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Säen und danken

Oktober 7, 2018 in Sunday Sermon von bettina

pflanzen_kircheHeute wird in vielen Gemeinden das Erntedankfest gefeiert. Die Menschen danken Gott für die Ernte. Obwohl sich kaum jemand komplett aus eigenem Anbau versorgt, haben die meisten ein Bedürfnis danach, Pflanzen wachsen und gedeihen zu sehen – und sei es ein Topf Basilikum auf dem Fensterbrett.

Wenn ich ans Erntedankfest denke, frage ich mich, was habe ich dieses Jahr gesät und gepflanzt? Die Buntnessel und die Petersilie zählen nicht wirklich. Dafür kommt mir diese Rubrik in den Sinn: Sunday Sermon. Im letzten Herbst keimte eine Idee, wie der Medienbereich Jesus Freaks mit guten Impulsen versorgen könnte.

Warum nicht vorhandene Predigten nutzen und aufbereiten? Aber schaffe ich das regelmäßig? Eigentlich höre ich kaum Onlinepredigten. Vielleicht könnte man auch mal Texte über eine Bibelstelle oder eine Glaubenserfahrung nehmen? Mit diesen Überlegungen startete ich das Experiment beim Adventskalender 2017. Vier Sonntage, ein überschaubarer Zeitrahmen. Gedacht, getan. Und siehe da – es hat funktioniert.

Ermutigt durch die positiven Rückmeldungen, nahm ich mir vor, es im Jahr 2018 weiterzuführen. Doch allein hätte ich das nie geschafft! Mir standen Menschen zur Seite, die mir Predigten, Podcasts und Blogs empfohlen sowie eigene Texte und Predigten beigesteuert haben. Vielen Dank an euch! Vor allem aber möchte ich Matze danken, der seit dem Frühjahr für Kontinuität gesorgt, zahlreiche Predigten aufgespürt und eigene Gedanken geteilt hat.

Wenn ich jetzt zurückschaue, kann ich erkennen, wie aus einer kleinen Idee etwas Größeres gewachsen ist. Ich sehe die wertvollen Impulse und freue mich, dass sie Leser*innen ermutigt, erinnert und getröstet haben. Das ist unsere Ernte und dafür danke ich Gott.

Bettina

Möchtest du die Sunday Sermon beim Wachsen und Gedeihen unterstützen? Wir als Medienbereich freuen uns, über weitere Autor*innen, Predigtsucher*innen und technische Unterstützer*innen, aber auch über Feedback und Hinweise. Schreib an: medien@jesusfreaks.de

Fragen zum Nachdenken

Was hast du seit dem letzten Jahr gesät?

Was hast du wachsen lassen?

Welche Person hast du begleitet und in ihrem Wachstum unterstützt?

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Dankbarsein mit Druckstellen

Oktober 4, 2015 in Allgemein von bettina

Da habe ich mich vor einem halben Jahr gemeldet, etwas zum Erntedankfest zu schreiben und bin gerade in diesem Augenblick wenig dankbar. Und dabei hätte ich allen Grund zum Danken! Ich habe einen tollen Job, um genau zu sein sogar zwei, einen tollen Verlobten, prima Freunde, eine gute Beziehung zu Jesus, genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, meinen Laptop, Musik, die ich hören kann, eine Heizung, ein Bett …

Ich könnte ewig so weiter machen. Und trotzdem sitze ich hier und bin geknickt, weil gerade mal wieder etwas passiert ist, was nicht in meiner Planung stand, weil immer mal Dinge anders kommen, als ich sie gern hätte. Und diese Dinge werfen mich aus der Bahn, so sehr, dass ich den Blick für die ganzen guten Dinge verliere und nur noch auf das (scheinbar) Schlechte achte.

Aber meistens ist das Schlechte doch gar nicht schlecht. Wie bei einem Apfel mit einer Druckstelle. Oft mag ich den Apfel nicht mehr essen, weil ich denke, dass er komplett braun und ekelig ist. Aber wenn ich den Apfel aufschneide, ist die braune Stelle meist nur ganz klein. Wenn ich sie dann raus schneide, kann ich den Apfel richtig genießen.

So will ich das auch in meinem Leben. Heißt jetzt nicht, dass ich die braunen Stellen, also schlechten Momente raus schneide. Manchmal wünsche ich mir das, aber ich denke auch, dass diese Momente uns dabei helfen unseren Blick wieder auf das Gute zu lenken und dankbarer zu sein! Ich möchte lernen, auch im Ärger, der Wut, der Enttäuschung und so dankbar zu sein. Und wenn ich das lerne, dann kann ich mein Leben viel mehr genießen.

Im Jakobusbrief Kapitel 5, Vers 13 steht: „Und wer Grund zur Dankbarkeit hat, soll dem Herrn Loblieder singen.“ Hast du heute schon Danke gesagt?

Franzi, Regioteam Sachsen