Am 3. Oktober 2014 feiern wir 25 Jahre Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Ich selbst war gerade mal neun Jahre alt, als die Wende kam. Damals hat mich das Ganze nicht sehr berührt. Ich war in Baden-Württemberg geographisch denkbar weit weg und meine Familie hatte keine Kontakte in den Osten. Ehrlich gesagt wusste ich noch nicht mal, dass es zwei „Deutschlands“ gab, bis kurz vor der Wende zwei ostdeutsche Schüler in unsere Klasse kamen, deren Eltern über Ungarn geflohen waren. Ich hatte keine Ahnung, was damals abging.

Heute bin ich etwas schlauer. Ich lebe nun schon seit 14 Jahren im „Osten“ und habe hier meine Heimat gefunden. Ich bin glücklich mit einer Sächsin verheiratet und viele Menschen halten mich für einen waschechten Hallenser und „Ossi“ – was ein echtes Kompliment ist. Deshalb bin ich in diesen Tagen wirklich sehr dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit habe, in dieser wunderschönen Stadt zu leben und die Menschen kennen gelernt zu haben, mit denen ich jetzt mein Leben teile. Ohne die friedliche Revolution vor 25 Jahren, wäre mir das wohl verwehrt geblieben.

Dass das Ganze so unblutig ablief war wirklich keine Selbstverständlichkeit. Was vor 25 Jahren ablief, war ein riesiges Drama, das sich vor dem Hintergrund eines gewalttätigen Regimes abspielte, dass seine Bevölkerung einsperrte, bespitzelte, Unangepasste verfolgte und zur Not auch tötete.

Ich bin zutiefst überzeugt, dass es wirklich Gottes Segen und wundersames Eingreifen waren, die das ermöglichten. Denn es waren riesige Gottesdienste und Gebetstreffen in Leipzig, Halle und anderswo, die eine große Rolle beim friedlichen Ende der DDR spielten und das bei einem Regime, dass den Glauben abzutöten versuchte und Christen in ihrer Freiheit einschränkte. Das sollte uns immer daran erinnern, dass Gott eingreifen kann und will und dass Gebet etwas verändert, entgegen aller Widerstände.

25 Jahre später ist die Welt unsicher wie nie. Denken wir nur an Israel, Palästina, Ukraine, Russland, Nord- und Südkorea, Syrien, Irak, IS und so weiter. Unsere Geschichte zeigt, dass Gott eingreifen kann und dass Gewalt und Terror enden können, wenn Christen aufstehen und Verantwortung übernehmen, indem sie beten und handeln. Lass uns also aus unserer eigenen Geschichte lernen und aufstehen, um diese Welt zu verändern und Menschen Freiheit zu ermöglichen.

Björn Kroll

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