kurz entschlossenen Workshop zusammen zu suchen und alles zum Auto zu tragen.

Der Gottesdienst wird für mich eine Achterbahnfahrt. Die Freude meine Lieblingsmenschen zu sehen, der vergebliche Versuch bei der Musik des Lobpreises anzubeten, schließlich der Workshop. Mein Herz hämmert und das Blut rauscht so laut in meinen Ohren, dass ich mich selbst kaum verstehe. Ich schalte auf Autopilot und hoffe, dass Jesus übernimmt. Dann ist es auch schon vorbei. Umarmungen, Verabschiedungen, Jacke an, raus. Erschöpft, verwirrt und irgendwie desillusioniert sitze ich in meinem Auto. War das jetzt gut oder war es eine Katastrophe? Haben die Leute etwas für sich mitnehmen können? War Jesus dabei?

Ich eiere nach Hause, falle dort auf die Couch und spüre wie die Post-Predigt-Depression nach mir greift. Ich fühle mich leer und habe nur die stille Hoffnung an diesem Nachmittag nicht mehr kaputt gemacht, als aufgebaut zu haben. Müde packe alle meine destruktiven Gefühle und Gedanken zu einem Paket und gebe es in einem kurzen Gebet an Gott zurück. Er hat mich auf diese Position gesetzt. Ich habe mein Bestes gegeben. Das war nur heute nicht so wirklich viel. Mach was draus Jesus. Ich kann nicht mehr.

Heute, nur einen Tag später, weiß ich, dass Jesus tatsächlich etwas draus gemacht hat. Er hat die Zeit genutzt und hat zu Menschen gesprochen, ist ihnen in der Bibelmeditation begegnet. Einzelne Nachrichten erreichen mich, von Menschen, die von Jesus berührt wurden, die Strahlen. Dieses Strahlen steckt mich an und Stück für Stück kann ich die schlechten Gefühle abschütteln.

Danke Jesus, dass du mich auch gebrauchen kannst, wenn ich so gar nicht funktionieren will. Danke, dass du Menschen begegnest und uns diese speziellen Zeiten mit dir schenkst. Es gibt nichts schöneres als zu sehen, wie du wirkst.

Tine

Diesen Text und weitere Texte findest du auf ihrem Blog: www.nurheute.net

*Sunday Sermon*: Ein Freund fürs Leben

casablancaKurz und schmerzlos: Freunde braucht der Mensch. In guten und schlechten Zeiten. Gott will auch dein Freund sein. Er hat Humor, ist allzeit verfügbar und allmächtig. Gute Voraussetzung für den Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Nicht nur auf Facebook, sondern im richtigen Leben. Wie das aussieht und was das für dein Leben bedeutet, erzählt Ferry in seiner Predigt.

Hier kannst du dir die Predigt runterladen: https://jesusfreaks.de/medien/predigten/?sermon_id=128 [43 Minuten, Eilige beginnen bei Minute 4:20]

Sunday sermon: Zwischen allen Stühlen

Manchmal ist es für Außenstehende schwierig zu verstehen, was die Jesus Freaks sind: Sie sind keine Kirche, keine Denomination, keine Sekte, sondern eine Glaubensbewegung. Du kannst Jesus Freak sein, aber gleichzeitig auch Baptist, Evangelisch, Katholisch oder sonst etwas. Wie darf so etwas sein?

Vor 500 Jahren gab es schon einmal eine Person, die sich dafür einsetzte über Denominationsgrenzen hinweg aktiv zu sein: Kaspar Schwenckfeld. Obwohl er zur damaligen Zeit ähnlich bekannt war wie Thomas Müntzer, ist Schwenckfeld heutzutage fast vergessen. Sein “mittlerer Weg” und sein Eintreten für Toleranz und Gewaltfreiheit haben zur Zeit der Reformation nur wenig Gehör gefunden. Er galt als “Spiritualist”, weil er das Innerliche des Glaubens und eine aus dem Herzen kommende Veränderung der Lebensführung stark gegenüber einem veräußerlichten Christentum betonte.

In seiner Podcast-Reihe „Radikale Reformer“ klärt Jens Stangenberg aus der Evangelisch-Freikirchlichen Zellgemeinde Bremen über den Reformer und Spiritualist auf:

https://www.radikale-reformation.de/2017/04/16/13-kaspar-schwenckfeld/

Bisher sind 41 Podcasts erschienen, in denen Kritiker, Sozialreformer und radikale Reformer näher betrachtet werden sowie eine neue Perspektive auf historische Ereignisse eröffnet wird. Ziel ist es, Gedanken aus der Vergangenheit zu überdenken und reflektiert auf die heutige Zeit zu übertragen.

Direktlink zum Podcast: www.radikale-reformation.de

Gratis Angebot: Lebendiges Wasser

NL_losung2018Gott schenkt uns lebendiges Wasser, heißt es in der Losung für 2018. Das passt zu unserer Zeit, in der ein gesteigertes Gesundheitsbewusstsein herrscht. Wir trinken nicht irgendein Wasser. Es soll besonders sein, gefiltert, mineralisiert, möglichst aus einer weit entfernten Quelle …

Gott ist voll der Trendsetter und verspricht uns lebendiges Wasser. Dabei ist er zudem besonders großzügig: Es kostet nicht 320 Euro pro Liter wie das teuerste Wasser der Welt Kona Nigari aus den Meerestiefen vor Hawaii, sondern es ist umsonst. Was steckt dahinter?

Der Vers steht in der Offenbarung von Johannes 21, 6b neben anderen Verheißungen, die Gott für das Leben nach der Auferstehung verspricht. Es gibt kein Geschrei mehr, keinen Schmerz mehr und eben Wasser für die Durstigen. Davon spricht auch Jesus mit der Frau aus Samarien, die er unterwegs an einem Brunnen trifft (Johannesevangelium 4, 14): „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten.“ Damit wird klar, dass auch Jesus sich auf eine neue Welt bezieht.

Man könnte die beiden Verse also abhaken. Das hat nichts mit meiner Welt zu tun. Das wird erst nach meinem Tod wichtig. Andererseits tröstet es mich, wenn es mir hier und jetzt schlecht geht, dass Gott sich dereinst meiner annehmen und meine Bedürfnisse stillen wird.

Verknüpfe ich allerdings diese gute Aussichten auf gestillte Bedürfnisse mit dem Gedanken, dass wir bereits hier auf Erden dazu auserwählt sind, Gottes Willen zu verkünden und zu tun, dann wird es ungemütlich. Dann bedeutet es, dass ich aktiv dazu beitragen kann, dem Durstigen Wasser auszuschenken – sowohl im wörtlichen Sinne als auch im übertragenen Sinne. Ich kann …

  • Obdachlosen eine Wohnung besorgen
  • Hungrigen Essen geben
  • mich um Witwen und Waisen kümmern
  • Verzweifelten Hoffnung geben
  • Fallende auffangen
  • Gefangene besuchen
  • Orientierungslosen den Weg weisen
  • Traurige trösten
  • Sinnsuchenden von Jesus erzählen

Ehe du jetzt aufschreist, dass all das nicht zu bewältigen ist und dass Gott uns keinen Druck machen will, verweise ich darauf, dass wir nicht aus unser eigenen Kraft und Motivation zu handeln brauchen. Gott hat alle Menschen einzigartig geschaffen – mit Gaben, Sichtweisen und Herzensanliegen. Du brauchst nicht alles tun, sondern du darfst dort mitwirken, wo du kannst und willst. So machen wir alle zusammen hier auf Erden ein kleines Stück vom Himmelreich sichtbar und erfahrbar. Jeden Tag ein kleines bisschen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass auch du selbst darauf hoffen kannst, dass dir jemand eine Wohltat erweist, wenn du ihrer bedarfst.

Bettina macht sich Gedanken, um Gottes Wort im Alltag lebendig werden zu lassen. Anregungen und Fragen sind herzlich willkommen. Schreib an: buero@jesusfreaks.de